Der Freiburger Regionalversorger Badenova steigt bei den Gemeindewerken Sinzheim in Baden ein. Er übernimmt 25,1 Prozent der Anteile und stellt mit Malte Thoma zudem den neuen Geschäftsführer, wie aus einer Presseaussendung hervorgeht. Der Posten war zuvor vakant gewesen.
Die restlichen Anteile verbleiben bei der Kommune. Der Gemeinderat des 12.000-Einwohnerorts hatte dem jüngst einstimmig zugestimmt.
Sinzheim kein Badenova-Neuland
Zuerst soll nun der Eigenbetrieb Gemeindewerke in eine GmbH umgewandelt werden. Der finale Einstieg der Badenova ist für 1. Januar 2023 geplant.
Für Badenova ist Sinzheim alles andere als Neuland. Der Konzern betreibt bereits einen technischen Stützpunkt in der Kommune, von dem aus das lokale Gasnetz betrieben wird. Die Gemeinde ist wiederum seit 2011 eine von 96 kommunalen Anteilseignern bei Badenova. Schon jetzt sind die Freiburger ferner Stromlieferant für die Gemeindewerke Sinzheim.
Gemeindewerke 1955 gegründet
19 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiteten zuletzt für die Gemeindewerke Sinzheim. Der Umsatz betrug nach eigenen Angaben rund neun Mio. Euro, der Jahresüberschuss etwa 200.000 Euro.
Gegründet wurden die Gemeindewerke Sinzheim bereits im Jahr 1955.
Neue Geschäftsfelder
Im Zuge der Neuaufstellung wollen die beiden Partner nach eigenen Angaben die Betriebsführung der Waserversorgung noch effizienter machen und noch stärker in erneuerbare Energien wie Photovoltaik investieren. Zudem soll ein E-Mobilitätskonzept soll erstellt werden.
Ferner sei der Aufbau neuer Geschäftsfelder rund um die Wärmeversorgung als "nötige und mögliche gemeinsame Entwicklungsfelder" definiert worden, heißt es in der Pressemitteilung.
Neuer Geschäftsführer
Zum Schluss noch zum neuen Geschäftsführer Thoma: Laut Linkedin-Profil kam er nach Stationen beim Schweizer Übertragungsnetzbetreiber Swissgrid und bei der Stadt Freiburg 2018 zur Badenova, wo er für Unternehmensentwicklung und Batteriespeicher zuständig war. Thoma verfüge über große Erfahrung im Energiesektor und sei bestens mit kommunalen Strukturen vertraut, heißt es in der Presseaussendung. (aba)



