Dem Gemeinschaftsunternehmen Spirit Energy, an dem die Stadtwerke München und Bayerngas 31 Prozent der Anteile halten, gehören künftig noch circa 130 Lizenzen und etwas über 20 Gasfelder in der britischen und holländischen See (Symbolbild). Bei den Feldern handelt es sich ausschließlich um Gasreserven.

Dem Gemeinschaftsunternehmen Spirit Energy, an dem die Stadtwerke München und Bayerngas 31 Prozent der Anteile halten, gehören künftig noch circa 130 Lizenzen und etwas über 20 Gasfelder in der britischen und holländischen See (Symbolbild). Bei den Feldern handelt es sich ausschließlich um Gasreserven.

Bild: © passarut/Adobestock

Der Chef des US-Finanzriesen Blackrock, Larry Fink, hat gemahnt, die Bevölkerung beim klimaneutralen Umbau der Wirtschaft mitzunehmen. «Um etwa eine bezahlbare Energieversorgung während des Übergangs zu gewährleisten, werden in bestimmten Regionen fossile Brennstoffe wie Erdgas sowohl bei der Stromerzeugung und Wärmegewinnung als auch für die Wasserstoffherstellung weiter eine zentrale Rolle spielen», schreibt Fink in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben an die Chefs von Konzernen weltweit, an denen der weltgrößte Vermögensverwalter beteiligt ist.

Regierungen und Unternehmen müssten «dafür sorgen, dass Menschen weiterhin Zugang zu einer verlässlichen und erschwinglichen Energieversorgung haben», schreibt Fink. «Nur so gestalten wir eine grüne Wirtschaft, die niemanden zurücklässt und keinen sozialen Unfrieden stiftet.» Blackrock verwaltet weltweit mehr als zehn Billionen US-Dollar. Das entspricht laut "Süddeutscher Zeitung" in etwa dem Zwanzigfachen des deutschen Staatshaushalts im vergangenen Jahr.

Fink will weitere Energiepreis-Rallye vermeiden

Fink warnt: «Pläne, die nur darauf abzielen, das Angebot an Energie aus fossilen Brennstoffen zu verringern, die Nachfrage aber außer Acht lassen, werden die Energiepreise nach oben treiben. Treffen wird das vor allem jene, die es sich am wenigsten leisten können. Die Folgen wären eine noch stärkere Polarisierung beim Thema Klimawandel und ein Untergraben des Fortschritts.»

Kapital aus ganzen Branchen abzuziehen oder die Finanzierung CO2-intensiver Anlagen von den öffentlichen in die Privatmärkte zu verlagern, werde die Welt nicht zum Netto-Null-Ziel führen, meint Fink. Klimaneutral bedeutet, dass klimaschädliche Gase wie Kohlendioxid (CO2) vermieden oder gespeichert werden.

Die Europäische Union zum Beispiel hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein, Deutschland will das schon bis 2045 schaffen. Ziel solcher Anstrengungen ist es, die Erderwärmung zu begrenzen.

"In vielen CO2-intensiven Branchen gibt es vorausschauende Unternehmen"

Blackrock verfolge nicht die Strategie, generell aus allen Öl- und Gasunternehmen auszusteigen, führt Fink aus: «In vielen CO2-intensiven Branchen gibt es vorausschauende Unternehmen, die ihr Geschäft transformieren und damit einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten. Wir sind davon überzeugt, dass die Firmen, die den Wandel anführen, unseren Kunden enorme Anlagechancen bieten.» (dpa/hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper