Die Straße von Hormus ist für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands "vollständig geöffnet", teilte der iranische Außenminister Abbas Araghchi noch am Freitag in einem Beitrag auf der Online-Plattform X mit. Die Vereinbarung wurde am 8. April für zwei Wochen getroffen und würde damit theoretisch am 22. April auslaufen.
Am Samstagmorgen wurde die Straße durch iranische Kräfte Berichten zufolge erneut geschlossen. Grund soll laut einem iranischen Regimesprecher die anhaltende US-Blockade von iranischen Häfen sein. Die USA hindern iranische Schiffe derzeit an der Weiterfahrt. US-Präsident Donald Trump kündigte bereits an, die Blockade aufrechtzuerhalten, bis die Verhandlungen mit Iran vollständig abgeschlossen seien.
Preise reagierten prompt auf die Öffnung
Auf die vorübergehende Öffnung hatten die Gas- und Ölpreise prompt reagiert. Der Frontmonatskontrakt an der TTF fiel innerhalb eines Tages um neun Prozent auf 38,54 Euro je Megawattstunde (MWh). Im Tagesverlauf erholte sich der Kontrakt etwas und erreichte 39,30 Euro je Megawattstunde (Stand: 17. April, 16:20 Uhr).
Nach dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten Ende Februar setzten die Öl- und Gaspreise zu einem Höhenflug an. Die faktische Blockade der wichtigen Handelsrouten von den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus hatte den Gaspreis im März zeitweise auf 74 Euro je Megawattstunde getrieben. Vor Beginn des Iran-Konflikts lag der Preis bei etwa 31 Euro.
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Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag im März zeitweise bei knapp 120 US-Dollar je Barrel. Zu Beginn des Iran-Konflikts lag er bei knapp 70 US-Dollar je Barrel. Nach der Entsperrung der Straße von Hormus gaben die Ölpreise um etwa acht Prozent nach und fielen unter die Marke von 90 US-Dollar je Barrel.



