Die RWE will bis 2022 sechs Windparks im rheinischen Revier betreiben.

Die RWE will bis 2022 sechs Windparks im rheinischen Revier betreiben.

Bild: © RWE

Der Oldenburger Energie- und Telekommunikationskonzern EWE hat erstmals erfolgreich eine grüne Anleihe platziert. Diese hat ein Volumen von 500 Millionen Euro platziert. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre und der Zinscoupon 0,25 Prozent. 
Der Erlös der Anlage dient laut Pressemitteilung der "weiteren Ausgestaltung des EWE-Weges in die Klimaneutralität bis 2035". 

EWE wird die Mittel laut eigenen Angaben in den Bereichen Stromverteilnetze, Glasfasernetze, erneuerbare Energieerzeugung, Wasserstoffinfrastruktur, Stromspeicherung und Ladeinfrastruktur verwenden. Das Unternehmen kündigte an, jährlich über den konkreten Mitteleinsatz und die damit verbundene Umweltwirkung zu berichten.

 

EWE-Finanzvorstand: "Niedriger Zinssatz zeigt Vertrauen in unseren Weg"

„Die Investoren bestätigen mit ihrem großen Interesse unsere nachhaltige Unternehmensausrichtung. Dieser sehr niedrige Zinssatz zeigt das Vertrauen in unseren Weg“, erklärte Finanzvorstand Wolfgang Mücher.  EWE nutzt für die Unternehmensfinanzierung verschiedene weitere Instrumente wie Anleihen, Schuldscheindarlehen und bilaterale Darlehen. Beteiligte Banken dieser aktuellen Grünen-Anleihe-Emission waren die ING, BNP Paribas, DZ Bank, LBBW und die Helaba. 

RWE-Emission dreifach überzeichnet

Auch der Energiekonzern RWE hat erfolgreich seine erste grüne Unternehmensanleihe über 500 Mio. Euro begeben. Diese hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Bei einem jährlichen Kupon von 0,625 Prozent und einem Ausgabepreis von 99,711 Prozent beträgt die Rendite bis zur Fälligkeit  0,655 Prozent pro Jahr, heißt es in der Pressemitteilung. Die Emission sei auf reges Interesse am Markt gestoßen und war mehr als dreifach überzeichnet.

„Mit den Erlösen werden wir ausschließlich Windkraft- und Solarprojekte finanzieren und unsere Position im Bereich erneuerbare Energien weiter stärken“, erklärte RWE-Finanzvorstand Michael Müller.

RWE will Nettokapazität bis Ende 2022 auf 13 GW ausbauen

Bis voraussichtlich Ende des Jahres sollen die Erlöse aus der grünen Anleihe konkreten Erneuerbaren-Energien-Projekten von RWE zugeordnet werden. Aktuell hat das Unternehmen Projekte mit einer installierten Gesamtkapazität von 3,7 Gigawatt in Bau, die zum Ziel von RWE beitragen, ihr Portfolio an Windkraft- und Solaranlagen bis Ende 2022 auf mehr als 13 Gigawatt Nettokapazität auszubauen. 

Die erste grüne Anleihe von RWE erweitere das Portfolio des Unternehmens an nachhaltigen Finanzierungsinstrumenten, heißt es weiter. Dazu zählten die Verknüpfung der längerfristigen Tranche der syndizierten Kreditlinie mit ESG-Kriterien (ESG steht für Environment, Social, Governance, das heißt Umwelt, Soziales, nachhaltige Unternehmensführung), die bestehende Projektfinanzierung für den Offshore-Windpark Triton Knoll und Tax-Equity-Finanzierungen für Windparks in den USA.

Als Emissionsbanken der Anleihe fungieren BBVA, Citi, Deutsche Bank und Société Générale sowie Intesa Sanpaolo, LBBW und SMBC. (hoe)

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