Digitaliseirung und Netze spielen eine immer größere Rolle für den kommunalen Versorger in Dortmund, die DEW21.

Digitaliseirung und Netze spielen eine immer größere Rolle für den kommunalen Versorger in Dortmund, die DEW21.

Bild: @ DEW21

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) hat ihr Vorjahresergebnis knapp verfehlt. Der Gewinn betrug 58,6 Mio. Euro vor Steuern, im Vorjahr waren es 58,7 Mio. Euro. Die im Jahr 2018 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen 835,8 Mio. Euro, sie sanken im Vergleich zum Vorjahr um gut drei Prozent. 2017 standen noch 864,5 Mio. Euro in den Büchern. Der Aufsichtsrat hat den DEW21-Jahres- und Teilkonzernabschluss für 2018 bereits gebilligt.

"Im Geschäftsjahr 2018 haben wir erneut ein sehr zufriedenstellendes Jahresergebnis erzielt und uns in einem anspruchsvollen Markt mit anhaltend hohem Wettbewerbsdruck erfolgreich behauptet", erklärt Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung. "Unsere 100-prozentige Tochter Dortmunder Netz GmbH hat mit einem Ergebnis von 26,5 Mio. Euro wesentlich zum Ergebnis von DEW21 beigetragen." Als zukunftsorientierter Netzbetreiber sei die Netz GmbH eine wichtige Ertragssäule für DEW21 geworden.

Digitalisierung als Schlüssel

Die Dortmunder spüren eine deutliche Veränderung der Kundenbeziehungen mit stetig individueller werdenden Bedürfnissen. Vor allem "smarte" und umfassende Dienstleistungen sind gefragt. Heim weiß: "Als regionaler Energieversorger müssen wir unsere Rolle im städtischen Infrastruktursystem neu definieren, die damit verbundenen Chancen nutzen und mit neuen Geschäftsmodellen punkten." Daher solle die DEW21 ihr Geschäft konsequent am Markt ausrichten und neue Produkte und Lösungen und Kompetenzen entwickeln.

Mit 25,1 Prozent hat sich die DEW21 zum Beispiel am Smart-Meter-Spezialisten "Green Pocket" und an einem Pilotprojekt zum Einsatz der Funktechnik für die Übertragung kleiner Datenmengen beteiligt. "Von der smarten Zählerablesung bis zu Energiemanagement- und Facilitymanagementlösungen – der Einsatz macht ganz neue Dienstleistungen für die Wohnungswirtschaft und den Konzernverbund möglich. Ganz im Sinne einer intelligent vernetzten Stadtentwicklung und der Allianz Smart City Dortmund", so Heim.

Große Schritte zur Energiewende

Zukünftig wird DEW21 deutlich mehr Abwärme von den Deutschen Gasrußwerken nutzen und damit sukzessive die Lieferung gasbasierter Wärme aus dem Kraftwerk Dortmund ablösen. Dadurch kann der jährliche CO2-Ausstoß um 45.000 Tonnen gesenkt werden, was dem jährlichen Ausstoß von etwa 30.000 Pkw entspricht. Für die Umsetzung der Infrastrukturprojekte hat DEW21 im vergangenen Jahr erste Förderzusagen von "Progres NRW" erhalten. (sig)

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