Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), reagiert auf die US-Drohungen.

Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), reagiert auf die US-Drohungen.

Bild: © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Am Rande der Rostocker „Hanse Sail“ wurde in Warnemünde die „Wasserstoff-Hanse“ gegründet. Sie soll Städte und Regionen rund um die Ostsee und darüber hinaus in einem Bündnis vereinen, das sich zu einer wasserstoffbasierten Wirtschaft und der Nutzung der damit verbundenen Wertschöpfungspotenziale bekennt. Die Gründungsmitglieder unterzeichneten dazu eine Erklärung, in der sie die Wichtigkeit einer länderübergreifenden Klimapartnerschaft betonen.

Für die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern erklärte Ministerpräsidentin Manuale Schwesig, dass Wasserstoff höchste politische Priorität habe. „Wir wollen zusammen mit den anderen norddeutschen Ländern weltweit führend in der Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff werden“, so die SPD-Politikerin. „Wir nutzen unsere wirtschaftlichen Chancen im Ostseeraum am besten, wenn wir uns zusammentun. Zu einem Bund, in dem alle Beteiligten ihre Unabhängigkeit bewahren, aber ihre Kräfte zusammentun, um gemeinsam wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Dieser Hanse-Gedanke lebt heute in der Wasserstoff-Hanse wieder auf.“

Klimaziele mit Wasserstoff erreichen

Christian Pegel, der Energie- und zugleich Verkehrsminister Mecklenburg-Vorpommerns ist, betonte, dass man die Verwendung von erneuerbaren Energien auch in anderen Bereichen als der Stromversorgung deutlich vorantreiben müsse. Dabei sei die Umwandlung in und Nutzung von Wasserstoff ein wichtiger Baustein. Gerade die Meeres-Anrainer müssten hier auch die maritime Wirtschaft, insbesondere die Schifffahrt einbeziehen. Die Betankung der ersten Personenfähre mit auf Wasserstoffbasis hergestelltem synthetischem Diesel sei ein Beweis, dass dies kein Hexenwerk ist.

Alle Gründungsmitglieder, darunter Rostock Port als Betreiber des Rostocker Überseehafens, werden künftig bei allen sich bietenden Gelegenheiten um weitere Mitglieder für die Wasserstoff-Hanse werben. „Gemeinsam sind wir stark – diese Weisheit ist alt, hat aber nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Insbesondere beim Kampf gegen den Klimawandel müssen wir gemeinsam vorgehen“, sagte Christian Pegel. Mecklenburg-Vorpommern wolle dabei vorangehen, auch mit dem Ziel, seine Führungsrolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu behaupten. (amo)

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