Der Vizepräsident der Bundesnetzagentur, Wilhelm Eschweiler, ist im Jahr 2023 einer der stellvertretenden Vorsitzenden von Berec, dem Gremium der europäischen Regulierungsbehörden.
Der Telekommunikationsmarkt sehe sich zahlreichen Herausforderungen und neuen Entwicklungen gegenüber, die es zu begleiten und mitzugestalten gelte“, sagt Eschweiler in einer Pressemitteilung. „Künstliche Intelligenz wird in der Branche für innovative Produkte und Dienstleistungen sorgen, bei denen aber zugleich sichergestellt sein muss, dass die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher gewahrt bleiben. Zudem wird durch die zunehmende Digitalisierung auch weiterhin die Dringlichkeit eines Zugangs für jedermann zu sehr schnellen Netzen deutlich. Gleichzeitig erfordern der Klimawandel, die daher notwendige Reduzierung von CO2-Emissionen und steigende Energiepreise den Einsatz ressourcensparender Technologien, um die Nachhaltigkeit des Telekommunikationssektors zu steigern.“ Für all diese Themen werde er sich einbringen.
Wahl kurzfristig angesetzt
Zusammen mit dem diesjährigen Berec-Vorsitzenden, Konstantinos Masselos von der griechischen Regulierungsbehörde EETT, bilden Eschweiler und die vier weiteren Stellvertreter das sogenannte Mini-Board von Berec, das den Vorsitzenden bei seinen Aufgaben unterstützt. Die Wahl war aufgrund des Rücktritts der Präsidentin der tschechischen Regulierungsbehörde CTU von ihrem nationalen Amt – und somit auch vom Posten einer stellvertretenden BEREC-Vorsitzenden – kurzfristig angesetzt worden.
Eschweiler repräsentiert seit seinem Amtsantritt in der Bundesnetzagentur im Jahr 2014 die Behörde bei Berec und war im Jahr 2016 in seiner Position als Berec-Vorsitzender bereits einmal Mitglied des Berec Mini-Boards. Außerdem gehörte er dem Gremium auch in den Jahren 2015 und 2017 jeweils als stellvertretender Vorsitzender an.
Das europäische Regulierergremium Berec dient seinen Mitgliedsbehörden als Plattform, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame regulatorische Herangehensweisen zu erarbeiten. (amo)



