Die Mainova-Zentrale in Frankfurt am Main.

Die Mainova-Zentrale in Frankfurt am Main.

Bild: © Mainova

Deutschlands große Vergleichsportale für Strom und Gas gewinnen für Deutschlands große Kommunalversorger als Vertriebsplattform wieder zunehmend an Reiz. So sind inzwischen auch wieder Angebote des Frankfurter Energiekonzerns Mainova und des Hannoveraner Stadtwerks Enercity zu finden.

Mit einem Arbeitspreis von 11,76 Cent pro kWh für die Stadt Köln bot Mainova am Montagnachmittag knapp unterhalb des staatlichen Preisbremsenniveaus an und landete damit im Check-24-Ranking auf Platz elf. Grundlage der Recherche war ein Jahresverbrauch von 18.000 kWh.

Mainova und Enercity bieten unter Strompreisbremse

Mit 14,67 Cent pro kWh sortierte sich Enercity weiter hinten auf Rang 35 ein. Insgesamt waren 37 Gasangebote gelistet. Vergleichbare Ergebnisse brachten Recherchen in den Großstädten Berlin, Hamburg und München.

Auch im Strombereich warben Mainova (35,72 Cent pro kWh jeweils für Köln, Jahresverbrauch 1500 kWh) und Enercity (37,65 Cent pro kWh) um Neukunden und belegten damit die Plätze 27 und 50. Ganz vorne landete die Eon-Tochter E wie einfach, die bei einem Arbeitspreis von 53,51 Cent pro kWh einen Grundpreis von null Euro verlangte sowie einen Sofortbonus von 44 Euro versprach.

Müller: Zu wenig Wettbewerb

Im Stromsektor war fast die Hälfte der Check-24-Angebote für Köln Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Hintergrund zuzuordnen. Darunter befanden sich beispielsweise Vertriebsmarken der Darmstädter Entega, der Pfalzwerke und von Eins Energie in Sachsen. Bei Gas war es sogar etwas mehr als die Hälfte.

Noch Ende Januar hatte Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller zu wenig Wettbewerb bei den Strom- und Gaspreisen beklagt und indirekt auch kommunale Versorger in die Pflicht genommen. "Es gibt Stadtwerke, die sich nur noch auf ihr Versorgungsgebiet konzentrieren, die haben sich aus der bundesweiten Versorgung zurückgezogen", bemängelte er.

Mehr überregionale Anbieter gesucht

"Es ist wichtig, darüber zu diskutieren, was können wir dazu tun, dass mehr Marktakteure, mehr Energieversorger auch jenseits ihres ureigenen Sprengels bundesweit Angebote machen und ich als Verbraucherin und Verbraucher hier eine Wahlmöglichkeit habe." (aba)

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