Brandenburg, Grießen: Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde.

Brandenburg, Grießen: Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde.

Bild: © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Das hohe Preisniveau im Spothandel hält an. Nach dem Day-Ahead-Kontrakt, der für den 5. November 164,79 Euro/MWh kostete, erreicht der Baseload des Day-Ahead-Kontrakts für den 6. November gar 231,09 Euro/MWh.

Grund dafür waren vor allem die teuersten Stunden zwischen 15 und 20 Uhr. In der Spitze erreichte der Stundenpreis 820,11 Euro/MWh.

Oktober noch teuerster Monat

Erst vor wenigen Tagen wurde klar, dass der Oktober den Juni als den bisher teuersten Monat des Jahres an der Epex Spot abgelöst hat. Der durchschnittliche Preis in der Day-Ahead-Auktion erreichte rund 86 Euro/MWh. Im Vormonat war es noch der Durchschnittpreis in Höhe von 78 Euro/MWh. Zwar hatten die Preise bereits im Juni an der 86-Euro-Marke gekratzt. Das war allerdings unter anderem auf einen technischen Fehler an der Strombörse Epex Spot zurückzuführen.

Der November beginnt mit 125,87 für den 4. November, 164,79 für den 5. November und nun 231,09 Euro/MWh für den 6. November, nun auf einem noch höheren Preisniveau als im Vormonat. Einen zentralen Grund dafür sehen die Marktteilnehmer in einer schwachen Wind- und Solareinspeisung.

Die Erneuerbaren schwächeln

In der Spitze erreichte die PV-Erzeugung seit Monatsbeginn 25,94 GWh und Offshore- und Onshorewindeinspeisung etwa 21 GWh. Aktuell bewegt sich die Solareinspeisung unter 15 GWh und Wind unter 3 GWh – das bringt die konventionelle Energieerzeugung in den Markt, und dabei nicht nur die heimischen Kraftwerke. Insgesamt deckten die konventionellen Energieerzeugungsanlagen am 4. November rund 70 Prozent des Strombedarfs ab, am 5. November waren es etwa 67 Prozent.

Mit den fallenden Temperaturen und mit einer weiterhin rückläufigen Solareinspeisung rechnen die Marktexperten mit einem weiteren Preisanstieg im Kurzfristhandel. Der Trend spiegelt sich zunehmend auch am langen Ende wider. Seit Monatsbeginn hat der Frontjahr-Kontrakt Cal25 um gut drei Euro auf 87,30 Euro/MWh zugelegt. (am)

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