MVV Energie hält an ihrer Jahresprognose fest.

MVV Energie hält an ihrer Jahresprognose fest.

Bild: © MVV Energie AG

Die EnBW meldet ihre Zahlen für das erste Geschäftsquartal und hebt die risikoarmen Einnahmequellen hervor. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe das Unternehmen ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) von 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr 1,4 Milliarden Euro) erzielt. "Der Großteil unseres Ergebnisses stammt aus den risikoarmen Geschäftsbereichen Netze und Erneuerbare Energien", erklärt Thomas Kusterer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand. Bei Letzteren, etwa bei den Offshore-Windparks, seien die Erlöse größtenteils über langfristige Stromlieferverträge abgesichert (PPAs). "Unser aktuelles Großprojekt 'He Dreiht' schreitet gut voran: Bis heute wurden 45 von 64 Turbinen installiert", so Kusterer. Für den Großteil der Kapazität seien bereits PPAs abgeschlossen. Die Breite des Portfolios und die integrierte Aufstellung sorge für hohe Stabilität und Robustheit. Gerade in einer geopolitisch angespannten Zeit mit einem schwierigen Marktumfeld bleibe EnBW so verlässlich und ertragsstark.

MVV mit deutlichem Ergebnisrückgang

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG hat das erste Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Oktober bis 31. März 2026) mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen abgeschlossen. "Geopolitische Konflikte, volatile Energiemärkte und eine insgesamt eingetrübte konjunkturelle Lage bestimmen derzeit die Rahmenbedingungen für die Energiebranche", erklärte Gabriël Clemens, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG, bei der Vorstellung der Zahlen.

Das operative Ergebnis (Adjusted Ebit) lag mit 188 Millionen Euro erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahresniveau von 273 Millionen Euro. Negativ wirkten sich laut MVV insbesondere eine geringere Anlagenverfügbarkeit im Umweltgeschäft sowie Ergebnisrückgänge in der Erzeugung, im Privat- und Gewerbekundenbereich und im Geschäftsfeld Commodity Services aus. Ergebniszuwächse kamen hingegen "aus Windenergieanlagen sowie durch eine kühlere Witterung", hieß es weiter aus Mannheim.

Uniper ist mit den Erdgas-Preissprüngen auf den Weltmärkten infolge des Iran-Kriegs im ersten Quartal gut zurechtgekommen: "Uniper ist gegenüber extremen Marktbewegungen resilienter aufgestellt als in der Vergangenheit", sagte Vorstandschef Michael Lewis am Dienstag laut Mitteilung in Düsseldorf. "Wir beziehen derzeit kein LNG aus dem Nahen Osten." Das Gas- und LNG-Beschaffungsportfolio sei gegenüber geopolitischen Risiken und daraus resultierenden Marktschwankungen breit aufgestellt.

Uniper trotzt Energiepreis-Kapriolen – Jahresziele bestätigt

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) betrug im ersten Quartal 407 Millionen Euro nach einem Minus von 139 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch das bereinigte Nettoergebnis war wieder positiv und lag bei 231 Millionen Euro, nachdem Deutschlands größter Gasgroßhändler ein Jahr zuvor noch einen Verlust von 143 Millionen Euro verzeichnet hatte. Uniper bestätigte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr. Das schwedische Wasser- und Kernkraftgeschäft des Konzerns habe von einem höheren Preisniveau profitiert, so Uniper weiter. Dies habe an einer geringeren Windstromproduktion und trockenem Wetter in Skandinavien gelegen. Belastend wirkten eine ungeplante Abschaltung des schwedischen Kernkraftwerks Oskarshamn 3. Auch unerwartet geringe Wasserzuflüsse in der deutschen Wasserkraft beeinträchtigten den Angaben zufolge das Ergebnis. Im Gasgeschäft fielen hingegen Optimierungskosten aus den Vorjahren weg. In der Flexiblen-Erzeugung halfen höhere Ergebnisbeiträge aus dem britischen Kapazitätsmarkt. (mit dpa)

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