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Kurz und knackig: Die ZfK hat einen Ticker für Unternehmensnachrichten eingerichtet, um Sie immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Haben Sie Informationen oder Anmerkungen, die Sie teilen möchten? Dann wenden Sie sich gern an unsere Autor:innen Pauline Faust, Artjom Maksimenko oder Hans-Peter Hoeren.


16. Januar 2026

Tennet-Teilverstaatlichung: Haushaltsausschuss macht Weg frei

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Mittel zum Kauf signifikanter Anteile am größten deutschen Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany freigegeben. Das wurde der ZfK von mehreren Mitgliedern des Haushaltsausschusses bestätigt.

Konkret will der Bund 25,1 Prozent der Anteile erwerben. Dafür veranschlagt sind in den kommenden Jahren rund 7,6 Milliarden Euro. Tennet ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. An 50Hertz und Transnet BW ist der Bund bereits beteiligt.


18.12.2025

Stadtwerke Böblingen übernehmen nun Betrieb des Stromnetzes

Stadtwerke Böblingen (v.l.n.r.): Geschäftsführerinnen Sabine Kaebert und Christine Tomschi mit dem Böblinger Oberbürgermeister Stefan Belz.Bild: © SWBB

Die Stadtwerke Böblingen betreiben künftig die Stromnetze in Böblingen und Dagersheim, dies teilte das kommunale Unternehmen mit. Mit Gründung des Unternehmens im Jahr 2013 sind die Stadtwerke Böblingen Eigentümer der dortigen Gas- und Stromnetze geworden. Damals war vorgesehen, das neue Unternehmen perspektivisch zu einem Vollstadtwerk zu entwickeln.

"Durch die Netzübernahmen können wir in Böblingen die Infrastruktur gezielt modernisieren und gleichzeitig die Energieversorgung der Stadt nachhaltig gestalten und auf zukünftige Belange ausrichten", sagt Sabine Kaebert, Technische Geschäftsführerin der Stadtwerke. Die eigenständige Übernahme der Netze sei wirtschaftlich sinnvoll und regulatorisch vorteilhaft: "Wir stärken unser Kerngeschäft und nutzen wertvolle Synergien und Wechselwirkungen zu unseren Gas-, Fernwärme- und Wassernetzen. Zudem erwarten wir positive Effekte für die Bürgerinnen und Bürger – etwa durch die aktuell sinkenden Netznutzungsentgelte."

Im Zuge der Übernahme des Stromnetzes konnten zudem sechs neue Stellen besetzt werden.


18.12.2025

Westfalen Weser und WestfalenWind Strom handeln künftig gemeinsam Grünstrom

Die geplante Kooperation zwischen Westfalen Weser und der WestfalenWind Strom ist offiziell besiegelt.Bild: © Westfalen Weser

Die geplante Kooperation zwischen Westfalen Weser und der WestfalenWind Strom ist nach Zustimmung der kommunalen Gesellschafter und der zuständigen Behörden offiziell besiegelt, das teilten die Unternehmen nun mit.

Ziel des Joint Ventures, an dem beide Unternehmen zu gleichen Teilen (50:50) beteiligt sind, ist es, den Handel und Vertrieb von regional erzeugtem Grünstrom für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden deutlich zu stärken. Zukünftig ist zudem geplant, die Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern wie Stadtwerken in der Strombeschaffung und -vermarktung auszubauen.

Vom Einkauf bis zum Verkauf von zertifiziertem regionalem Ökostrom verfüge die WestfalenWind Strom eine vollständig integrierte Energiebewirtschaftung. Durch das nun final beschlossene Joint Venture will die WestfalenWind Strom auch kleineren Partnern den Zugang zu nötigen Systemen, Beratungsunterstützung und vor allem echtem regionalem Ökostrom zu fairen Konditionen bieten.

Im Rahmen des Vertragsabschlusses wird Jens Brunke, bisher Leiter des Beteiligungsmanagements bei Westfalen Weser, in die Geschäftsführung von WestfalenWind Strom aufgenommen. 


18.12.2025

Übernahme: 1Komma5Grad wächst weiter

Philipp Schröder, CEO und Mitgründer des UnternehmensBild: © 1Komma5Grad

1Komma5Grad setzt seinen Wachstumskurs fort, das teilten die Hamburger mit. Der Energiedienstleister übernimmt den Meisterbetrieb Elektrotechnik Sa & Söhne, der ab sofort als 1Komma5Grad Euskirchen aktiv ist. Sa & Söhne ist seit knapp 30 Jahren als Fachbetrieb in der Region tätig und beschäftigt 35 Mitarbeitende.

"Mit der Übernahme senden wir ein klares Signal: 1Komma5Grad wächst – und entkoppelt sich weiter von dem nach wie vor anspruchsvollen Marktumfeld für Erneuerbare", erklärt Philipp Schröder, CEO und Mitgründer des Unternehmens. Damit erweitere sein Energieunternehmen seine Präsenz im Rheinland auf über zehn Standorte und mehr als 350 Mitarbeitende.


16.12.2025

Schwarz-Gruppe liefert ab 2028 Serverabwärme

Ab 2028 können Haushalte am Standort Lübbenau im Spreewald klimafreundliche Wärme aus einer neuen Quelle beziehen.Bild: @ Schwarzer Gruppe

Ab 2028 können Haushalte am Standort Lübbenau im Spreewald klimafreundliche Wärme aus einer neuen Quelle beziehen. Auf 13 Hektar des ehemaligen Geländes des Kraftwerks Lübbenau entsteht bis 2027 ein Rechenzentrum mit einer Anschlussleistung von 200 Megawatt. Auftraggeber ist Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der Schwarz-Gruppe, zu der auch die Lebensmittelketten Lidl und Kaufland gehören. Bis zu 100.000 GPUs können somit künftig im Rechenzentrum installiert werden. Diese werden unter anderem für das Training großer Modelle mit KI-Inferenz eingesetzt — treffen folglich auf der Grundlage eingespeister Daten genaue Vorhersagen. Das Investitionsvolumen beläuft sich, Unternehmensangaben zufolge, auf elf Milliarden Euro. Das sei zugleich die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens mit einem Jahresumsatz von 175,4 Milliarden Euro. Der erste Bauabschnitt des "Schwarz Digits Datacenter" mit drei Modulen wird bis Ende 2027 fertiggestellt. Ein besonderer Fokus des Bauvorhabens liege auf nachhaltiger Grundstücksentwicklung. Im Regelbetrieb läuft das Rechenzentrum zollständig mit Grünstrom. Ab 2028 wird die Serverabwärme in das städtische Fernwärmenetz eingespeist. (am)


02.12.2025

BNetzA informiert über Dynamische Tarife: oft preiswerter

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat ihr Informationsangebot auf der Transparenzplattform SMARD erweitert. (Symbolbild)Bild: © SMARD

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat ihr Informationsangebot auf der Transparenzplattform SMARD erweitert und veröffentlicht ab sofort modellierte dynamische Strompreise für Haushaltskunden. Damit soll die Preisentwicklung im Energiemarkt nachvollziehbarer und der Vergleich verschiedener Tarifmodelle deutlich erleichtert werden. Grundlage der Berechnung sind reale Preisbestandteile sowie Spotmarktpreise, die mit dem typischen Verbrauch eines Standardhaushalts gewichtet werden. Das Modell geht dabei von einem normalen Verbrauchsverhalten ohne zeitliche Verschiebung des Strombezugs aus. Seit dem 1. Januar 2025 sind alle Stromlieferanten verpflichtet, mindestens einen dynamischen Tarif anzubieten. Laut den Daten auf SMARD lohnen sich dynamische Tarife im Vergleich zu Fixpreistarifen häufig. Für das Jahr 2025 weist die Modellierung aus, dass die dynamischen Preise seit April durchgehend unter den Fixpreistarifen lagen.


01.12.2025

Nachhaltigkeit: Trianel für Berichterstattung nach VSME-Standard ausgezeichnet

Stadtwerkekooperation Trianel erhalten "Exzellenz Status" im Rahmen der "ESG Transparency Awards 2025".Bild: © Mike Wensky/Trianel

Die Stadtwerkekooperation Trianel hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht nach dem freiwilligen europäischen KMU-Standard der EU (ESRS VSME) für das Geschäftsjahr 2024 erstellt. Dafür wurde dem Unternehmen der "Exzellenz Status" im Rahmen der "ESG TRANSPARENCY AWARDs 2025" verliehen.

"Wir würdigen die besondere strategische Klarheit, mit der das Unternehmen seine Verantwortung formuliert", sagt Steffen Klink, Chief Operating Officer von EUPD Research, über das Engagement der Trianel. Mit dem Award werden europäische Unternehmen ausgezeichnet, die zukunftsweisende Nachhaltigkeitskonzepte fest in ihrer Unternehmenskultur verankert haben und diese transparent in Form eines Nachhaltigkeitsberichts kommunizieren. 

Regulatorische Unsicherheit: Wechsel von DNK- auf VSME-Standard

"Als Energiehandelshaus und Projektentwickler für erneuerbare Energien und Flexibilitätsanlagen ist es für uns von großer Bedeutung, als transparenter und vertrauenswürdiger Geschäftspartner in allen drei Kategorien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung wahrgenommen zu werden", betonte Sven Becker, Sprecher der Trianel-Geschäftsführung. Der AWARD sei deshalb Auszeichnung und Ermutigung zugleich.

Die Stadtwerke-Kooperation Trianel legt bereits seit 2020 einen freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht gemeinsam mit den Geschäftsberichten vor. Bis zum Geschäftsjahr 2023 folgten die Berichte dem DNK-Standard. "Einen ersten Bericht nach dem VSME-Standard zu erstellen, war unsere Antwort auf die regulatorischen Unsicherheiten bei der ESG-Berichterstattung. Der neue Standard ist für uns eine gute und unbürokratische Lösung, um unserem nachhaltigen Anspruch sowie den Bedürfnissen unserer Stakeholder nachzukommen", erläutert Nadja Thomas, Nachhaltigkeitsmanagerin der Trianel.

