Die BayWa r.e. hat einen weiteren förderfreien PV-Park realisiert und erreicht damit Netzparität zu Gas und Kohle.

Die BayWa r.e. hat einen weiteren förderfreien PV-Park realisiert und erreicht damit Netzparität zu Gas und Kohle.

Bild: © BayWa r.e.

Der Agrarhändler und Mischkonzern Baywa will sein internationales Solarhandelsgeschäft verkaufen. Der Geschäftsbereich für erneuerbare Energien, Baywa re, solle sich künftig auf das internationale Projektgeschäft und die verstärkte Vermarktung von Strom aus eigenen Anlagen konzentrieren, teilte das Unternehmen mit.

Der geplante Verkauf des Solarhandelsgeschäfts dient demnach auch dazu, das dort eingesetzte Kapital an anderer Stelle zu nutzen. So will die Erneuerbaren-Tochter ihr Projektgeschäfts bis 2026 verdreifachen und das Portfolio als Independent Power Producer (IPP; Deutsch: Unabhängiger Stromerzeuger) auf 3 GW erweitern.

Fokus auf IPP-Geschäft

Das IPP-Geschäft von Baywa re besteht aus der Entwicklung von Wind- und Solarprojekten für die Energieversorgung. Die Baywa-Tochter verkauft die Anlagen jedoch nicht, sondern betreibt sie selbst weiter.

Solar Trade trage zu diesem IPP-Geschäft nichts bei, wie eine Sprecherin von Baywa gegenüber der ZfK verdeutlicht.

Zweigstellen in Deutschland und Österreich

Solar Trade sei allerdings ein etablierter Marktführer und mit einem globalen Netzwerk von über 20 Distributionsgesellschaften und mehr als 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit vertreten, so Baywa re. Insbesondere in Europa, im Asien-Pazifik-Raum und in Amerika gebe es für das Geschäftsmodell große Wachstumschancen.

So gehört zu den Distributionsgesellschaften neben Solar Energy Systems in Tübingen (Baden-Württemberg) etwa auch Solar Systems in Poggersdorf (Kärnten). Baywa hatte kürzlich angekündigt, dass Solar Systems ausgegründet wird und nun selbstständig in Österreich agiert. Der Schritt war einer Sprecherin zufolge bereits länger geplant und konnte aufgrund der erheblichen Umsatzsteigerungen in den vergangenen Jahren ein Jahr früher als ursprünglich avisiert erfolgen.

Absatz auf 10 GW steigern

Welche Käufer für Solar Trade in Frage kommen, dazu möchte sich Baywa allerdings nicht äußern. Der Solarhändler habe das Potenzial, den jährlichen Absatz an Solarmodulen und Wechselrichtern auf mehr als 10 Gigawatt zu steigern, schätzt der Mutterkonzern. In 2022 hat der Stromhändler nach eigenen Angaben PV-Module und Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von 8 GW verkauft.

Wichtig sei, dass sich der potenzielle Käufer den erneuerbaren Energien verpflichte, der Unternehmenskultur von Solar Trade verpflichtet fühle und sich darauf konzentriere, das hohe Wachstumspotenzial dieses Bereiches zu erschließen, betont die Unternehmenssprecherin. Aus börsenregulatorischen Gründen dürfe das Unternehmen keine Aussage zu einem möglichen Kaufpreis treffen. (jk)

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