Das AKW im beglischen Huy weist seit Jahren große Sicherheitsmängel auf. Obwohl Experten zum Abschalten raten, erhöhte der Bund seine Aktienbeteiligung.

Das AKW im beglischen Huy weist seit Jahren große Sicherheitsmängel auf. Obwohl Experten zum Abschalten raten, erhöhte der Bund seine Aktienbeteiligung.

Bild: © Oliver Berg/dpa

Deutschland hat Belgien Hilfe zugesagt, um eine drohende Energieknappheit im Winter abzuwenden. In Belgien dürften nicht die Lichter ausgehen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag nach einem Treffen mit der belgischen Energieministerin Marie-Christine Marghem in Berlin. Es gehe darum, die Stromversorgung in Belgien zu jeder Zeit sicherzustellen.

Marghem sagte, Deutschland werde Belgien punktuell mit Strom versorgen. Sie sprach von einer äußerst schwierigen Situation. In Belgien ist derzeit nach einem Bericht der belgischen Nachrichtenagentur Belga nur einer von sieben Atomreaktoren in Betrieb - alle anderen sind defekt oder werden gewartet. Ein großer Teil des Stroms in Belgien wird dort produziert. Deshalb wird befürchtet, dass die Energie im Winter knapp werden könnte.

Stromtransport über die Niederlande

Da es noch keine Direktleitungen gibt, muss deutscher Strom über die Niederlande nach Belgien gelangen. Darum gebe es auch mit den Niederlanden sowie mit Frankreich, Luxemburg und der EU-Kommission derzeit Gespräche, sagte Altmaier. (dpa/hil)

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