Der neue Vorstandsvorsitzende von MVV Energie, Gabriël Clemens

Der neue Vorstandsvorsitzende von MVV Energie, Gabriël Clemens

Bild: © MVV Energie

Von Hans-Peter Hoeren

Der Mannheimer Energieversorger befindet sich weiter auf Wachstumskurs im Bereich Wärme- und Stromwende sowie bei den grünen Kundenlösungen. Das börsennotierte, mehrheitlich kommunale Unternehmen investierte laut Pressemitteilung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2025 – dieses erstreckt sich vom 1. Oktober 2024 bis zum 31. März 2025 – 202 Millionen Euro – das ist der höchste Wert seit zehn Jahren und ein Zuwachs von über 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Fokus der Investitionen lag dabei auf dem Ausbau erneuerbarer Energien, der Ertüchtigung der Netzinfrastrukturen für die Energiewende und der Erweiterung seines klimafreundlichen Produkt- und Dienstleistungsportfolios.

Auch operativ weist der Versorger für diesen Zeitraum solide Zahlen aus; auch wenn die zentrale Steuerungsgröße, das Adjusted Ebit, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 273 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 299 Mio.) etwas zurückging. "Unter dem Strich haben wir im mehrjährigen Vergleich ein gutes Ergebnis erwirtschaftet und mit unserem breiten Geschäftsmodell erneut unsere Resilienz unter Beweis gestellt", fasste der neue Vorstandsvorsitzende von MVV Energie, Gabriël Clemens, die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr zusammen.  

Der Rückgang hängt vor allem damit zusammen, dass sehr positive Sondereffekte aus dem Vorjahr nicht mehr zum Tragen kamen, vor allem das Windaufkommen blieb deutlich unter dem sehr hohen Vorjahresniveau. Zudem konnten im Bereich Commodity Services Ergebnisbeiträge aus Mehrerlösen, die mit dem Preisniveau im Großhandel zusammenhingen, nicht mehr wiederholt werden. Die rückläufigen Großhandelspreise führten auch zu einem deutlichen Sinken der bereinigten Umsatzerlöse auf 3,5 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 4,4 Milliarden).

Positiv auf das Ergebnis wirkten sich hingegen unter anderem die insgesamt kühlere Witterung, bessere Verfügbarkeiten der Erzeugungsanlagen sowie höhere Erträge bei den Netzgesellschaften aus.

Das Unternehmen rechnet weiterhin für das gesamte Geschäftsjahr 2025 mit einem Adjusted Ebit zwischen 350 und 400 Millionen Euro und hat die Prognose entsprechend bestätigt.

Für die Beschleunigung der Wärmewende in Mannheim und der Region hat MVV im März 2025 die zweite Flusswärmepumpe europaweit ausgeschrieben und damit die dritte Ausbaustufe für 100 Prozent grüne Fernwärme bis 2030 vorangetrieben. Die neue Anlage, die in der Nähe der ersten MVV-Flusswärmepumpe auf dem Gelände des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) errichtet wird, soll über eine thermische Leistung von etwa 150 Megawatt (MWth) verfügen. Sie wird somit eine der größten Europas sein und rund 40.000 weitere Haushalte in der Metropolregion Rhein-Neckar mit klimafreundlicher Wärme versorgen.

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