Mit einem Investitionspaket im dreistelligen Millionenbereich will sich Regionalversorger EAM weiter für den Umbau der Strom- und Gasversorgung rüsten.
Der größte Teil der geplanten 126 Mio. Euro sei für den Ausbau und Unterhalt der Netze bereitgestellt worden, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Für das vergangene Jahr waren insgesamt noch 24 Mio. Euro weniger an Investitionen eingeplant.
Umstellung auf Erdkabel
Die EAM ist ein zu 100 Prozent kommunales Unternehmen. Anteilseigner sind zwölf Landkreise aus Hessen, Südniedersachsen, Ostwestfalen und Westthüringen, die Stadt Göttingen sowie zahlreiche Kommunen.
Mittlerweile hat der Regionalversorger nach eigenen Angaben 95 Prozent seines Niederspannungsnetzes und 82 Prozent des Mittelspannungsnetzes auf Erdkabel umgestellt. Damit seien sie deutlich weniger anfällig für Störungen als Freileitungen.
E-Mobilität und Erneuerbaren-Ausbau
Wirtschaftlich lief es für die EAM-Gruppe im vergangenen Jahr gut. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei knapp 1,1 Mrd. Euro. Den Jahresüberschuss beziffert das Mutterunternehmen bei 53 Mio. Euro (Vorjahr: 52 Mio. Euro).
Als neue Geschäftsfelder hat die EAM vor allem die E-Mobilität und den Erneuerbaren-Ausbau ausgemacht.
Ladelösungen für Zuhause
Aktuell betreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben 126 E-Ladesäulen im eigenen Netzgebiet, davon 14 Schnellladesäulen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten.
Zudem bietet die EAM inzwischen auch Ladelösungen für Zuhause an. Dazu gehört unter anderem der Autostrom, den der eigene Vertrieb seit Ende des vergangenen Jahres liefert.
Windprojekt im Reinhardswald
Seit 2011 projektieren die EAM auch Windkraftanlagen. In Betrieb genommene Windräder erzeugten inzwischen 177 MWh Strom pro Jahr, teilt der Versorger mit. Zudem plant die EAM, gemeinsam mit der Energiegenossenschaft Reinhardswald, den Städtischen Werken aus Kassel und den Stadtwerken Eschwege, insgesamt 18 Windenergieanlagen im Reinhardswald (Hessen) zu errichten. (ab)



