Eine neue Studie von Agora Energiewende schürt Zweifel, ob Deutschland seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 schaffen wird. (Symolbild)

Eine neue Studie von Agora Energiewende schürt Zweifel, ob Deutschland seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 schaffen wird. (Symolbild)

Bild: © Fokussiert/AdobeStock

Bis spätestens 2040 wollen sie klimaneutral sein: 17 Stadtwerke, darunter auch die Dortmunder DEW21 und die Wuppertaler Stadtwerke, bündeln die Kräfte und haben gemeinsam mit dem Aachener Beratungsunternehmen BET eine Klimaschutzinitiative gestartet. Das Ziel: Einen Fahrplan für die Dekarbonisierung und mehr Nachhaltigkeit vor Ort entwickeln.

„Alleingänge sind bei der Mammutaufgabe Klimaneutralität nicht zielführend“, erklärt Tim Ronkartz, Leiter des Kompetenzteams Unternehmensentwicklung bei der BET. „Durch die Gründung der Initiative Klimawerke wollen wir alle an einen Tisch bringen und dafür sorgen, dass sich die Stadtwerke den Herausforderungen gemeinsam stellen.“

Die Herausforderungen seien groß und eine einheitliche Lösung für alle Fragestellungen gebe es nicht, betont Sebastian Seier, einer der Initiatoren der Klimawerke bei BET. Als Beispiel nennt er den Wärmesektor. Aktuell liege der Anteil der erneuerbaren Energien dort bei knapp 16 Prozent.

"Herausfinden, welchen Beitrag Wärmepumpen oder Wasserstoff zur Wärmewende leisen können"

„Schon 2030 wollen wir deutschlandweit 50 Prozent erreicht haben. Jeder muss dazu einen Beitrag leisten. Niemand hat jedoch heute schon eine fertige Lösung, wie und zu welchen Kosten die Wärmeversorgung klimaneutral werden kann. Wir wollen daher im Rahmen der Klimawerke gemeinsam herausfinden, welchen Beitrag Wärmepumpen, Wasserstoff, Biogas, Solarthermie, Geothermie und Holz leisten können“, so Seier weiter.

Um das Ziel zu erreichen, soll zunächst eine Treibhausgasbilanz aufgestellt werden. Auf dieser Grundlage werden Klimaziele formuliert und konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Ziele erarbeitet. Im Zuge dessen sollen laut Pressemitteilung die Weichen für eine emissionsfreie Strom- und Wärmeversorgung, für die Zukunft der Gasnetze, für die Elektromobilität und für Wasserstoff gestellt.

Außerdem sollen zukunftsfähige Lösungen erarbeitet werden, die die Kunden der Energieversorgungsunternehmen auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität unterstützen. BET übernimmt bei den Klimawerken die inhaltliche und organisatorische Leitung.

Initiative wird durch Bundesumweltministerium gefördert

Die Klimaschutzinitiative wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesumweltministerium gefördert. Das Netzwerk ist offen für die Aufnahme weiterer Mitglieder. Weitere Informationen und Updates zu der Klimaschutzinitiative finden Sie hier.

Spätestens seit der Verschärfung des Klimaschutzgesetzes in 2021, aber auch mit Blick auf das Thema Energieunabhängigkeit von Russland stehen Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung ganz oben auf der Agenda der Energieversorger. Erst zu Jahresbeginn hatte etwa die Asew ein Klimaschutznetzwerk für Stadtwerke ins Leben gerufen.

Das sind die Gründungsmitglieder

Zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Klimawerke gehören:  

·        Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21)

·        Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH

·        Energieversorgung Rudolstadt GmbH

·        Gemeindewerke Steinhagen GmbH

·        Osterholzer Stadtwerke GmbH & Co. KG

·        Stadtwerke Annaberg-Buchholz Energie AG

·        Stadtwerke Delitzsch GmbH

·        Stadtwerke Düren GmbH

·        Stadtwerke Eilenburg GmbH

·        Stadtwerke Hameln Weserbergland GmbH

·        Stadtwerke Hildesheim AG

·        Stadtwerke Nettetal GmbH

·        Stadtwerke Oerlinghausen GmbH

·        Stadtwerke SH GmbH & Co. KG

·        Stadtwerke Solingen GmbH

·        Stadtwerke Steinburg GmbH

·        WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH.

(hoe)

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