Plötzlich ohne Stromversorger: Immergrün und Meisterstrom haben einen Teil ihrer Kunden informiert, dass sie die Stromlieferungen zum 20. Oktober einstellen.

Plötzlich ohne Stromversorger: Immergrün und Meisterstrom haben einen Teil ihrer Kunden informiert, dass sie die Stromlieferungen zum 20. Oktober einstellen.

Bild: © Navee/Adobestock

Von Hans-Peter Hoeren

Auch der Energiekonzern EnBW bietet jetzt einen zeitvariablen Tarif an und zwar unter den Namen "Strom Sparzeit". Dieser ermöglicht es laut Pressemitteilung, täglich von zwei festen Zeitfenstern mit günstigeren Preisen zu profitieren. Montag bis Sonntag sind dies die Zeitfenster zwischen 0 und 6 Uhr sowie zwischen 10 und 16 Uhr. Zu den übrigen Zeitfenstern gelten die Verbrauchspreise, die im Tarif für die "NormalZeit“ hinterlegt sind. Eine vierköpfige Familie mit einem Jahresstromverbrauch von 7.500 Kilowattstunden (kWh) kann laut EnBW mit dem zeitvariablen Stromtarif bis zu 120 Euro im Jahr einsparen. Die tatsächliche Ersparnis hängt jedoch vom Verbrauchsverhalten ab.

"Der Tarif ist ideal für Kundinnen und Kunden, die von günstigeren Strompreisen zu bestimmten Tageszeiten profitieren möchten, ohne vollständig auf dynamische und täglich wechselnde Tarife umzusteigen", erklärt Volker Bloch, Leiter Sales, Marketing und Operations bei der EnBW.

EnBW übernimmt Kosten für Einbau des intelligenten Messsystems

Technische Voraussetzung für die Nutzung des zeitvariablen Stromtarifs ist das Vorhandensein eines intelligenten Messsystems (iMSys). Derzeit verfügen laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nur 2,8 Prozent der Haushalte in Deutschland über ein solches System. Um den Ausbau zu beschleunigen, ermöglicht EnBW nach eigenen Angaben seit Kurzem in Zusammenarbeit mit Partnern, unter anderem mit dem Verteilnetzbetreiber Netze BW, den Einbau eines iMSys auf Wunsch der Kund*innen und übernimmt die Kosten für den Einbau.

Über die "EnBW zuhause+ App" können Kunden ihren Verbrauch gezielt planen. Dort sind unter anderem die genauen Zeitfenster mit den günstigeren Preisen hinterlegt. Zusätzlich unterstützt das cloudbasierte Heim-Energie-Management-System des Energiekonzerns die Optimierung des Stromverbrauchs. Heimische Großverbraucher wie E-Autos können automatisch in die Spar-Zeiten verlagert werden, wodurch nicht nur Kosten gesenkt, sondern auch das Stromnetz entlastet werde, heißt es.

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