Mit Spannung wartete die Branche auf die für den heutigen Mittwoch angekündigte Festlegung des EKZ für Strom- und Gasnetze für die kommende 4. Regulierungsperiode durch die Bundesnetzagentur (BNetzA). Ursprünglich sollte die Entscheidung schon am 7. Oktober bekannt gegeben werden.
Doch offensichtlich wird hinter den Kulissen weiter um die Festlegung der Netzrenditen gerungen, denn die Entscheidung verzögert sich nochmals um eine Woche. "Die Veröffentlichung verschiebt sich ein weiteres Mal. Termin ist jetzt nächste Woche, 20. Oktober", so BNetzA-Sprecher Fiete Wulff gegenüber der ZfK.
BNetzA-Beirat tagte am Montag
Am Montag dieser Woche tagte der Beirat der BNetzA zu der Thematik. Über den Inhalt der Diskussion der jüngsten Beiratssitzung wurde jedoch bisher nichts bekannt bzw. Anfragen der ZfK blieben bisher unbeantwortet.
Bereits vor Monaten hatten sich jedoch Teile des Beirats, insbesondere dessen Vorsitzender, der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD), gegen eine zu starke Absenkung der Netzrenditen ausgesprochen, um die Ziele der Energiewende nicht zu gefährden.
Kommt eine nur geringere Absenkung?
In den letzten Wochen verdichteten sich die Zeichen, dass der EKZ für neue Strom- und Gasnetze doch nur auf 5,07 Prozent, statt wie geplant auf 4,59 Prozent, abgesenkt wird. Der jetzige Zinssatz liegt bei 6,91 Prozent.
Die Energiewende und der passende Netzausbau müssten vorankommen. Intelligente Stromnetze seien ein zentraler Faktor für das Gelingen der Energiewende, unterstrich Ingrid Nestle, Energiepolitische Sprecherin der Bündnisgrünen Bundestagsfraktion gegenüber der ZfK. Eine solche Entscheidung müsse die Finanzierung des Netzausbaus sichern und gleichzeitig die Verbraucherinteressen wahren. "Ich bin der Meinung, dass die Bundesnetzagentur hier eine sinnvolle Entscheidung treffen wird“, unterstrich Nestle. (hcn)



