Fast lückenlos: ist die schnelle Glasfaser-Autobahn in Oberhaching.

Fast lückenlos: ist die schnelle Glasfaser-Autobahn in Oberhaching.

Bild: © enfvx/AdobeStock

Die Deutsche Telekom arbeitet künftig mit dem IFM Global Infrastructure Fund, der durch IFM Investors beraten wird (zusammen „IFM“). IFM Global Infrastructure Fund beteiligt sich mit 50 Prozent an der gemeinsamen Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus GmbH. Das daraus entstehende Joint Venture soll bis 2028 vier Mio. zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse (Fiber to the Home) im ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen. Dieser Ausbau ist zusätzlich geplant zu dem bereits kommunizierten Ziel, bis 2024 insgesamt zehn Haushalte anzubinden, teilt das Telekommunikationsunternehmen mit.

"Bis 2030 planen wir, inklusive der Investition in GlasfaserPlus mehr als 30 Milliarden Euro in Glasfaser zu investieren", sagt Srini Gopalan, Vorstand der Deutsche Telekom für das Deutschland-Geschäft. Das Joint Venture wird vorbehaltlich der ausstehenden Genehmigung ab 2022 Glasfasernetze ausbauen und sich dabei auch an staatlichen Förderausschreibungen beteiligen.

100.000 FTTH-Anschlüsse im kommenden Jahr

Das entstehende Netz wird der Telekom wie auch ihren Wettbewerbern diskriminierungsfrei und zu wirtschaftlichen Bedingungen (Open Access) geöffnet werden. Die GlasfaserPlus wird der Deutschen Telekom und Drittanbietern aktive Bitstream-Access(BSA)-Dienstleistungen anbieten, jedoch nicht mit einem eigenem Produktportfolio auf Endkunden zugehen. Der Unternehmenssitz wird nach jetziger Planung im Großraum Köln sein. Im kommenden Jahr will GlasfaserPlus über 100.000 FTTH-Anschlüsse bauen, um 2023 das Volumen auf knapp 500.000 Anschlüsse zu erhöhen. 

Das sind Partner und Struktur

IFM wurde vor mehr als 25 Jahren gegründet und wird von einer Gruppe australischer Pensionsfonds kontrolliert. IFM Investors als Plattform verwaltet Pensionsgelder von global mehr als 30 Mio. Anspruchsberechtigten sowie weitere institutionelle Mittel in Höhe von mehr als 108 Mrd. Euro.

Durch die geplante 50/50-Struktur üben beide Partner gemeinsam die Kontrolle über das Joint Venture aus. IFM zahlt für den 50-Prozent-Anteil an GlasfaserPlus einen Kaufpreis von 0,9 Milliarden Euro. Die Hälfte davon wird mit dem Einstieg fällig, die übrigen 50 Prozent werden abhängig vom Ausbaufortschritt des Joint Ventures gezahlt. Die Gesamtbewertung des Joint Ventures aus Sicht des Investors beläuft sich damit auf 1,8 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Teil des über die Ausbauperiode geplanten Investitionsvolumens soll durch eine Bankenfinanzierung fremdfinanziert werden. Die Deutsche Telekom wird durch die anfängliche Kaufpreiszahlung des Co-Investors einen wesentlichen Teil ihrer Eigenkapitalverpflichtungen aus dem Joint Venture (JV) finanzieren können. (gun)

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