Die Gaskosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden sind laut einer Erhebung von Verivox auf Jahressicht um 28,2 Prozent gestiegen.

Die Gaskosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden sind laut einer Erhebung von Verivox auf Jahressicht um 28,2 Prozent gestiegen.

Bild: © Ilya Rumyantsev/Adobestock

Wer seinen Gasanschluss in Nordrhein-Westfalen stilllegen lässt, zahlt dafür entweder gar nichts oder im Schnitt knapp 1000 Euro. Dies hat eine Umfrage der Verbraucherzentrale NRW unter allen 115 Gasverteilnetzbetreibern ergeben. 37 hatten geantwortet. Warum die anderen 78 nicht reagierten, wurde nicht bekannt.

"Eine Stilllegung ist bei zwei Dritteln der Netzbetreiber, die geantwortet haben, kostenfrei. Aber bei einem Drittel kostet sie durchschnittlich 930 Euro", teilte die Verbraucherzentrale mit.

Anlass für eine Stilllegung ist der Umstieg von immer mehr Haushalten auf Heiztechnologien wie Wärmepumpen oder Fernwärme. Falls sie bisher mit Gas geheizt hatten, wird der Anschluss nicht mehr benötigt. 

Unterschieden wird zwischen Stilllegung und Rückbau. Bei einer Stilllegung wird der Netzanschluss im Gebäude unterbrochen und der Gaszähler wird ausgebaut. Es ist möglich, die Leitung später wieder in Betrieb zu nehmen.

 

Netzbetreiber verlangt 3000 Euro für Rückbau

Bei einem Rückbau werden die Gasleitung und alle Anlagenteile komplett entfernt. Ein Rückbau ist teurer als eine Stilllegung: Im Schnitt hätten die Netzbetreiber dafür rund 1750 Euro verlangt. "Ein Netzbetreiber veranschlagt für den Rückbau sogar Kosten in Höhe von 3000 bis 6000 Euro", so die Verbraucherzentrale.

Vorstand Wolfgang Schuldzinski forderte in diesem Zusammenhang eine gesetzliche Regelung, die den Umgang mit nicht mehr genutzten Gasanschlüssen vereinheitliche und die nötige Rechtssicherheit für Verbraucher schaffe. (dpa/hoe)

 

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