Das Stadtwerk Tauberfranken. Die Region Tauberfranken ist ein Teil von Franken.

Das Stadtwerk Tauberfranken. Die Region Tauberfranken ist ein Teil von Franken.

Bild: © Stadtwerk Tauberfranken

In Baden-Württemberg plant das Stadtwerk Tauberfranken eine Fusion mit dem Stadtwerk Külsheim.

„Es bringt in jedem Fall Vorteile, da wir uns verschlanken“, sagt Paul Gehrig, Sprecher der Geschäftsführung des Stadtwerks Tauberfranken. „Wir vereinheitlichen den Energieeinkauf, die Produktgestaltung und reduzieren auf einen Jahresabschluss.“ Der Geschäftsführer erwartet durch die Synergien Einsparungen im sechsstelligen Bereich. Zudem sei das Stadtwerk Tauberfranken dann noch stärker in der Region verankert.

2007 wurde das Stadtwerk Külsheim als 51-prozentige Tochter der Stadt und einer Minderheitsbeteiligung des Stadtwerks Tauberfranken gegründet. Über Betriebsführungsverträge führte das Stadtwerk Tauberfranken das kleinere Stadtwerk komplett, eigenes Personal hatte es nicht.

Verkauf gegen Anteile

Nun will die Stadt Külsheim ihre Anteile gegen Anteile am Stadtwerk Tauberfranken tauschen. An diesen wird sie dann 2,51 Prozent halten und einen Posten im Aufsichtsrat erhalten. Zum 1. Januar 2025 sollen die Unternehmen verschmelzen.

Zustimmung erwartet

Die finale Entscheidung im Gemeinderat der Stadt Külsheim steht noch aus, die Sitzung findet am 13. Mai statt. Es wird eine Mehrheit für das Vorhaben erwartet.
 
Die Stadtwerke Külsheim sind bei Wasser, Gas, Strom, beim Betrieb des Niederspannungsnetzes und kleineren Wärmeprojekten aktiv. Bereits seit 2019 hat das Stadtwerk die Netze Strom und Gas an das Stadtwerk Tauberfranken verpachtet. „Nun sehen wir für unsere beiden gut positionierten Häuser die Chance, eine zukunftsfähige Lösung auf den Weg zu bringen“, sagt Ralf Braun, Geschäftsführer vom Stadtwerk Külsheim.

Mehr Investitionskraft durch Fusion

„Für kleine Stadtwerke steigen die Anforderungen in den nächsten fünf bis zehn Jahren so enorm, dass sie nicht an Kooperationen vorbeikommen“, sagt Gehrig. Für das Stadtwerk Külsheim wären Zukunftsinvestitionen allein schwierig zu finanzieren, insbesondere beim Netzausbau und der Entwicklung der Wärmeversorgung.

Das Stadtwerk Tauberfranken hat derzeit 110 Vollzeitstellen, einen Umsatz von rund 100 Mio. Euro und zuletzt einen Gewinn von 5,5 Mio. Euro. (pfa)

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