Abteilungsleiter Erneuerbare Energien der SWK Energie GmbH Sebastian Rubin (l.), Gründer der Frontiers AG Werner Engelhardt, Vorstandssprecher der SWK AG Carsten Liedtke und Vorstand der Frontiers AG Andreas Böhm bei Vertragsunterzeichnung.

Abteilungsleiter Erneuerbare Energien der SWK Energie GmbH Sebastian Rubin (l.), Gründer der Frontiers AG Werner Engelhardt, Vorstandssprecher der SWK AG Carsten Liedtke und Vorstand der Frontiers AG Andreas Böhm bei Vertragsunterzeichnung.

Bild: © SWK

Von Artjom Maksimenko

Die Stadtwerke Krefeld sind über ihre Tochter SWK Energie mit 24,9 Prozent bei dem Wind- und PV-Projektentwickler Fronteris eingestiegen. Die umfassende Kooperation bilde einen Grundstein für eine mittelfristige Entwicklung im Erneuerbarenbereich sowie bei den Großspeichern. Über den Preis für den Anteil von 24,9 Prozent haben die Partner Stillschweigen vereinbart. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte am 12. Februar 2025, die Erfüllung aller Vollzugsbedingungen am 25. März.

Fronteris bietet als Projektentwickler von Erneuerbarenanlagen alles aus einer Hand, von der Flächenakquise über die Entwicklung und den Bau bis hin zu Vermarktung und Betriebsführung der Anlagen. Die Projektpipeline des Unternehmens beinhaltet über 1000 Megawatt.

Erneuerbare und Großbatterien

Künftig wollen beide Partner neben der Realisierung von Erneuerbarenprojekten das neu entstehende Geschäft mit Großbatterien entwickeln, hieß es aus Krefeld. Fronteris beschäftigt aktuell 67 Mitarbeitende. "Wegen des entsprechend stark gewachsenen Finanzierungsbedarfs ist es daher gut, mit der SWK einen starken und zuverlässigen Partner an unserer Seite zu wissen", so Fronteris-Gründer Werner Engelhardt. Fronteris profitiere durch die Beteiligung der SWK wiederum von einem Partner, der Know-how im Bereich der wirtschaftlichen Optimierung von Erzeugungsanlagen und zudem auch einen Marktzugang zur Strombörse mitbringt.

"Mit der Unterstützung von Fronteris wird es uns künftig möglich sein, ein eigenes dezentrales Erzeugungsportfolio aufzubauen und weiterzuentwickeln", erklärte SWK-Vorstandsprecher Carsten Liedtke. Von den über 1000 Megawatt Leistung in der Fronteris-Projektpipeline bildet Windenergie mit 700 Megawatt den größten Anteil, gefolgt von Photovoltaik (370 MW). Zudem verfügt Fronteris über ein Portfolio aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von circa 280 Megawatt in der kaufmännischen und technischen Betriebsführung. Auch aus der reinen Finanzperspektive sehen die SWK klare Vorteile. Durch ihre Beteiligungsstrategie rechnen sie mit einer Partizipation an den Margen des Projektierergeschäftes.

Mit der Kooperation wollen die SWK ihre Positionierung im Erzeugungsbereich von Ökostrom stärken und zunächst in der Heimatregion aktiv werden, "jedoch sollen Projekte in ganz Deutschland realisiert werden", fügte Liedtke hinzu. Mittelfristig wollen beide Unternehmen neue Märkte im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere im Bereich der Speicherbewirtschaftung erschließen. "Wir wollen mit der neuen Partnerschaft resilienter gegenüber solchen Marktunsicherheiten werden und die Schwankungen besser ausgleichen können", sagt Liedtke. Mit dem Speicherbereich rechnen die SWK mit einer besseren Positionierung im Markt für Flexibilitäten und können auf diese Weise das Angebot von Optimierungsdienstleistungen erweitern.

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