Nachdem die EU im Frühjahr eine deutliche Lockerung der Vorgaben bei der Nachhaltigkeitsdirektive CSRD angekündigt hat, erwägen zahlreiche Stadtwerke eine Berichterstattung nach dem deutlich schlankeren VSME-Standard. Unklar war aber bis jetzt, ob dieser um weitere Daten erweitert werden muss, die etwa für Banken und andere Stakeholder zentral sind. Trianel ist nach eigenen Angaben eines der ersten Unternehmen in der Branche, das nach VSME berichtet. (hoe)


01.12.2025

Drei EWE-Wasserstoffprojekte erhalten PCI-Status der EU

Der Kavernenplatz im Brandenburgischen Rüdersdorf: Wo aktuell nur oberirdische Technik sichtbar ist, baut EWE unterirdisch seinen ersten Wasserstoffspeicher.Bild: © Andreas Prinz

Die Europäische Kommission hat drei geplante Wasserstoffspeichervorhaben des oldenburgischen Regionalversorgers EWE – an den Standorten Huntorf (Wesermarsch), Jemgum (Ostfriesland) und Rüdersdorf bei Berlin – in die europäische Liste der Projects of Common Interest (PCI) aufgenommen. Mit der Aufnahme würdigt die EU die hohe energiewirtschaftliche Bedeutung dieser Speicherstandorte für Versorgungssicherheit, Netzstabilität und industrielle Transformation.

Für EWE ist der PCI-Status laut Pressemitteilung ein strategisches Signal und ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg in eine integrierte europäische Wasserstoffinfrastruktur. Eine Investitionsentscheidung ist damit jedoch ausdrücklich nicht verbunden. Alle drei Standorte befinden sich weiterhin in einem frühen Projektstadium. 

Höhere Planungssicherheit und mögliche Förderoptionen

PCI-Projekte profitieren von beschleunigten Genehmigungs- und Planungsverfahren, einer eng abgestimmten europäischen Koordination und von möglichen Förderoptionen über das Programm Connecting Europe Facility (CEF). Für die Speicherstandorte in Huntorf, Jemgum und Rüdersdorf bedeutet das: Die nächsten Projektschritte können effizienter und mit höherer Planungssicherheit erfolgen. Das ist ein Pluspunkt in der frühen Projektphase, in der es auf Machbarkeit, Tempo und Investitionssicherheit ankommt. Die Speicher sind Teil des EWE-Programms "Clean Hydrogen Coastline“, das Erzeugung, Speicherung und Transport in Nordwestdeutschland vernetzt. (hoe)


01.10.2025

Mainova baut Windpark vor den Toren Frankfurts und beteiligt Bürger finanziell

Energieversorger Mainova plant den Bau eines neuen Windparks.Bild: © Mainova

Der Energieversorger Mainova plant den Bau eines neuen Windparks im Dreieck zwischen Frankfurt am Main, Bad Homburg vor der Höhe und Karben. Auf den Gemarkungen von Nieder-Erlenbach und Ober-Erlenbach plant das Unternehmen mit dem Windprojekt Schäferköppel vier Windenergieanlagen. Die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz liegt bereits seit einem Jahr vor. Mainova kooperiert laut Pressemitteilung bei dem Projekt eng mit den beteiligten Kommunen und der  Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft eG.

Die umliegenden Gemeinden sollen von jeder erzeugten Kilowattstunde Windstrom profitieren: Sie erhalten nach dem Paragraph 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 0,2 Cent pro Kilowattstunde. Außerdem sollen die Bürger in den drei Partnerkommunen sich an dem Projekt finanziell beteiligen können. Die Bürgerbeteiligung wird von der Frankfurter Energiegenossenschaft organisiert. Nach aktuellen Plänen könnte der Windpark voraussichtlich ab Ende 2027 klimafreundlichen Windstrom produzieren. (hoe)


11.11.2025

Resinvest Group übernimmt weitere Kraftwerke in Deutschland

Die Resinvest Group baut ihr Portfolio an konventionellen Kraftwerkskapazitäten in Deutschland weiter aus. (Symbolbild)Bild: © Julian Stratenschulte/dpa

Die Resinvest Group baut ihr Portfolio an konventionellen Erzeugungskapazitäten in Deutschland weiter aus. Das international agierende Handels- und Investmentunternehmen aus Tschechien mit einer Hauptgeschäftsstelle in der Schweiz hat das Kraftwerksportfolio des Betreibers Onyx Power übernommen. Die Kraftwerke mit einer Gesamtnettoleistung von 1650 Megawatt befinden sich an sechs Standorten in Deutschland und den Niederlanden. 

Dazu zählen die Anlagen in Wilhelmshaven, Rotterdam, Zolling und Farge bei Bremen, teilte Resinvest mit. Betreiber des Steinkohlekraftwerks in Wilhelmshaven mit 731 Megawatt Leistung ist die Engie Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG. An diesem Unternehmen ist unter anderem die WSW Energie & Wasser AG aus Wuppertal mit 15 Prozent beteiligt.


11.11.2025

Stadtwerke Celle und Enercity schließen Netzpartnerschaft

V.l.n.r.: Kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Celle Fiete Albertin, Geschäftsführer der Stadtwerke Celle Thomas Edathy, Abteilungsleiter Partnermanagement bei Enercity Mathias Timm und Leiter Fachgebiet Konzessionen bei Enercity Sven HöhneBild: @ Stadtwerke Celle

Die Stadtwerke Celle und Enercity sind eine strategische Partnerschaft im Netzbereich eingegangen. Dafür haben beide Unternehmen die Stadtwerke Celle Netz GmbH gegründet, die sie ins Rennen um die Konzession in der Stadt Celle schicken. Nachdem die Stadt den Strom- und Gaskonzessionsvertrag mit Celle-Uelzen Netz, vorzeitig zum Ende 2026 gekündigt hatte, werden die Konzessionen neu ausgeschrieben. Ziel der Gesellschaft sei es, die Energiewende in der Region aktiv mitzugestalten, teilten beide Partner mit. "Mit der Gründung der Stadtwerke Celle Netz GmbH bündeln wir unsere Stärken in einer kommunalen Partnerschaft", sagte Thomas Edathy, Geschäftsführer der Stadtwerke Celle.

In die neue Gesellschaft bringen die Stadtwerke ihre lokale Verankerung und Kundennähe ein. Die Stadtwerke Celle verfügen bereits über umfassende Erfahrung im Betrieb kommunaler Infrastrukturen, unter anderem im Bereich Wasser, Straßenbeleuchtung sowie Wärmeversorgung. Mit Enercity stehe zudem ein kompetenter Partner an der Seite. Das sei ein kommunal verankertes Unternehmen mit langjähriger Erfahrung im Aufbau und Betrieb moderner Versorgungsinfrastrukturen, so Mathias Timm, Abteilungsleiter Kommunales Partnermanagement und Konzessionen bei Enercity.

Die neue Gesellschaft ist bereits im Handelsregister eingetragen – die Geschäftsführung übernehmen jeweils ein Vertreter beider Unternehmen. 74,9 Prozent liegen bei den Stadtwerken Celle, 25,1 Prozent hält Enercity. Die Stadtwerke Celle Netz sei ein konsequenter Schritt zur Weiterentwicklung der Strukturen


04.11.2025

Enercity beteiligt sich am PV-Spezialisten Hanovolt

Enercity beteiligt sich an Hanovolt.Bild: @ Enercity

Der kommunale Energiekonzern Enercity und Hanovolt, Spezialist für Aufdach-Photovoltaik und smarte Speicherlösungen für das Endkund:innengeschäft, gehen eine strategische Partnerschaft ein. Ziel ist es, gemeinsam im überregionalen norddeutschen Umfeld mit vernetzten Energielösungen im Privatkund:innenmarkt zu wachsen, teilten die beiden Unternehmen mit. Zu diesem Zweck beteiligt sich Enercity an dem ebenfalls in Hannover ansässigen PV-Installateur.

"Qualität ist ein Differenzierungsmerkmal – auch außerhalb der Region Hannover. Unsere Kund:innen profitieren von hochwertigen PV-Anlagen in Verbindung mit intelligenter Speicher- und Steuerungstechnologie. Mit Enercity können wir noch besser umfassende und zukunftssichere Smart-Energy-Lösungen in dem sich verändernden Energiemarkt anbieten", sagt Can Imat, Geschäftsführer von Hanovolt. 


04.11.2025

Mainova und ABG vervierfachen Mieterstromleistung in Frankfurt

Mainova und ABG bauen ihre Zusammenarbeit bei Mieterstromprojekten aus.Bild: © Mainova

Die Mainova AG und die ABG Frankfurt Holding intensivieren ihre seit zehn Jahren bestehende Zusammenarbeit beim Ausbau von Photovoltaik-Mieterstrom in der Mainmetropole. Beide Partner haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die eine zusätzliche Leistung von rund 30 Megawatt Peak (MWp) auf ABG-Dächern in den kommenden 10 bis 15 Jahren vorsieht. Damit soll sich die aktuell installierte Leistung gemeinsamer Projekte auf insgesamt etwa 40 MWp vervierfachen. Das Projekt würde jährlich über 21.000 Tonnen CO₂ vermeiden, teilten beide Unternehmen mit.

Jährlich bis zu zwei Megawatt neue Leistung geplant

Um das Ziel zu erreichen, will Mainova nach eigenen Angaben künftig jährlich 1,5 bis 2 MWp neue Photovoltaikleistung auf ABG-Liegenschaften errichten. 2024 gingen 2,2 MW PV-Leistung ans Netz, 2025 soll der Zubau mit voraussichtlich 2,6 MWp auf 119 Gebäuden weiter steigen. Auch für 2026 seien konkrete Projekte vertraglich vereinbart. Ein Leuchtturm entsteht zudem im neuen Klimaschutzquartier Hilgenfeld, wo eine 2,5-MW-Anlage ab 2027 Mieterstrom für 860 Wohnungen liefern soll. Sie löst damit die bisher größte hessische Anlage in der Friedrich-Ebert-Siedlung als Spitzenreiter ab, hieß es aus Frankfurt.

