Das EU-Energielabel (EU-Energieverbrauchskennzeichnung) findet sich inzwischen auf vielen Produkten.

Das EU-Energielabel (EU-Energieverbrauchskennzeichnung) findet sich inzwischen auf vielen Produkten.

Bild: © Michael Staudinger/Pixelio

Mit der Initiative „Energiesprong Deutschland“ haben sich die Deutsche Energie-Agentur (Dena) und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) einiges vorgenommen. Gemeinsam wollen sie das Prinzip aus den Niederlanden für die energetische Sanierung von Gebäuden in Deutschland etablieren. Jetzt suchen die Initiatoren engagierte Generalunternehmer und Zulieferer aus der Energiebranche, die die Sanierungslösungen für den Markt hierzulande entwickeln.

In den kommenden Jahren sollen mehr als 10 000 Mehrfamilienhäuser in der Bundesrepublik auf Nullenergiestandart umgerüstet werden. Das hat sich Energiesprong Deutschland zum Ziel gesetzt. Damit das klappt, braucht es nun kluge Köpfe, die vorgefertigten Fassadenelementen, Solardächern, Heiz-, Lüftungs-, und Speichertechnik sowie Energie-Monitoringsystemen zur seriellen Markteinführung verhelfen. Doch damit nicht genug:

Schnell, bezahlbar und langlebig

Die Sanierungslösungen müssen fünf Grundkriterien erfüllen. Dank des Net-Zero-Standards soll das Gebäude nur so viel Energie verbrauchen, wie es erzeugt. Das ist umweltfreundlich und spart Geld für Strom, Wasser und Wärme. Durch Einsparung von Energiekosten sollen die vorausgehenden Renovierungsarbeiten bezahlbar bleiben. Statt einer Mieterhöhung gehen die Energiekosten, die bisher an einen Versorger abgeführt wurden, nun an den Vermieter. Zudem steigt der Immobilienwert durch die Sanierungsmaßnahmen.

Darüber hinaus will Energiesprong mit einer schnellen Umsetzung und langjährigen Qualitätsgarantie überzeugen. Lediglich zwei Wochen soll die Außensanierung dauern – digitale Planung und die Vorfertigung der Bauteile machen es möglich. Die beim Bau vereinbarten Leistungsmerkmale wie zum Beispiel Schallschutzziele oder der energetische Standard sollen über die gesetzliche Gewährleistung hinaus eingehalten werden. Die verantwortlichen Unternehmen und Dienstleister gehen hierfür eine Verpflichtung von zehn bis 30 Jahren ein.

Mittels dieser Anforderungen wollen die Dena und der GdW mittelfristig ein Marktvolumen für Sanierungslösungen von 120 Mrd. Euro erreichen. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Aktuell ist für lediglich 60 Wohneinheiten eine Prototypsanierung geplant. Für 57 weitere Objekte werden aktuell Lösungsanbieter gesucht. Wer sich der Herausforderung stellen will, kann sich aktuell auf der Energiesprong-Homepage registrieren. Am 20. September lädt die Dena dann zu einem „Challenge Day“ nach Berlin ein. Dort präsentieren Wohnungsunternehmen die Projekte, die sie mit Bauunternehmen umsetzen möchten. Zudem werden die technischen Anforderungen an die Gebäudehülle und die Energiesparmodule im Detail vorgestellt.

Weitere Informationen zum Registrierungsverfahren und zum Energiesprong-Prinzip sind unter folgendem externem Link verfügbar: https://www.energiesprong.de/de/innovation-starten/ (ls)

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