Blick auf die Hauptverwaltung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Frankfurt am Main.

Blick auf die Hauptverwaltung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Frankfurt am Main.

Bild: © Rüdiger Nehmzow/KfW-Bildarchiv

Den Umbau der deutschen Wirtschaft hin zu mehr Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz – das sind die drei zentralen Ziele eines neuen Förderprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die „Klimaschutzoffensive für den Mittelstand“ wendet sich dabei sowohl an mittelständische private und kommunale Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. Euro. Konkret umfasst das neue Programm zinsgünstige Kredite in Verbindung mit Zuschüssen für Investitionen in die Herstellung und Nutzung klimafreundlicher Anlagen und Produkte mit hoher klimaschützender Wirkung.

Hierzu zählen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgas-Emissionen in den Bereichen Industrie, Verkehr, Strom- und Wärmeerzeugung, Abfall- und Abwassermanagement oder Green-IT. Die KfW wird zunächst über einen Zeitraum von drei Jahren bis zu 100 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.

EU-Taxonomie als entscheidender Maßstab

Entscheidendes Förderkriterium in der "Klimaschutzoffensive für den Mittelstand" ist, dass sich die zu finanzierenden Maßnahmen an die EU-weite Definition für ökonomisch nachhaltiges Wirtschaften (EU-Taxonomie) anlehnen. Die Ende 2022 in Kraft tretende EU-Taxonomie definiert die künftigen Standards für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten. Ihre Einhaltung wird in den kommenden Jahren zu einem entscheidenden Faktor für den Zugang zu Kapital und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.

"Mittelstand kann Vorreiterrolle ausbauen"

"Der Begriff ‚EU-Taxonomie‘ klingt akademisch und abstrakt, aber seine Botschaft ist klar: Unternehmerisches Handeln und Klimaschutz gehen künftig nur zusammen. Darin liegt auch eine große Chance für den Mittelstand: Durch frühzeitiges Agieren kann er seine Vorreiterrolle ausbauen und zum Erreichen der Klimaziele beitragen", erklärte Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW. Eine Übersicht über die förderfähigen Maßnahmen steht unter www.kfw.de/klimaschutzoffensive zur Verfügung. (hoe)

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