Neben der ABG arbeitet Mainova auch mit weiteren Wohnungsgesellschaften zusammen. Insgesamt betreibt das Unternehmen in Frankfurt derzeit über 650 Mieterstromobjekte mit mehr als 12 MW Leistung. Über 5000 Haushalte nutzen bereits den lokal erzeugten Ökostrom im Tarif "Mainova Strom Lokal PV". 


29.10.2025

Eon verschenkt PV-Module an Mediamarkt-Kunden

Eon verspricht PV-Module gratis beim Kauf einer PV-Anlage und eines Batteriespeichers bestimmter Leistungsgröße.Bild: @ E.ON

Der Essener Energiekonzern Eon baut seine Kooperation mit der Elektronikhandelskette Mediamarkt-Saturn weiter aus. In sogenannten "Experience Zonen" in zunächst vier der insgesamt 400 Märkte will das Unternehmen Kunden zu Angeboten rund um die Energiewende beraten. Mit der Beratung starten die Kooperationspartner zunächst bei Saturn Braunschweig und den Mediamärkten Ludwigsburg, Ludwigshafen und Paderborn.

Dort können sich Interessenten über die Photovoltaik-Komplettlösungen von Eon informieren und erhalten beim Kauf einer solchen Anlage 15 PV-Module gratis. Voraussetzung dafür ist der Kauf einer privaten Solaranlage mit einer Leistung zwischen sieben und 30 Kilowatt in Kombination mit einem Batteriespeicher von fünf Kilowattstunden sowie einem Eon-Home-Energiemanager bis zum 15. Dezember.

Der Ausbau der Kooperation mit Eon ist Teil der Mediamarkt-Saturn-Initiative "Space-as-a-Service", deren Ziel es ist, für die Kunden in den Märkten Erlebnisräume für Technik, Innovationen und weitere Services zu schaffen, teilte der Versorger mit. Bestehen bleibt auch das Angebot zu den Ökostrom- und Erdgastarifen von Eon. Auch das Thema nachfrageseitige Flexibilität spielt auf den neuen Erlebnisflächen eine wichtige Rolle. Laut Eon erhalten E-Autofahrer in den Stores beispielsweise konkrete Informationen zum flexiblen Tarif "Home & Drive", der einen Nachtladebonus von bis zu 240 Euro pro Jahr beinhaltet, wenn sie den nächtlichen Ladevorgang von Eon managen lassen. (am)

 


29.10.2025

200-Millionen-Euro-Projekt: Zweite Flusswärmepumpe soll 40.000 Mannheimer Haushalte versorgen

Beim Projektstart (v.l.): Strabag-Umwelttechnik-Geschäftsführer Thomas Büchner, MVV-Vorstandsvorsitzender Gabriël Clemens, Strabag-Vorstand Christian Sadleder, GKM-Technikvorstand Thomas Hörtinger, MVV_Technikvorstand Hansjörg Roll.Bild: @ MVV AG

Die MVV Energie AG lässt auf dem Gelände des Großkraftwerks Mannheim (GKM) eine zweite Flusswärmepumpe errichten. Mit einer geplanten thermischen Leistung von bis zu 165 Megawatt wird sie nach aktuellem Stand die größte Wärmepumpe der Welt sein. Das Projekt ist Teil einer Gesamtinvestition von rund 200 Millionen Euro, die im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert wird. Die Planung übernahm INP Deutschland, die Umsetzung erfolgt durch Strabag Umwelttechnik.

"Mit der neuen Flusswärmepumpe investieren wir in die Energiezukunft Mannheims und der Metropolregion Rhein-Neckar. Sie ist ein weiterer Meilenstein, um die angestrebte vollständige Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung in Mannheim und Umgebung 2030 zu erreichen", sagte Gabriël Clemens, Vorstandsvorsitzender der MVV.

Die Großwärmepumpe besteht aus zwei Modulen mit jeweils 82,5 Megawatt Leistung, die das Wasser des Rheins als Wärmequelle nutzen. Mithilfe des natürlichen Kältemittels Isobutan wird daraus Fernwärme mit Temperaturen von bis zu 130 Grad Celsius erzeugt. Der Baustart ist für Mitte 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme im Winter 2028. Die Anlage soll künftig klimafreundliche Wärme für bis zu 40.000 Haushalte in der Metropolregion Rhein-Neckar bereitstellen.

Zum Einsatz kommt Technologie aus der "HEAT PUMP ALLIANCE", einer Kooperation von Strabag und Atlas Copco Energas. Herzstück der Anlage sind industrielle Turbokompressoren von Atlas Copco, die in ähnlichen Großprojekten weltweit eingesetzt werden. Ergänzend plant MVV auf dem GKM-Gelände den Bau eines wasserstofffähigen Fernwärmenachheizers, um das Netz in der Heizperiode auf die erforderlichen Temperaturen zu bringen. (am)


28.10.2025

Mainova bleibt Lieferant städtischer Liegenschaften

Mainova beliefert die Liegenschaften in Frankfurt mit Strom und Gas.Bild: © Uli Deck/dpa

Die Mainova AG beliefert die Stadt Frankfurt am Main weiter mit Strom und Erdgas. Der Energiedienstleister versorgt ab 2026 städtische Liegenschaften wie Verwaltungsgebäude, Schulen, Kitas, Museen oder den Palmengarten mit Energie. Diese stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, teilte das Unternehmen mit.

Der Vertrag sieht Lieferungen von rund 154 Gigawattstunden Strom an insgesamt 2500 Lieferstellen von kommunalen Einrichtungen vor. Hinzukommen etwa 141 Gigawattstunden Erdgas, mit denen Mainova etwa 800 Lieferstellen bedient.

In den kommenden Jahren werde die Erdgasmenge weiter zurückgehen, hieß es aus Frankfurt weiter. Bis Ende 2030 sollen etwa 60 zumeist mit Erdgas beheizte städtische Liegenschaften - vor allem Schulen und Kitas - an das Mainova-Fernwärmenetz angeschlossen werden. Der Ausbau ist Teil eines Transformationsplans zur Dekarbonisierung und Erreichung der Klimaziele der Stadt. Der Startschuss fiel im September 2025 mit den Arbeiten zum Anschluss der ersten Standorte. (am)


23.10.2025

Syneco will zu ETS-2 beraten

Johannes Angloher gehört der Geschäftsführung der Syneco Trading an.Bild: © Thüga

Ab 2027 müssen auch Gebäude und Verkehr in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden – eine Herausforderung für Stadtwerke und regionale Energieversorger. Die Syneco, Energiehandelsgesellschaft der Thüga-Gruppe, will Lösungen, Beratung und Systemunterstützung, damit Kommunen sicher und effizient in das neue ETS-2 starten können.

Durch die verpflichtende Beschaffung von Emissionszertifikaten werden die Kosten für Erdgas perspektivisch steigen. Neben der Beschaffung ist auch die Abwicklung für Stadtwerke ein wichtiges Thema. "Wir sehen, dass Stadtwerke sich bereits jetzt stark damit beschäftigen: Wir konnten Ende September in unseren Webinaren über 300 Teilnehmer zu diesem Thema begrüßen", sagt Johannes Angloher, Geschäftsführer der Syneco. "Darin haben wir über die Rahmenbedingungen und aktuelle Entwicklungen am Markt informiert."


23.10.2025

Neues Netzwerk für Energieinnovation in der DACH-Region

Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg: die Partner bei der Verkündung für die Plattform. Bild: © EnBW

EnBW hat gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Wissenschaft und Start-up-Szene offiziell das "ENERGY LAUNCHPAD" gegründet, die neue europäische Plattform für Energieinnovation. Ziel der Initiative sei es, Start-ups, Forschung und Industrie über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen und gemeinsam skalierbare Lösungen für die Transformation des Energiesystems zu entwickeln und umzusetzen. 

Im Zentrum der Zusammenarbeit soll das Prinzip der Open Innovation stehen: Hochschulausgründungen, junge Technologieunternehmen und etablierte Player entwickeln dabei gemeinsam Ansätze, die Energiesysteme resilienter machen, Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Transformation vorantreiben. Spin-offs und Start-ups erhalten hierzu Unterstützung beim Eintritt in den Markt und bei der Skalierung ihrer Ideen.

Die Initiative vereint Universitäten, Start-up-Ökosysteme und Energieunternehmen aus dem DACH-Raum: die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich und Energie 360° aus der Schweiz, die Technische Universität Wien und Verbund aus Österreich sowie die Technische Universität München, "UnternehmerTUM" und EnBW aus Deutschland.

Gleichzeitig werden gemeinsame Innovationsprojekte angestoßen, die Wissenschaft und Industrie noch enger verzahnen. Ein weiterer zentraler Bestandteil soll der Austausch von Best Practices mit dem Ziel sein, ein starkes, europaweites Ökosystem für Energieinnovation aufzubauen.


20.10.2025

Forschung untersucht Beteiligungen bei Erneurbaren-Projekten

Finanzielle Beteiligung soll die Akzeptanz erhöhen, doch wie erfolgreich ist dies? (Symbolbild)Bild: © Nordex SE

Das Forschungsprojekt "KomFi – Potenziale kommunaler finanzieller Beteiligung beim Ausbau Erneuerbarer Energien" ist gestartet. In den kommenden zwei Jahren wollen die Universität Leipzig, das Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) am GFZ Potsdam, die Hochschule Bochum und die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) analysieren, wie Kommunen durch finanzielle Teilhabe den Ausbau von Wind- und Solarenergie voranbringen können. Ziel soll es sein, praxisnahe Handlungsempfehlungen für Politik und Kommunen zu entwickeln und Wege für eine beschleunigte Energiewende aufzuzeigen.

Die Akzeptanz vor Ort ist ein zentraler Faktor für den Ausbau erneuerbarer Energien. Seit 2021 können Betreiber nach § 6 EEG Kommunen freiwillig mit 0,2 Cent je eingespeister Kilowattstunde beteiligen. Einige Bundesländer setzen auf verbindliche Regeln, doch wie die Kommunen die Gelder verwenden, sei bislang kaum erforscht. Komfi schließe diese Wissenslücke, hieß es in der Pressemitteilung des Projekts. "Wir wollen wissenschaftlich fundiert verstehen, wie kommunale Beteiligungsmodelle wirken und wie sie gestaltet werden müssen, um den Ausbau erneuerbarer Energien wirksam zu unterstützen", erklärt Professor Paul Lehmann, Leiter des Konsortiums an der Universität Leipzig.


