Am Samstag, den 29. Februar, ist bei einer Person aus dem Landkreis Freising das Coronavirus bestätigt worden. Es handelt sich dabei um einen Mitarbeiter der Freisinger Stadtwerke, teilte der Kommunalversorger mit. Zwei weitere Verdachtsfälle im direkten Umfeld des Mitarbeiters wurden getestet und haben sich inzwischen bestätigt. Untersuchungen der Personen, die in direktem Kontakt zu den betroffenen Mitarbeitern gestanden haben, dauern noch an.
Das verbleibende Personal der Stadtwerke wurde nach Unternehmensangaben darüber hinaus rein vorsorglich auf wenige notwendige Stellen reduziert. "Die Maßnahmen sind bis weitere Erkenntnisse vorliegen notwendig, um den mittelfristigen Betrieb sicherzustellen", erklärte dazu Geschäftsführer Dominik Schwegler. Er betonte auch, dass man den Vorfall außerordentlich ernst nehme und vorsorglich Maßnahmen ergreife.
Kundenverkehr bis Freitag eingestellt
Dazu haben die Stadtwerke den Kundenverkehr bis einschließlich 6. März eingestellt, die Kundeninformation ist geschlossen, planmäßige Arbeiten beim Kunden durch Techniker und Monteure sind ausgesetzt. Telefonisch sei man aktuell ebenfalls nur eingeschränkt erreichbar. Störungsfälle würden aber selbstverständlich wie gewohnt behoben, der Störungs- und Breitschaftsdienst sei gewährleistet, heißt es auf der Internetseite des Versorgers.
Insgesamt sieben Infizierte in Freising
Aktuell sind laut Medienberichten 14 Personen in Freising infiziert, davon sechs Erwachsene und ein Kind. Bei allen verlaufe die Infektion bislang leicht, heißt es im "Münchner Merkur". Sie befinden sich derzeit im Klinikum Freising. Dort wurde ein eigener Flügel als Isolierstation eingerichtet.. Der Verdacht auf den CSU-Bürgermeisterkandidat Michael Hillebrand hat sich indes nicht bestätigt. (sg)



