Susanne Fabry, Vorständin Netze bei der Rheinenergie, geht davon aus, dass ihr Unternehmen in Zukunft deutlich weniger Mitarbeitende beschäftigen wird. Das erklärte sie auf einer Veranstaltung am Rande der E-World. Bis 2030 würden durch künstliche Intelligenz (KI) 15 bis 20 Prozent weniger Mitarbeitende bei der Rheinenergie arbeiten.
Derzeit hat die Rheinenergie rund 3000 Mitarbeitende. Aufgrund der Altersstruktur, dürfte die Vorständin aber nicht von Entlassungen sprechen, sondern viel mehr von einem Verzicht auf Nachbesetzung.
Der Hebel KI wird in allen Branchen gesehen. Das Statement von Susanne Fabry überrascht aber durch seine Konkretheit.
Forscherinnen und Forscher vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) bei der Bundesagentur für Arbeit hatten zuletzt von 800.000 Jobs berichtet, die durch KI in den nächsten 15 Jahren wegfallen könnten. Genauso viele sollen allerdings dazukommen.
In der Energiebranche hoffen viele besonders im Kundenservice auf Einsparpotenziale.
Die Standardisierung und Automatisierung von Prozessen sieht auch ein bekannter Branchenexperte so – namentlich genannte werden, möchte er jedoch nicht. "Es geht nicht, dass bei einem Kundenwechsel immer noch mal ein Mensch drauf schaut", so der Experte am Rande der E-World. "Solche Vorgänge kann man automatisieren und mit KI noch auf Plausibilität prüfen lassen." Ein Mensch sollte erst bei Problemen dazukommen. Er mahnt: "Jeder Mitarbeiter muss jetzt den Umgang mit KI lernen, sonst wird das Unternehmen abgehängt."