17.10.2025

EnBW nimmt Gaskraftwerk in Betrieb

Das neue Kraftwerk Stuttgart-Münster stellt die Versorgung mit Strom und Fernwärme sicher.Bild: @ EnBW

Der Energiekonzern EnBW hat das Gaskraftwerk Stuttgart-Münster in den kommerziellen Betrieb genommen. Nach dem Baustart Anfang 2023 ist es das erste wasserstofffähige Gaskraftwerk der EnBW und damit eines der ersten in Deutschland. In Altbach/Deizisau und Heilbronn befinden sich zwei weitere wasserstofffähige Gaskraftwerke der EnBW Energie Baden-Württemberg AG im Bau.

Das Gaskraftwerk kommt auf eine Leistung von 124 Megawatt (MW) Strom und 370 MW Wärmeleistung, eine Großwärmepumpe erzeugt bis zu 24 Megawatt Fernwärme, teilte das Unternehmen mit. Gemeinsam mit der bestehenden Müllverbrennungsanlage hat der Standort nun eine thermische Leistung von 450 Megawatt. Zudem kann das Gaskraftwerk am sogenannten Regelmarkt teilnehmen.

Bis zum Frühjahr 2026 laufen der Kohleblock und die neue Fuel-Switch-Anlage noch im Parallelbetrieb. Danach wird Stuttgart vollständig kohlefrei sein. Die EnBW ersetzt drei Kohlekessel, die bisher Fernwärme produziert haben, wenn im Winter die Leistung der bestehenden Müllverbrennungsanlage dafür nicht ausgereicht hat. Voraussichtlich ab Mitte der 2030er Jahre soll das Gaskraftwerk mit bis zu 100 Prozent CO₂-armem Wasserstoff betrieben werden, wenn dieser ausreichend zur Verfügung steht.

"Mit dem Start des kommerziellen Betriebs können wir die Energieversorgung in Stuttgart zuverlässig sicherstellen. Gleichzeitig reduzieren wir den CO₂-Ausstoß um rund 60 Prozent", erklärt Guido Bauernfeind, Betriebsleiter des Kraftwerks Stuttgart-Münster. (am)


13.10.2025

US-Investor übernimmt Flexpower

Nach der Übernahme durch Citadel will Flexpower wachsen und zum führenden Handelshaus werden. (Symbolbild)Bild: © fotolia / Minerva Studio – www.fotolia.de

Die international tätige US-Investmentgesellschaft Citadel hat den Hamburger Stromhändler Flexpower übernommen. Der strategische Schritt soll nach Angaben des Investors eine "neue Ära des Wachstums" für Flexpower einleiten. Das Hamburger Unternehmen Flexpower wurde 2022 gegründet und ist auf Handels- und Risikomanagementlösungen (Direktvermarktung) für Betreiber von Erneuerbarenanlagen und Batteriespeichern spezialisiert. Aktuell verantwortet das Jungunternehmen ein Portfolio von mehr als 1700 Megawatt in sechs europäischen Ländern und handelt jährlich über 11 Terawattstunden an den kurzfristigen Strommärkten.

"Diese Akquisition stärkt die Position von Citadel Commodities als führender Investor und Risikomanager in Strommärkten und baut auf unseren Erfolgen im globalen Energiehandel auf", ordnete Sebastian Barrack, Head of Citadel Commodities, die Transaktion ein. Für Flexpower markiere die Übernahme einen entscheidenden Meilenstein, sagte Max Amir Dieringer, CEO von Flexpower. "Mit unserer eigenen PPA-Plattform Power-Match haben wir die Grundlage geschaffen, dieses Ziel zu erreichen und Risiken für Erzeuger wie auch Abnehmer zu reduzieren." Gemeinsam mit Citadels Expertise, Infrastruktur und Finanzkraft könne sich das Unternehmen als führendes europäisches Handelshaus für erneuerbare Energien etablieren. Citadel hat der Übernahme von Flexpower zugestimmt. Die Transaktion werde im vierten Quartal abgeschlossen, hieß es. (am)


10.10.2025

DEW21 errichtet neues Wärmenetz im Dortmunder Süden

Von Artjom Maksimenko

DEW21 treibt den Ausbau der nachhaltigen Wärmeversorgung voran.Bild: © DEW21

Der Dortmunder Energieversorger DEW21 hat einen weiteren Lieferanten der industriellen Abwärme gefunden. In Kooperation mit der Dortmunder Niederlassung des Industriegasunternehmens Air Liquide entsteht im Süden der Stadt ein lokales Netz, das die in einer Luftzerlegungsanlage entstehende Abwärme über Wärmetauscher in das Fernwärmesystem einspeist, teilte das Unternehmen mit. Ergänzt wird die Versorgung durch eine Energiezentrale, die Spitzenlasten abdeckt und auf einem von Air Liquide bereitgestellten Grundstück errichtet wird.

Das neue Fernwärmenetz auf dem Dortmunder Innovationsstandort Phoenix-West markiert einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundlicher Energieversorgung. DEW21 setzt dabei auf ein Konzept, das bereits in der Innenstadt erfolgreich erprobt wurde: industrielle Abwärme wird als Energiequelle genutzt.

Gefördert wird es durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten durch die Bezirksregierung Arnsberg. Nach Fertigstellung sollen zunächst zwölf Gewerbekunden mit einer Wärmeleistung von rund 2,5 Megawatt versorgt werden. Laut Projektpartnern lassen sich dadurch jährlich etwa 1000 Tonnen CO₂ einsparen – ein Beitrag, der die lokale Energiewende voranbringen und die CO₂-Bilanz des Innovationsstandorts deutlich verbessern soll.

Für die beteiligten Unternehmen stehe das Projekt auch beispielhaft für die zunehmende Vernetzung von Industrie und Energieversorgung. Während Air Liquide mit der Nutzung industrieller Abwärme einen Beitrag zur Effizienzsteigerung leistet, baue DEW21 sein Fernwärmenetz strategisch aus, um weitere Stadtteile klimafreundlich zu versorgen. Damit soll Phoenix-West nicht nur energetisch nachhaltiger, sondern auch als Standort für Gewerbe und Forschung attraktiver werden.


09.10.2025

EnBW bringt eigenes Energiemanagementsystem auf den Markt

Die Energiemanagement-App "EnBW Mavi" ist ab 16. Oktober in der App "EnBW zuhause+"verfügbar.Bild: @ EnBW

Das innovative Heim-Energie-Management-System (kurz Hems) soll als Herzstück einer vernetzten Energiewelt des Konzerns agieren. Das cloudbasierte System soll intelligente Steuerung von E-Autos, Wärmepumpen und PV-Anlagen ermöglichen. Mit der Einführung eines eigenen Heim-Energie-Management-Systems (HEMS) reagiere EnBW auf die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung im Energiesektor, sagte EnBW-Vorstand Dirk Güsewell, zu Journalisten. Die Anwendung soll es ermöglichen, den Stromverbrauch in Privathaushalten transparent darzustellen und unterschiedliche Geräte wie Elektroautos, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen intelligent miteinander zu verknüpfen.

Ziel ist es, Verbraucher*innen eine aktive Rolle in der Energiewende zu eröffnen, indem sie ihre Energieflüsse besser steuern und an den Ausbau erneuerbarer Energien anpassen können. Die Anwendung, die unter dem Namen "EnBW Mavi" läuft, ist cloudbasiert und wird zunächst über die bestehende App "EnBW zuhause+" verfügbar sein.

Damit lassen sich ohne zusätzliche Hardware-Informationen zu Verbrauch und Erzeugung abrufen sowie Steuerungsfunktionen nutzen. Unterstützt werden bereits viele auf dem deutschen Markt verfügbare Elektroautos sowie Wärmepumpen bestimmter Hersteller. Auch Photovoltaikanlagen lassen sich integrieren, indem deren Leistungsdaten mit Wetter- und Anlagensimulationen kombiniert werden.

Ein zentraler Aspekt des Systems ist laut EnBW die Möglichkeit, den eigenen Verbrauch zeitlich flexibel an Strompreise oder an das Angebot erneuerbarer Energien anzupassen. So können beispielsweise Elektroautos in Phasen geladen werden, in denen Strom günstiger oder reichlich aus erneuerbaren Quellen vorhanden ist. Langfristig soll das System um weitere Funktionen ergänzt werden, etwa eine engere Verzahnung mit Lade-Apps oder die direkte Anbindung über Wallboxen. Damit trägt es zur besseren Integration dezentraler Energiequellen ins Gesamtsystem bei.


26.09.2025

Duisburg passt Fernwärmepreise an

Die Fernwärme ist eine Technologie, die viele Erzeuger, auch erneuerbaren Ursprungs, einbinden kann. Das Bild zeigt Fernwärmerohre in Duisburg.Bild: © Stadtwerke Duisburg

Zum 1. Oktober senkt die Fernwärme Duisburg GmbH in den Versorgungsgebieten Walsum und Homberg den Arbeitspreis von 9,828 Cent auf 9,793 Cent je Kilowattstunde. Dies begründet der Versorger mit den vertraglich vereinbarten Preisänderungsklauseln, die sich aus Börsenpreisen und Indizes zusammensetzen. Verändert sich ein Index oder dessen Preisbestandteile, wie beispielsweise der Börsenpreis für Erdgas, erfolgt eine Anpassung der Fernwärmepreise, hieß es aus Duisburg.

Der Jahresgrundpreis erhöht sich hingegen. "Mit diesen Steigerungen schlagen hauptsächlich gestiegene Personalkosten zu Buche", erläutert Matthias Lötting, Geschäftsführer der Fernwärme Duisburg. Für einen Haushalt mit einem Wärmeanschlusswert von 11 Kilowatt und einem Jahreswärmeverbrauch von 18.000 Kilowattstunden in einem beispielhaften Einfamilienhaus ergibt sich hochgerechnet auf den Jahresverbrauch eine Erhöhung gegenüber den bisherigen Preisen von knapp 5 Euro beziehungsweise 0,2 Prozent. Nach den Anpassungen des Arbeits- und des Jahresgrundpreises bleiben die Heizkosten damit nahezu konstant, teilte das Unternehmen weiter mit.


