Der Trinkwasser- und Energieversorger Gelsenwasser hat das Geschäftsjahr 2019 erfolgreich abgeschlossen. Der Konzern steigerte die Umsatzerlöse auf 1,938 Mrd. Euro (2018: 1,763 Mrd.). Der Konzernüberschuss kletterte auf 118,4 Mio. Euro (2018: 109,0 Mio.). Die Ergebnisanteile der Gelsenwasser-Aktionäre liegen bei 118,3 Mio. € (Vorjahr: 108,9 Mio.) Die Stadtwerke Bochum und die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) halten über die Beteiligungsgesellschaft Wasser und Gas Westfalen GmbH insgesamt 92,9 Prozent der Gelsenwasser-Aktien.
"Wir haben im operativen Geschäft die Planungsziele erreicht – operative Effekte und Sondereffekte haben dazu geführt, dass das Jahr 2019 nochmals besser abschließt als das Vorjahr", fasst Vorstandsvorsitzender Henning R. Deters den Jahresabschluss zusammen. Er sprach von einem robusten Ergebnis.
Abhängigkeit von der Wasserversorgung verringert
Dieses belege erneut, dass die Konzernunternehmen in ihren Märkten erfolgreich agierten und durch die Ausweitung auf neue Geschäftsfelder die Abhängigkeit von der Sparte Wasserversorgung verringern. Der Wasserabsatz ging zwar über alle Kundengruppen leicht um 2,5 Mio. Kubikmeter zurück – das entspricht einem Minus von einem Prozent. Allerdings stellte das Vergleichsjahr 2018 wegen des sehr trockenen und heißen Sommers eine Besonderheit dar.
Positiv entwickelt haben sich die Energieverkäufe. Der Gasabsatz stieg um 29,9 Prozent auf 75,4 TWh, beim Stromabsatz meldet Gelsenwasser einen Anstieg um 38,9 Prozent auf 2,5 TWh. Die im Jahr 2017 aufgenommene Beschaffungskooperation mit einer Verbundgesellschaft (Ernergiehandelsgesellschaft West) aus in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ansässigen Stadtwerken wertet das Unternehmen als erfolgreichen Schritt.
Kundenzuwächs bei eigenen Vertriebsmarken
Auch im eigenen Vertrieb sieht sich der Konzern auf dem richtigen Weg: Die Einführung der Marke Erenja sei positiv verlaufen. Insgesamt konnten die Vertriebsmarken Kundenzuwächse verzeichnen: Die Zahl der Gas-Tarifkunden stieg im Konzern auf 82.485, die Zahl der Strom-Tarifkunden auf 48.686.
Langfristige Partnerschaften erneuert
Zufrieden ist Gelsenwasser laut eigenen Angaben auch bei den auf eine langfristige Partnerschaft ausgelegten Konzessionsverträgen mit Kommunen. Die Muttergesellschaft Gelsenwasser AG konnte den Vertrag zur Wasserversorgung in der Stadt Drensteinfurt um 40 Jahre verlängern. Die Gemeinde Husum in Niedersachsen vergab erstmals die Konzession zur Erdgasversorgung an die Gelsenwasser Energienetze GmbH. Mit der Stadt Unna verständigte man sich auf die Ausweitung der langjährigen Geschäftsbeziehungen und beschloss die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft. (hoe)



