Bild: © snam

Der durchschnittliche Gasverbraucher musste im vergangenen Jahr nicht mal eine Minute lang unversorgt auskommen. Der sogenannte Saidi-Wert, der die durchschnittliche ungeplante Unterbrechung der Versorgung misst, betrug im letzten Jahr 0,988 Minuten – den zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Messungen 2006. Das zeigen die Zahlen der Bundesnetzagentur. Das Mittel der vergangenen zwölf Jahre liegt bei etwa 1,7 Minuten; negativer Spitzenreiter war das Jahr 2007 mit mehr als vier Minuten.

Großverbraucher haben es besser

Kurze Versorgungsunterbrechungen, die beim Heizen praktisch kaum auffallen, können in der Industrieproduktion durchaus zu hohen Schäden führen. Für Großverbraucher in der Druckstufe über 100 mbar ist der Saidi-Wert jedoch erheblich geringer: Knapp über eine Sekunde fiel dort im Durchschnitt die Gasversorgung im Jahr 2017 aus.

„Das deutsche Gasnetz erweist sich weiterhin als äußerst zuverlässig. Die Regulierung der Bundesnetzagentur sichert auch langfristig die hohe Qualität des deutschen Gasnetzes“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

In die Berechnung fließen ungeplante Unterbrechungen ein, die auf Einwirkungen Dritter, auf Rückwirkungen aus anderen Netzen oder auf andere Störungen im Bereich des Netzbetreibers zurückzuführen sind. (wa)

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