Nach übereinstimmenden Medienberichten erwägt die EU-Kommission erstmals, den Handel mit russischen Flüssigerdgasmengen einzuschränken. Wie beispielsweise das EU-Medium "Politico" berichtet, könnte der Weiterverkauf von russischem LNG verboten werden.
Laut Branchendienst "Montel" soll Importeuren zudem erlaubt werden, sich auf höhere Gewalt zu berufen, um sich von Langfristlieferverträgen mit Russland loszusagen.
Kein Verbot von russischen LNG-Importen
Zuvor hatte Belgiens Energieministerin Tinne van der Straeten schärfere Maßnahmen gegen den russischen Gassektor gefordert. Sie sprach sich dafür aus, den Umschlag russischer Gaslieferungen in europäischen Häfen schrittweise zu unterbinden.
Ein Verbot russischer LNG-Importe steht hingegen nicht zur Debatte. Etliche größere europäische Gashändler haben noch gültige LNG-Verträge mit Russlands Energieriesen Gazprom. Dazu zählt neben Belgiens Fluxys und Frankreichs Total Energies auch etwa Spaniens Naturgy.
Russland Europas zweitgrößter LNG-Lieferant
Russlands Gasexporte nach Spanien erreichten im vergangenen Jahr sogar einen neuen Rekordstand. (Die ZfK berichtete.) Im vergangenen Winter war Russland zudem Europas zweitgrößter LNG-Lieferant. (aba)