26.09.2025

Second Foundation wird Regelenergie-Anbieter

Das tschechische Tech-Unternehmen Second Foundation hat sich in Deutschland als Regelenergie-Anbieter registriert.Bild: © EEX

Das tschechische Tech-Unternehmen Second Foundation kann ab sofort Systemdienstleistungen zur Netzstabilisierung in allen vier Übertragungsnetzregionen erbringen. Mit der Registrierung als Regelenergieanbieter und der Inbetriebnahme seines ersten Großspeichers in Deutschland erreicht Second Foundation einen wichtigen Meilenstein. Das auf Flexibilitätsoptimierung spezialisierte Unternehmen erweitert damit sein Engagement im deutschen Markt.

Die Energiewende bringt einen wachsenden Bedarf an Flexibilität im Stromsystem mit sich. Mit der offiziellen Registrierung als Regelenergieanbieter darf Second Foundation nach eigenen Angaben ab sofort Systemdienstleistungen zur Netzstabilisierung in allen vier Übertragungsnetzregionen erbringen. In Deutschland sind bislang nur rund 40 Unternehmen für diesen Bereich präqualifiziert.

Second Foundation zählt in Deutschland bereits zu den größten Akteuren im Intraday-Handel mit einem Marktanteil von rund acht Prozent, hieß es weiter. Weltweit ist das Unternehmen in mehr als 30 Märkten aktiv, betreibt acht internationale Standorte und verwaltet ein Erneuerbaren-Portfolio mit über zwei Gigawatt Gesamtleistung sowie vier Gigawatt an Batterieprojekten. Mit 400 Expertinnen und Experten aus Data Science, Ingenieurwesen und Energiemarkt-Analyse beschleunigt das Unternehmen die Energiewende mit modernster Software und Algorithmen.

Großbatterie Königsee startet Betrieb

Parallel zur Präqualifizierung hat Second Foundation sein erstes deutsches Batterieprojekt im thüringischen Königsee in Betrieb genommen. Die Anlage verfügt über zehn Megawatt Leistung und 22 MWh Speicherkapazität und wird flexibel über alle relevanten Marktsegmente eingesetzt – von Primär- und Sekundärregelleistung bis zum Day-Ahead- und Intraday-Handel. In den kommenden Monaten folgen weitere Großbatterien in Sachsen-Anhalt und Sachsen, kündigte das Tech-Unternehmen an.

Second Foundation übernehme alle Schritte von der Projektentwicklung über den Bau bis hin zum Betrieb und der Vermarktung der Flexibilität. Dieser vertikal integrierte Ansatz ermöglicht es, den Wert von Batteriespeichern optimal zu heben und sie nahtlos in die Energiemärkte einzubinden. "Die Registrierung als Regelenergieanbieter sowie die Inbetriebnahme unserer Anlage in Königsee sind entscheidende Schritte für unser Engagement in Deutschland", betonte Stephan Lehrke, Managing Director Deutschland. (am)


22.09.2025

Palladio und Voltfang kooperieren im Batteriespeichergeschäft

Palladio und Voltfang haben ein 250-Millionen-Euro schweres Kooperationsabkommen im Batteriespeichergeschäft geschlossen.Bild: © iStock.com/Young777

Palladio Partners und Voltfang bündeln ihre Kräfte, um die Energiewende in Deutschland voranzutreiben. Gemeinsam wollen sie großflächige Batteriespeicherprojekte entwickeln und betreiben, teilten beide Unternehmen mit. Bis 2029 planen die Partner Investitionen von rund 250 Millionen Euro. Die Speicher sollen helfen, das Stromnetz zu stabilisieren und erneuerbare Energien besser einzubinden. Die ersten Projekte sollen noch in diesem Jahr baureif sein, so das ausgerufene Ziel der Kooperationspartner

Während der Infrastruktur-Investor Palladio die Finanzierung und Vermarktung übernimmt, bringt das Aachener Cleantech-Unternehmen technologische Expertise und nachhaltige Lösungen in die Kooperation mit – unter anderem durch die Nutzung von Second-Use-Batterien aus der Automobilindustrie.

Der in Frankfurt ansässige Infrastruktur-Investor Palladio Partners und das Aachener Cleantech-Unternehmen Voltfang haben eine langfristige Kooperation zur Entwicklung von großskaligen Batteriespeichern in Deutschland geschlossen. Bis Ende 2029 sollen Investitionen von rund 250 Millionen Euro in Projekte fließen, die aktiv zur Stabilität, Sicherheit und Effizienz des Stromnetzes beitragen. Die ersten Projekte sollen noch in diesem Jahr baureif sein.

Die Partnerschaft vereine Finanzierungskraft und Marktzugang von Palladio Partners mit der technologischen Expertise von Voltfang, teilten die Unternehmen weiter mit. Während Palladio die Projektfinanzierung und -vermarktung übernehme, sei Voltfang für Planung, Bau, Betrieb und Wartung verantwortlich. Zum Einsatz kommen dabei auch Second-Use-Module aus der Automobilindustrie, die nach einer Prüfung und Requalifizierung ein zweites Leben als nachhaltige Großspeicher erhalten. Institutionelle Anleger – darunter Versicherungen und Pensionskassen – beteiligen sich über einen von Palladio gemanagten Fonds an der Finanzierung. (am)


19.09.2025

Enercity investiert 84 Millionen Euro in neuen Windpark

Enercity-CEO Aurélie Alemany stärkt mit Windkraftinvestitionen die Präsenz ihres Unternehmens in Norddeutschland.Bild: © Franz Bischof/Enercity/dpa

Der Energieversorger Enercity investiert 84 Millionen Euro in den Ausbau seines Onshore-Windkraftportfolios. In den Landkreisen Wesermarsch und Oldenburg sollen Unternehmensangaben zufolge zehn Anlagen des Herstellers Enercon errichtet werden. Die neuen Anlagen haben eine Gesamthöhe von rund 200 Metern und eine installierte Nennleistung von jeweils 4,26 Megawatt. Erste bauvorbereitende Maßnahmen wie die Erschließung von Zuwegungen haben im August 2025 begonnen. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant.

Mit dem neuen Vorhaben baut Enercity sein Windkraftportfolio weiter aus. In der ersten Jahreshälfte 2025 hat die 100-Prozent-Tochter Enercity Erneuerbare mehr als 330 Megawatt Nennleistung im Bereich Windenergie zur Genehmigung eingereicht. Allein in diesem Jahr will das Energieunternehmen nach eigenen Angaben in Norddeutschland Windenergieprojekte mit einer Nennkapazität von über 120 Megawatt umsetzen.

"Mit diesem Projekt investieren wir weiter in unser Portfolio an Windenergieanlagen, stärken unsere regionale Präsenz in Norddeutschland und setzen konsequent um, was das Energiemonitoring der Bundesregierung identifiziert hat: den notwendigen verstärkten Ausbau von Wind-Onshore", sagt Aurélie Alemany, CEO von Enercity. (am)


19.09.2025

Uniper verkauft Datteln 4

Das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 von Uniper hat einen neuen Eigentümer.Bild: © dpa

Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper hat das Kohlekraftwerk Datteln 4 mit einer Leistung von 1052 Megawatt verkauft. Käufer ist die tschechische Resinvest Group. Im Anschluss an das sogenannte Signing werden die behördlichen Genehmigungen eingeholt. Die Transaktion umfasst neben der Kohleinfrastruktur auch die dazugehörigen Wärmeerzeugungsanlagen.

Der Verkauf des Kraftwerks war Teil der EU-Auflagen aus dem Jahr 2022. Diese waren Voraussetzung für die Beihilfen in Höhe von 34,5 Milliarden Euro, die während der Energiekrise notwendig wurden.

Eine Reihe von Auflagen

Im Rahmen der Genehmigung hat die EU-Kommission eine Reihe von strukturellen Abhilfemaßnahmen festgelegt, die Uniper umsetzen muss. In Deutschland musste Uniper neben dem Verkauf des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 auch das Fernwärmegeschäft abgeben. Außerdem sollten das Stromgeschäft in Nordamerika, das Geschäft mit Schiffstreibstoffen im Mittleren Osten, das internationale Heliumgeschäft und ein Gaskraftwerk im ungarischen Gönyu veräußert werden.

Weiter musste Uniper seine Beteiligungen an zwei Erdgas-Pipelines abgeben: betroffen sind die Opal-Leitung zwischen Lubmin in Vorpommern und südlicheren Bundesländern wie Brandenburg und Sachsen sowie die BBL-Pipeline, eine Verbindung zwischen den Niederlanden und Großbritannien. Auch die Beteiligungen an einer lettischen Gasgesellschaft und das Geschäft in Russland unter der Marke Unipro musste Uniper abgeben. (am)


17.09.2025

Rettungsversuch für Meyer Burger scheitert

Das Werk von Meyer-Burger in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) ist nun komplett geschlossen.Bild: © Meyer Burger

Der Solarhersteller Meyer Burger sieht keine Chance auf eine Rettung der gesamten Gruppe. Die Suche nach einem Investor für die gesamte Unternehmensgruppe sei gescheitert, teilt das Unternehmen am Sitz in Thun (Schweiz) mit. Es bestünden "keine realistischen Chancen mehr für eine Rettung der gesamten Unternehmensgruppe einschließlich der Muttergesellschaft".

Als Grund für das Scheitern nennt Meyer Burger die Konkurrenz aus China, die sehr günstige Solarmodule anbietet, und "erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Förderung erneuerbarer Energien sowohl in den USA als auch in Europa". Die etwa 600 Beschäftigten an den deutschen Standorten sind nach Unternehmensangaben bis auf ein Abwicklungsteam freigestellt, ihnen wurde gekündigt. Für die Schweizer Muttergesellschaft werde ein Nachlassvertrag angestrebt.

Meyer Burger – ursprünglich ein Maschinenbauer – war für eine Renaissance der Solarproduktion in Europa angetreten. Allerdings waren in Deutschland erhoffte staatliche Unterstützungen ausgeblieben. Zudem konnte das Unternehmen nicht mit billigeren chinesischen Modulen mithalten. So hatte es schon im vergangenen Jahr die Modulproduktion im sächsischen Freiberg geschlossen und seinen Fokus auf die USA verlagert. Doch auch dort wurden den Angaben zufolge im Mai die etwa 300 Mitarbeiter entlassen. (dpa)


10.09.2025

Nach Brandanschlag in Berlin: Ab Donnerstag wieder Strom + Dobrindt sieht geplante Tat

Zeigt wohl den Schaden: Dieses Foto wurde mit einem mutmaßlichen Bekennerschreiben veröffentlicht.Bild: © Indymedia

Nach einem Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin sind weiter tausende Anwohner und Geschäfte ohne Strom. Der kommunale Betreiber Stromnetz Berlin teilte mit, dass die Arbeiten bis voraussichtlich Donnerstag andauern werden. Die durch den Brand beschädigten Leitungen seien aktuell nicht nutzbar. Deshalb nutze Stromnetz Berlin einen technischen "Kniff" und verbinde vor Ort in Johannisthal mehrere Kabel miteinander.

Damit bekommt der Strom einen neuen, alternativen Weg zu den Kunden. Dafür seien die ganze Nach von Dienstag auf Mittwoch hindurch vor Ort mehrere Kabel aus der Erde geholt worden. Sie werden nun mit über zwei Meter großen Muffen (Kupplungen) verbunden. Sie müssen staubfrei montiert werden, daher sei die Arbeit komplex und dauere etliche Stunden. Bis Donnerstagabend soll so die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt sein.

Innenminister sieht gründlich geplante Tat

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat den vermutlich linksextremistischen Brandanschlag als gezielte und gründlich geplante Tat eingeordnet. Es sei auffällig, "dass gezielt offensichtlich diese Verteilerstationen ausgesucht worden sind und nicht willkürlich", sagte Dobrindt. "Das heißt, man hat sich darauf vorbereiten müssen, man hat Analysen erstellen müssen, an welcher Stelle man das Netz hier attackieren will, um einen möglichst großen Schaden auszuüben."

Dobrindt sagte weiter, die Polizei könne aktuell noch nicht sicher sagen, ob das im Internet veröffentlichte Bekennerschreiben tatsächlich von den Tätern stamme. Klar sei aber, man habe es hier ganz offensichtlich mit einer Gruppe zu tun, die "die Bereitschaft hat, gegen unsere Gesellschaft auch gewaltsam vorzugehen". (mit dpa)


10.09.2025

Stadtwerke Velbert versorgen neues Rechenzentrum

Tobias Grau, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert, erklärte: "Die Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt, um die Region digital wie auch energetisch zukunftssicher aufzustellen."Bild: © Stadtwerke Velbert

Die Stadtwerke Velbert haben sich die Energieversorgung für ein neu eröffnetes Rechenzentrum des IT-Unternehmens Netmountains Group im Gewerbegebiet Röbbeck gesichert. Neben der Stromversorgung stellen die Stadtwerke den Glasfaser-Breitbandanschluss bereit. Photovoltaik auf dem Dach des Rechenzentrums sei in Planung, teilten die Stadtwerke mit.

Um den steigenden Strombedarf des neuen Standorts zuverlässig zu decken, errichten die Stadtwerke zudem gemeinsam mit Netmountains eine eigene 10-kV-Trafostation. Damit wird die Grundlage für eine sichere und leistungsfähige Stromversorgung geschaffen. Parallel dazu wurde das Glasfasernetz erweitert, sodass das Rechenzentrum von Beginn an von einer leistungsfähigen und hochverfügbaren digitalen Infrastruktur profitiert. Der weitere Ausbau einer redundanten Anbindung sorgt künftig für zusätzliche Ausfallsicherheit.


09.09.2025

Trianel startet neue Speichervermarktung

Trianel Gasspeicher Epe bringt ein neu konzipiertes festes Speicherprodukt "Flexomic fast" auf den Markt und startet dazu ein Auktionsverfahren für die beiden kommenden Speicherjahre für jeweils 800 Gigawattstunden Speicherkapazität.

Das neue Produkt wird sowohl für das Speicherjahr 2026/2027 als auch für das Speicherjahr 2027/2028 jeweils in 16 Losen à 50 GWh angeboten. "Das Marktumfeld bleibt weiter herausfordernd, dennoch beobachten wir weiterhin großen Bedarf gerade an hochflexiblen Speicherprodukten", erklärt Carsten Haack, Geschäftsführer der Trianel Gasspeicher Epe. "Dieses Bedürfnis möchten wir mit der neuen Auktion bedienen." Mit der Fokussierung auf ein einzelnes Produkt und der Erhöhung des Volumens erfülle Trianel konkrete Kundenwünsche. Die Vermarktung erfolge im Rahmen eines Auktionsverfahrens, bei dem Gebote für ein oder auch für beide Jahresprodukte abgegeben werden können.


09.09.2025

EnviaM will Speicher auch an Mieter verkaufen

Patrick Kather ist EnviaM-Vorstand für Erzeugung und Vertrieb.Bild: © Michael Setzpfandt

Der Energiekonzern EnviaM vertreibt ab sofort gemeinsam mit der EET (Efficient Energy Technology) eine Batteriespeicherlösung und einen dynamischen Tarif. Diese soll auch für Mieter interessant sein, wenn sie ein Balkonkraftwerk haben. Der Speicher wird über die Haushaltssteckdose in Betrieb genommen und hat eine Kapazität von 2,56 kWh.

"Mit der kostenlosen ‘iONA-App’ erhalten unsere Kunden die ideale Kombination aus Solaranlage und Batteriespeicher und können aktiv ihre Energiekosten senken", sagt Patrick Kather, EnviaM-Vorstand Erzeugung und Vertrieb. ‘SolMate 3’ von EET sei einer der innovativsten Plug-in-Batteriespeicher auf dem Markt. "Der integrierte virtuelle Smart Meter sorgt in Verbindung mit unserem Tarif 'MEIN STROM Vision' dafür, dass Kunden automatisch immer den Strom bekommen, der gerade am günstigsten für sie ist."

Mithilfe des virtuellen Smart Meters liest das System selbstständig den Energieverbrauch und wenn vorhanden die Energieerzeugung des Haushalts in Echtzeit aus. Über eine Datenschnittstelle tauschen der Speicher und die EnviaM-‘iONA-App’ parallel Preis- und Verbrauchsdaten aus, sodass die Batterie automatisch be- und entladen wird.


08.09.2025

RWE und Apollo wollen bei Amprion einsteigen

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Amprion wird das Übertragungsnetz kräftig ausbauen. (Symbolbild)Bild: © Amprion/Haslauer

RWE und der Vermögensverwalter Apollo Global Management gründen ein Joint Venture, mit dem sie sich am Übertragungsnetzbetreiber Amprion beteiligen wollen. So soll das Wachstum des Konzerns finanziert werden, teilten die Unternehmen mit.

Im Rahmen der Vereinbarung, deren Abschluss vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen für das vierte Quartal 2025 erwartet wird, stellt Apollo 3,2 Milliarden Euro an RWE bereit.

Das Joint Venture soll mit 25,1 Prozent beim Übertragungsnetzbetreiber einsteigen. Die restlichen Anteile hält weiterhin die M31-Beteiligungsgesellschaft. RWE behalte die operative Kontrolle über das Joint Venture und verwaltet weiterhin die Beteiligung; sie wird vollumfänglich im Geschäftsabschluss konsolidiert. Die von Amprion ausgeschütteten Dividenden sollen zwischen RWE und Apollo aufgeteilt werden.

Der Übertragungsnetzbetreiber begrüßte die Transaktion als ein Zeichen des Vertrauens in die Strategie des Unternehmens. Amprion plant, bis 2029 rund 36,4 Milliarden Euro in den Ausbau seines Netzes zu investieren.


03.09.2025

Thüga führt Leiter der Regionen ein

Christoph Kahlen leitet künftig bei der Thüga die Region Ost.Bild: © Thüga AG

Das Ziel ist eine noch bessere Vernetzung mit den Partnernunternehmen, Kommunen und regionalen Akteuren: Die StadtwerkegruppeThüga baut ihre regionale Präsenz aus und hat erstmals Leiter der Regionen benannt. Mit der Einführung dieser Funktion setze die Thüga "ein klares Zeichen für den weiteren Ausbau regionaler Kooperationen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Leiter der Regionen bringen langjährige Erfahrung in der Energiewirtschaft, fundiertes Branchenwissen und ein breites Netzwerk mit. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Koordinierung der Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen, der Aufbau und die Pflege von Kontakten zu Politik und Stadtwerken, die Unterstützung bei der Entwicklung neuer regionaler Projekte sowie die Übernahme von Mandaten in Thüga-Partnerunternehmen.

Leiter der Region Süd ist künftig Sven Class, der seit 2012 in der Thüga-Gruppe arbeitet und seit 2019 als Director Sales und Marketing bei der Thüga Smart Service tätig ist. Leiter der Region Ost ist Christoph Kahlen, der seit 1996 in der Thüga-Gruppe arbeitet und seit 2018 als hauptberuflicher Aufsichtsrat bei rund 25 Stadtwerken fungiert, überwiegend als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.

Leiter der Region Mitte/Nord ist Jörg Mann, der seit 2001 bei der Thüga AG und seit vielen Jahren in Projekten in den Bereichen M&A, Organisation und Reorganisation, Unternehmens- und Netzbewertungen sowie der Beratung von Partnerunternehmen tätig ist. Leiter der Region West ist Markus Spitz, der seit 2012 Geschäftsführer der Thüga Energie ist.


03.09.025

Contracting-Branche wächst stabil

Wärmepumpen erfreuen sich in der Contracting-Branche zunehmender Beliebtheit. (Symbolbild)Bild: © BillionPhotos.com/Adobestock

Mit einem Vertragszuwachs von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr setzt die Contracting-Branche ihre stabile Entwicklung fort. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Branches Verbands Vedec für das Geschäftsjahr 2024. Seit rund zehn Jahren bewegt sich das Wachstum konstant auf diesem Niveau. Der Branchenumsatz stieg 2024 um 6,3 Prozent auf rund 5,26 Milliarden Euro.

Ein deutliches Plus gab es beim Einsatz von Luft-Wärmepumpen, deren Anteil sich von 14 Prozent auf 30 Prozent mehr als verdoppelte. Contracting-Unternehmen setzten dagegen weniger Pellets und Hackschnitzeln ein, der Anteil reduzierte sich auf 26 Prozent. Förderprogramme gewinnen für Contracting-Anbieter an Attraktivität. Insbesondere die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). 32 Prozent der befragten Energiedienstleister nutzen mittlerweile Fördermittel, 2023 waren es noch etwas weniger. Dennoch verzichten nach wie vor rund zwei Drittel auf Förderprogramme.

Hemmnisse und Ausblick 

Als größte Herausforderungen nennen die Marktteilnehmer:innen unverändert die unsicheren politischen Rahmenbedingungen, Preisentwicklungen und fehlende Gesetzesnovellen. Vor allem die sich wiederholende Debatte um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird als zentrales Hemmnis genannt. Dies lässt Energiedienstleister und Kund:innen unsicher in die Zukunft blicken, da sie Investitionsentscheidungen langfristig auf Grundlage der geltenden Gesetzeslage treffen.


02.09.2025

Stadtwerke Heidenheim kaufen Solarpark von Juwi

Frederik Faißt (rechts im Bild), Abteilungsleiter Vermarktung bei Juwi mit Michael Holdenrieder, Vorstand der Stadtwerke AG (links im Bild) bei der Vertragsunterzeichnung.Bild: © Stadtwerke Heidenheim

Die Stadtwerke Heidenheim AG – Unternehmensgruppe hat ihr Erneuerbaren-Portfolio weiter ausgebaut. Der Kommunalversorger hat den Solarpark Truppacherhof mit einer Gesamtleistung von rund 10.848 Kilowatt von der Juwi-Gruppe aus Wörrstadt erworben. Der Solarpark wird derzeit von der Juwi GmbH am Standort Truppacherhof, Contwig im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz errichtet und soll voraussichtlich im Dezember des laufenden Jahres in Betrieb genommen werden.

Der Park besteht aus insgesamt rund 17.500 Modulen und soll künftig etwa 12,3 Mio. Kilowattstunden (kWh) pro Jahr umweltschonenden Strom ins Netz einspeisen. Das Erneuerbaren-Portfolio der Stadtwerke Heidenheim Gruppe wächst damit auf eine Gesamtleistung von rund 260.000 kW an.


2. September 2025

Enercity übernimmt Wärmeprojekte von EAM

Enercity Contracting-Geschäftsführer Michael Hartung und EAM-Geschäftsführer Sven Nuhn bei der symbolischen Schlüsselübergabe.Bild: © Enercity Contracting

Enercity Contracting, ein Tochterunternehmen der Enercity AG aus Hannover, hat von dem Kasseler Energiedienstleister "Energie aus der Mitte" (EAM) sechs Projekte zur Wärmeversorgung im Norden von Deutschland erworben. Die Projekte mit einer Gesamtwärmeleistung von 13 Megawatt befinden sich in Hamburg, Kiel, Lübeck und Neustadt am Rübenberge. Neben der Wärmeversorgung von Gebäudekomplexen umfasst das Portfolio auch drei Nahwärmenetze.

Zu einer symbolischen Schlüsselübergabe zum Projektpaket trafen sich Vertreter beider Unternehmen in Hamburg. Enercity Contracting-Geschäftsführer Michael Hartung freut sich über die weitere Stärkung des eigenen Portfolios: "Die Projekte der EAM entsprechen unserem Kerngeschäft.“ Durch die neuen Aktivitäten steigert Enercity contracting seine Präsenz im norddeutschen Raum, wo sie mit zwei Niederlassungen in Hamburg und Bremen vertreten ist. 

Für EAM ist der Verkauf Teil der Fokussierung auf den Kern des Geschäftsgebietes in der Mitte Deutschlands. "Hier wollen wir verstärkt die Energie- und Wärmewende gestalten", erläutert Sven Nuhn, Geschäftsführer der EAM Natur Energie. 


01.09.2025

Hannover stellt Fläche für Projekt von Enercity und Eavor bereit

Vorbereitung in Hannover: Seismiktrucks erkundeten bereits im Umfeld der geplanten Bohrungen die geologischen Verhältnisse.Bild: © enercity 

Eines der ersten urbanen Tiefengeothermieprojekte Europas soll bei Hannover entstehen. Aus zirka 3200 Metern Tiefe soll bei dem Projekt von Enercity und Eavor Wärme gewonnen werden. Diese soll nach der Gewinnung dem Fernwärmenetz zugeführt werden. Ab 2027 soll es so weit sein. 

Für das Projekt wurde nun von der Landeshauptstadt ein Grundstück zur Verfügung gestellt, wie die Stadt mitteilte. "Hannover ist Vorreiterin, denn es ist die erste Anlage dieser Art in einer Großstadt. Damit wollen wir die ländlich geprägte, klimafreundliche Geothermie stadttauglich machen und auch eine Blaupause für andere Städte bieten", sagt Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. "Dieses Projekt ist ein entscheidender Schritt, um die Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt Hannover auf erneuerbare und unabhängige Energie umzustellen. Der innovative Ansatz wird über unsere Grenzen hinaus Interesse an der Lösung wecken."

Insgesamt sind zwei der Anlagen vom Typ Eavor-Loop am Standort geplant, insgesamt sollen sie eine Leistung von 30 Megawatt Leistung haben. Damit könnten pro Jahr 250 Millionen Kilowattstunden eingespeist werden. 20.000 Haushalte könnten so mit Wärme versorgt werden, heißt es in der Mitteilung. Das entspricht 15 bis 20 Prozent des Wärmebedarfs in Hannover. "Unser Ziel ist es, mit skalierbarer Tiefengeothermie Städte mit erneuerbarer und verlässlicher Energie zu versorgen – ganz ohne Emissionen, Fracking oder thermische Quellen. Hannover ist die erste Großstadt in Deutschland, in der wir diese Technologie umsetzen dürfen – dafür sind wir der Landeshauptstadt und Enercity sehr dankbar", sagte Marco Becker, Geschäftsführer der Eavor GmbH.


01.09.2025

Erneut kein Kohleverfeuerungsverbot

Braunkohlerevier in Nordrhein-Westfalen: Bis 2038 sollen alle Kohlekraftwerke in Deutschland abgeschaltet sein. (Symbolbild)Bild: © Lucas Maier 

Die Bundesnetzagentur BNetzA hat erneut kein Kohleverfeuerungsverbot verhängt. Grundlage hierfür wäre das Gesetz zur Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung (KVBG). Bis zum Anordnungstermin am 1. September seien bereits so viele Kohlekraftwerke aus dem Markt ausgeschieden, dass bereits das Zielniveau für das Jahr 2028 unterschritten sei, heißt es von der BNetzA. 

Das Zielniveau bezeichnet die im jeweiligen Zieljahr gesetzlich noch zugelassene Menge der Nettonennleistung von Steinkohle- und Braunkohlekleinanlagen. Wenn Kraftwerke ausscheiden, können diese noch Bestandteil der Netzreserve sein. Bis 2023 hat die Bundesnetzagentur bereits ein Verbot für drei Anlagen mit insgesamt 1,4 Gigawatt Leistung ausgesprochen.  


01.09.2025

Windparkbetreiber bekommt Kapitalerhöhungshilfe

Ørsted-Windpark Riffgat rund 15 Kilometer nördlich der Insel Borkum (Symbolbild)Bild: Sina Schuldt/dpa 

Der norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor hat angekündigt, neue Aktien für sechs Milliarden dänische Kronen (804 Millionen Euro) beim kriselnden dänischen Windparkbetreiber Orsted zu buchen. Damit wird die Beteiligung von zehn Prozent aufrechterhalten. Orsted hatte am 11. August eine Kapitalerhöhung über 60 Milliarden dänische Kronen angekündigt. Auch Orsteds Mehrheitsaktionär, der dänische Staat, unterstützt den Schritt.

Bei Orsted war zuletzt der Teilverkauf des Windparks "Sunrise" geplatzt. Zudem verhängte die US-Regierung einen Baustopp für das bereits weit fortgeschrittene Windkraftprojekt "Revolution Wind" vor der Küste von Rhode Island, das Orsted zusammen mit einer Infrastruktur-Tochter des US-Finanzriesen Blackrock baut. Die verantwortliche Behörde begründete den Baustopp mit neu aufgetretenen "Bedenken".

Orsted hatte vergangene Woche erklärt, das Projekt habe von allen beteiligten Stellen eine vollständige Zulassung. Der Bau des Projekts sei zu 80 Prozent abgeschlossen. Alle Fundamente seien fertig, 45 von 65 Turbinen seien bereits installiert. Der Konzern befinde sich im Dialog mit den zuständigen Behörden, um den Bau so rasch wie möglich wieder aufnehmen zu können. (mit dpa) 


29.08.2025

LNG-Terminal Wilhelmshaven 2 startet kommerziellen Betrieb

Mit Wilhelmshaven 2 nimmt am Standort Wilhelmshaven eine zweite schwimmende LNG-Einheit den Betrieb auf.Bild: © Wolfhart Scheer/NPorts

Die Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) hat am 29. August das zweite Wilhelmshavener LNG-Terminal offiziell in den kommerziellen Betrieb genommen. Nach erfolgreichem Testbetrieb und erteilter Genehmigung durch das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg geht die schwimmende Regasifizierungseinheit (FSRU) mit dem Namen Excelsior nun in Betrieb.

