Frank Kaus, Geschäftsführer der Energieried GmbH & Co. KG (von links); Gottfried Störmer, Bürgermeister von Lampertheim und Aufsichtsratsvorsitzender der Energieried GmbH & Co. KG; Christine Klein, Bürgermeisterin von Bensheim und Aufsichtsratsvorsitzende der GGEW AG; Carsten Hoffmann, Vorstand GGEW AG.

Frank Kaus, Geschäftsführer der Energieried GmbH & Co. KG (von links); Gottfried Störmer, Bürgermeister von Lampertheim und Aufsichtsratsvorsitzender der Energieried GmbH & Co. KG; Christine Klein, Bürgermeisterin von Bensheim und Aufsichtsratsvorsitzende der GGEW AG; Carsten Hoffmann, Vorstand GGEW AG.

Bild: © GGEW AG / Kling Media

Die geplante Fusion in Südhessen zwischen dem Energiedienstleister GGEW AG aus Bensheim und der Energieried GmbH & Co. KG aus Lampertheim wird zum 1. August  umgesetzt. Die entsprechenden Verträge hierfür wurden jetzt unterzeichnet. 

„Gemeinsam können wir die immensen Herausforderungen in der Energiewirtschaft besser meistern.  Wir bündeln damit unsere Kräfte, stärken unsere Position im wettbewerbsintensiven Energiemarkt und bringen der Energiewende sowie dem Glasfaserausbau einen starken Schub“, erklärt Carsten Hoffmann, Vorstand der GGEW AG.

Durch Fusion von GGEW und Energieried sollen auch neue Arbeitsplätze entstehen

Zwischen der Richtungsentscheidung in den beiden Aufsichtsräten bis zur Zustimmung in sämtlichen sieben Gesellschafterkommunen vergingen laut Pressemitteilung „in einem vertrauensvollen Prozess nur rund 6 Monate“.

"Es entsteht ein neuer Player, der stärker am Markt agieren kann"

 „Durch die Fusion entsteht ein innovativer und zukunftsfähiger Energiedienstleister, der seinen Kunden ein breites Spektrum an attraktiven Produkten und Dienstleistungen anbieten kann und die Versorgungssicherheit weiter gewährleistet und optimiert“, betont Frank Kaus, Geschäftsführer der Energieried.

Durch den Zusammenschluss entstehe ein neuer Player, der stärker am Markt agieren könne. „Davon profitieren am meisten die Kundinnen und Kunden“, erklären unisono die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden der Unternehmen, Christine Klein, Bürgermeisterin von Bensheim und Gottfried Störmer, Bürgermeister von Lampertheim.

Energieried wird als Marke der GGEW weitergeführt

Das zukünftige, gemeinsame Unternehmen ist dann die GGEW AG mit Hauptsitz in Bensheim. Juristisch gesehen handelt es sich dabei um eine sogenannte Anwachsung der Energieried auf die GGEW. Die Energieried bleibe aber als Produktmarke vorerst weiterhin bestehen und werde als „eine Marke der GGEW AG“ weitergeführt.

Die Arbeitsplatzsicherheit habe im Zuge der Fusion eine hohe Bedeutung, heißt es weiter. Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Im Gegenteil: Es sei sogar der Aufbau zusätzlicher Arbeitsplätze im Zuge des Wachstums in den Geschäftsfeldern der gemeinsamen Gesellschaft geplant.

Der Geschäftsbereich Wasser der Energieried wird von der Fusion ausgenommen und in die neu zu gründende Gesellschaft Wasserried GmbH & Co KG überführt, deren alleinige Gesellschafter die Stadt Lampertheim und die Stadt Bürstadt sein werden.

Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen

Durch die Bündelung der Kräfte werden laut den Unternehmen Synergieeffekte und Größenvorteile erzielt, die zu Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen führen. Dazu zählen beispielsweise Preisvorteile bei der Beschaffung von Material und Dienstleistungen und die Reduzierung von Lizenzkosten.

„Dadurch erhalten wir die Möglichkeit für Wachstum und können die Angebote für unsere Kundinnen und Kunden noch attraktiver gestalten“, betont Carsten Hoffmann.

Frank Kaus ist als Prokurist unter anderem für kommunale Wärmekonzepte zuständig

Frank Kaus, derzeit noch Geschäftsführer bei der Energieried, wird auch künftig eine wichtige Führungsrolle einnehmen. Die Geschäftsleitung der GGEW AG wird mit ihm um einen Prokuristen erweitert, der für Konzessions- und Kommunalmanagement sowie für kommunale Wärmekonzepte verantwortlich ist und die GGEW AG auch in Verbänden vertritt.

Gleichzeitig hat er die Funktion des Standortleiters in Lampertheim inne und übernimmt die Geschäftsführung der Wasserried. Der Vorstand der GGEW AG bleibt mit Alleinvorstand Carsten Hoffmann unverändert.

Solarpark Lampertheim soll ab Sommer 2024 gebaut werden

Die Integration der beiden Unternehmen wird in den kommenden Monaten weiter vorangebracht. Die Kunden der Energieried werden weiterhin aus Lampertheim persönlich betreut.

„Mit der Fusion wird auch ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg Richtung Klimaneutralität erreicht. Der Solarpark Lampertheim, der voraussichtlich im Sommer 2024 gebaut wird, kann hierfür als Leuchtturmprojekt gesehen werden“, betont Hoffmann. Mit dieser Freiflächenanlage können künftig rechnerisch rund 2.100 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgt werden. (hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper