Grundlage für die Auszeichnung bietet eine Befragung von rund 1700 Stadtwerken und Energieversorgern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die das Marktforschungsunternehmen EuPD Research durchführte. Abgefragt und bewertet wurden hierbei die Produkte und Services von Energieversorgern in den Bereichen Energieeffizienz, E-Mobilität, erneuerbare Wärme, erneuerbarer Strom sowie ihrem übergreifenden Engagement im Bereich der Energiewende.
Gleichzeitig wurden rund 1000 Haushaltskunden befragt, welche Angebote sie von Energieversorgern in diesen Bereichen erwarten und nachfragen. So war oder ist das Fehlen von Angeboten, Dienstleistungen und Informationen von Versorgern rund um die Energiewende für 29 Prozent der Verbraucher ein Grund für den Wechsel des Anbieters.
70 Prozent der Kunden erwarten Angebote im Bereich grüner Strom
Für 71 Prozent der Kunden stehen die Stadtwerke und Energieversorger jedoch auch künftig für Kompetenz in Energiefragen, so Studienautor Martin Ammon. 73 Prozent der Kunden erwarten vom Energieversorger Angebote und Dienstleistungen im Kontext der Energiewende im Bereich Strom, 69 Prozent im Bereich Wärme, 56 Prozent im Bereich Energieeffizienz und 45 Prozent im Bereich Mobilität. Nur 20 Prozent der Kunden wurden jedoch aktiv von den Energieversorgern auf diese Themen angesprochen.
Im Durchschnitt hinkt das Angebot der Energieversorger derzeit noch der geäußerten Kundennachfrage hinterher, wie die Studie ergab. So haben 21 Prozent der Versorger in Deutschland, 28 Prozent in Österreich und 15 Prozent in der Schweiz Photovoltaik im Angebot. Davon haben zwei von drei in Deutschland auch Stromspeicher. 44 Prozent bieten Energieberatung an, 38 Prozent in Österreich und 27 Prozent in der Schweiz. 18 Prozent der deutschen EVUs bieten Ladestationen an, 16 Prozent in Österreich und 12 Prozent in der Schweiz.
Die prämierten Vorreiter
Als Vorreiter wurden in den Kategorien Energieeffizienz Innogy sowie die Innsbrucker Kommunalbetriebe ausgezeichnet. Führend in der Kategorie Mobilität sind Eon, NEW, Kelag (Klagenfurt), die Linz AG sowie die VKW (Bregenz). Beim Strom haben die Städtischen Werke Kassel, die Stadtwerke Heidelberg, die Stadtwerke Karlsruhe sowie die AEW (Aarau) die Nase vorne. Badenova, Eon, die Stadtwerke Stuttgart sowie die Stadtwerke Wörgl sind führend bei der Wärme. Als Sieger für ihr übergreifendes Engagement im Bereich der Energiewende wurden Entega sowie die Eniwa (Buchs) ausgezeichnet. (hcn)



