Wie die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet, wird die britische Regierung einen Plan zur Vergütung von Überschuss-Energie aus Haushalten, die zum Beispiel durch Photovoltaik (PV) Strom produzieren, vorlegen. Zurzeit haben ca. 800.000 britische Haushalte PV-Anlagen auf dem Dach.
Energie- und "Clean Growth"-Minister Chris Skidmore will dadurch mehr private Haushalte überzeugen, eigenständig grünen Strom zu produzieren und ihnen eine Vergütung für ins Netz eingespeiste Energie garantieren.
Negativ-Trend entgegenwirken
Im April waren die PV-Ausbauraten auf ein Neunjahrestief gefallen, wie Reuters berichtet. Die Entwicklung folgte auf das Ende des vorausgegangenen Einspeisevergütungs-Konzepts Anfang April. Im neuen Konzept werden die privaten Produzenten für den eingespeisten Strom von ihrem Versorger bezahlt, der auch die Preise dafür festlegt, schreibt Reuters.
Haushalte, die in der Lage sind, produzierte Energie zu speichern und in Notzeiten ins Netz zu speisen, könnten dadurch sogar negative Stromrechnungen erreichen, so Greg Jackson, Geschäftsführer des britischen Energieversorgers Octopus.
Abnahme-Garantie mit Einschränkungen
Die Abnahme-Garantie gilt für Haushalte, die mit Smart-Metern ausgestattet sind und eine Erzeugungskapazität von 5 MW nicht überschreiten.
Die Regierung sieht vor, ab 2020 Versorger ab einer Kundenzahl von 150.000 zur Abnahme zu verpflichten, meldet Reuters. (pm)



