Das vorläufige Ebit belief sich nach 293 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 124,6 Mio. Euro. Der Wert bei Umsatzerlösen und Erträgen ging von 442,5 Mio. Euro auf 316,3 Mio. Euro zurück.
In absoluten Zahlen sorgte vor allem die Verkehrssparte für einen Ergebnisrückgang: Nach minus 71,5 Mio. Euro im Jahr 2022 betrug das Defizit 2023 voraussichtlich minus 81,3 Mio. Euro. Ursächlich dafür waren laut DSW21 höhere Aufwendungen für das Personal und Material sowie die allgemeine Teuerungsrate.
Verkehrssektor weiter defizitär
Auch das eingeführte Deutschlandticket sorgte 2023 für einen Rückgang bei den geplanten Verkäufen von Fahrkarten. Im Segment Zeitkarten meldet DSW21 Erlöse in Höhe von 50,7 Mio. Euro anstatt der anvisierten 56,8 Mio. Euro. Unter dem Strich erreichten die Erlöse im Verkehrssektor 113,4 Mio. Euro. Geplant waren 130,9 Mio. Euro.
Ergebnis von DEW21 rückläufig
Das Ergebnis der Energietochter DEW21 ging von 37,3 Mio. Euro auf rund 30 Mio. Euro zurück. Der Umsatz stieg dabei von einer Mrd. Euro im Jahr 2022 auf 1,2 Mrd. Euro nach oben. Trotz einer einkehrenden Entspannung auf den Energiemärkten setzt die Energiekrise dem Energieversorger weiter zu. Das Jahr 2023 schloss das Unternehmen mit einem vorläufigen Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) in Höhe von 52,2 Mio. Euro. Vor einem Jahr erreichte das Unternehmen noch 71,2 Mio. Euro. Auch 2023 hätten die hohen Beschaffungskosten im Vorjahr dem Versorger zugesetzt und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens belastet, sagte die Vorstandsvorsitzende von DSW21, Heike Heim, zu Journalisten.
Angesichts der anstehenden Herausforderungen in allen Segmenten von DSW21, mit laufenden Betriebskosten im Vordergrund, freuen sich die Stadtwerke auf einen Mittelzufluss aus dem Verkauf der Steag-Anteile. Der zum Jahreswechsel 2023/24 rechtlich vollzogene Verkauf der Anteile, gebündelt in der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft (KSBG), durch die sechs Ruhrgebietskommunen Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg, Oberhausen und Dinslaken, bildete den Abschluss "eines teilweise umstrittenen Engagements".
Steag-Verkauf erst 2024 in der Bilanz
Heim, die erst im März vergangenen Jahres als Vorstandsvorsitzende der DSW21 startete, bezeichnete den Verkaufsprozess der Steag-Anteile als "sehr anstrengend". Doch die Mühe habe sich gelohnt, sagte sie im Gespräch mit Journalisten. Je nach Bewertung des Jahresergebnisses der Steag rechnet DSW21 mit einem Cashzufluss zwischen 600 und 700 Mio. Euro, abzüglich der Körperschaftssteuer, die das Unternehmen als Gesellschafter zu zahlen hat. Genaue Zahlen aus den Steag-Erlösen wolle DSW21 im Juni präsentieren. (am)