Diese schwimmende Plattform FSRU Excelsior nimmt verflüssigtes Erdgas (LNG) von Tankern auf, wandelt es an Bord wieder in den gasförmigen Zustand um und speist es ins deutsche Gasnetz ein. Das Terminal bietet 2025 zunächst eine Regasifizierungskapazität von bis zu 1,9 Milliarden Kubikmetern Erdgas, was dem Heizbedarf von rund 1,5 Millionen Vierpersonenhaushalten entspricht. Ab 2026 steigt die verfügbare Kapazität auf bis zu 4,6 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, womit rechnerisch bis zu 3,7 Millionen Haushalte versorgt werden können. Bereits in der ersten Vermarktungsrunde im Juli 2025 waren die angebotenen Kapazitäten für das laufende Jahr wie auch für 2026 vollständig gebucht – darin sehen die Betreiber nach eigenen Angaben ein deutliches Signal für die hohe Marktakzeptanz.

Zusatzkapazität für Speicherbefüllung

Das Terminal Wilhelmshaven 2verfügt über ein flexibles Leitungssystem für die direkte Einspeisung an Land sowie ein europaweit einzigartiges Ultraschallverfahren zur Reinigung des Meerwassersystems. Beide Innovationen sollen Umweltbelastungen reduzieren und den effizienten Betrieb sichern.

Das schwimmende Terminal ergänzt die bereits bestehenden Terminals in Brunsbüttel und Wilhelmshaven und schafft zusätzlichen Spielraum zur Befüllung der Gasspeicher vor der Heizperiode. DET setzt dabei auf ein Netzwerk internationaler Partner: Excelerate Energy als Betreiber der FSRU, Gasfin Services für das operative Management vor Ort und KN Energies für das Commercial Management sowie die Wartung.


29.08.2025

Heag steigert Jahresergebnis erneut

2024 musste Heag die Verlustübernahme der Mobilitätstochter Heag Mobilo GmbH von 12,8 Millionen Euro stemmen.Bild: © Heag mobilo

Die Darmstädter Heag hat ihren Wachstumskurs auch 2024 fortgesetzt und das Geschäftsjahr mit einem Plus von 11,5 Millionen Euro abgeschlossen. Damit lag das Jahresergebnis 2,9 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Auch die Beteiligungen der Holding, allen voran die Versorgungssparte Entega haben sich trotz eines herausfordernden Marktumfelds stabil entwickelt, teilte das Unternehmen mit. Diese Robustheit sichere den finanziellen Handlungsspielraum, um innovative Stadtentwicklungsprojekte voranzubringen und zugleich ökonomisch nachhaltig zu agieren.

Konzernergebnis unter Vorjahresniveau

Von 29,5 Millionen Euro im Jahr 2023 stiegen die Beteiligungserträge im Jahr 2024 auf 32,4 Millionen Euro. Wesentlicher Ertragsbringer blieb die Entega AG mit 29,6 Millionen Euro, während die Bauverein AG 2,8 Millionen Euro beisteuerte. Auf der Aufwandseite dominierte die Verlustübernahme für die Mobilitätstochter Heag Mobilo GmbH mit 12,8 Millionen Euro, die den Fortbestand des ÖPNV sicherte. Trotz gestiegener Belastungen durch Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit Entega-Anteilen erreichte die Bilanzsumme der Heag 689,8 Millionen Euro, die des Konzerns 3, 9 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis ging dabei auf 61,4 Millionen Euro zurück (2023: 94,5 Millionen Euro). Das führen die Vorstände auf Einmaleffekte im Energiesektor 2023 zurück.

Die Zahlungen an Darmstadt konnte die Heag erneut erhöhen - von 30,5 Millionen Euro 2023 auf 31,2 Millionen Euro. Die Dividendenausschüttung an die Stadt stieg auf 7,5 Millionen Euro, weitere 0,4 Millionen Euro flossen an die Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt.


29.08.2025

PV, Speicher, Wärmepumpe: Osnabrück setzt auf vernetzte Energieversorgung

Stadtwerke Osnabrück erweitern ihr Wärmepumpen-Paket um weitere Leistungen.Bild: © Andreas Baumer/ZfK

Die Stadtwerke Osnabrück erweitern ihr Angebot für private Haushalte um ein Komplettpaket für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher. Damit knüpfen sie an ihr Wärmepumpen-Paket an, das Ende 2024 gestartet ist. Ziel ist es, Eigenheimbesitzern eine kombinierte Lösung für Heizung, Stromerzeugung und Speicherung anzubieten, die verschiedene Komponenten der Energieversorgung bündelt. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit dem Technologiepartner Viessmann Climate Solutions sowie regionalen Handwerksbetrieben. Der Schritt ist ein Ausbau der seit 2024 bestehenden Kooperation beider Unternehmen rund um das Wärmepumpen-Komplettpaket für Privathaushalte.

Bessere Nutzung von Eigenstrom

Das neue Paket soll es ermöglichen, den selbst erzeugten Strom effizienter zu nutzen – etwa in Verbindung mit einer Wärmepumpe oder einem Elektroauto, werben die Stadtwerke Osnabrück. Neben der Planung und Installation übernehmen die beteiligten Fachbetriebe auf Wunsch auch Wartung und Service. Laut den Stadtwerken können Kundinnen und Kunden durch die intelligente Verknüpfung von Erzeugung, Verbrauch und Speicherung ihren Eigenverbrauch steigern und unabhängiger von schwankenden Strompreisen werden.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Energiemanagement: Neue gesetzliche Regelungen wie das Solarspitzengesetz sehen vor, dass bestimmte PV-Anlagen nur mit Smart-Meter-Technik voll ins Netz einspeisen können. Wer seinen Strom hingegen selbst nutzt oder speichert, profitiert unmittelbar. Die Stadtwerke bündeln dafür Technik und passende Tarife in einem Konzept, das langfristig auch weitere Komponenten wie Wallboxen integrieren soll. Damit soll die lokale Energiewende für Haushalte einfacher und planbarer werden.


28.08.2025

Eon schließt Kooperation mit Digital-Vermarkter

Mit der Kooperation mit United Internet Media baut Eon seine digitalen Vertriebskanäle weiter aus.Bild: © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Essener Energiekonzern Eon bietet seine Strom- und Gasprodukte künftig über die bekannten E-Mail-Provider "GMX" und "WEB.DE" an. Beide Marken gehören zu United Internet Media, mit der der Versorger einen Kooperationsvertrag geschlossen hat. Die Zusammenarbeit ermögliche einen Zugang zu rund 35 Millionen potenziellen Kunden, teilte Eon mit. Der Marktanteil beider Provider beläuft sich in diesem Segment auf etwa 50 Prozent.

Laut Eon profitieren Kundinnen und Kunden bei Vertragsabschluss von einem Neukundenbonus und erhalten zudem einen "Wunschgutschein" im Wert von 30 Euro bei der Nutzung von Freemailing beziehungsweise 50 Euro für Userinnen und User der Paymailing-Option. Die Tarife werden ab sofort direkt über die Vorteilswelt von "WEB.DE" und "GMX" angeboten. Durch die Kooperation bauen die Essener ihre digitalen Vertriebswege damit weiter aus.


26.08.2025

Iqony bringt neues Tool zur Direktvermarktung auf den Markt

Iqony Trace Electricity haben ein digitales Tool zur Direktvermarktung von Strom aus Wind- und Solaranlagen vorgestellt.Bild: @Iqony

Der Essener Energiedienstleister Iqony hat mit dem Start-up Trace Electricity ein digitales Tool zur Direktvermarktung von Strom aus Wind- und Solaranlagen vorgestellt. Der sogenannte Angebots-Konfigurator ermöglicht es Betreibern, innerhalb weniger Minuten eine Preisindikation zu erhalten, wirbt Iqony. Ziel der Anwendung sei es, den bislang oft papier- und zeitintensiven Prozess zu vereinfachen und digitaler zu gestalten.

Das System des Tools ist laut Iqony modular aufgebaut und soll im Laufe des Jahres auch für weitere Anwendungsfelder wie Power Purchase Agreements (PPAs) oder Marktzugangsverträge nutzbar werden. Damit soll die digitale Abwicklung nicht nur auf die Direktvermarktung beschränkt bleiben, sondern auch andere Geschäftsmodelle im Energiemarkt unterstützen, hieß es aus Essen.

Die Entwickler betonen, dass der Konfigurator einfach zu bedienen und ortsunabhängig nutzbar ist. Mit wenigen Klicks können Betreiber ein unverbindliches Angebot erhalten, was den Markteintritt erleichtern und den Aufwand für Anlagenbetreiber deutlich reduzieren soll. Die Nutzung des Tools ist kostenfrei.

Mit dem Projekt wollen Iqony und Trace Electricity einen Beitrag zur Beschleunigung und Vereinfachung der Direktvermarktung leisten. Besonders hervorgehoben werde dabei die Transparenz des Verfahrens sowie die Möglichkeit, schnell von einer Preisindikation zu einem verbindlichen Angebot zu gelangen. Damit soll der Prozess effizienter und für mehr Betreiber zugänglich werden.


26.08.2025

Trianel gewinnt zwei neue Gesellschafter

Die Geschäftsführer der Trianel Sven Becker (l.) und Oliver Runte freuen sich über zwei neue Gesellschafter.Bild: @ Trianel

Die Wuppertaler Stadtwerke und die Siegener Versorgungsbetriebe lassen die Stadtwerkekooperation auf insgesamt 53 Gesellschafter anwachsen. Die Gesellschafterstruktur der Trianel entwickelt sich damit weiter.

Zwei kommunale Energieversorgungsunternehmen aus Nordrhein-Westfalen verstärken die Stadtwerkekooperation Trianel aus Aachen. "Wir freuen uns, dass die Wuppertaler Stadtwerke GmbH (WSW) und die Siegener Versorgungsbetriebe GmbH (SVB) jetzt Teil der Trianel-Familie sind", sagte Sven Becker, Sprecher der Trianel-Geschäftsführung.

Aus seiner Sicht würden beide Unternehmen mit ihrem "klaren Fokus auf die Energiewende und eine moderne Daseinsvorsorge" hervorragend in das Netzwerk der Stadtwerkekooperation passen. Gemeinsam wollen sie nun "weitere Akzente bei der Dekarbonisierung und Transformation unseres Energiesystems setzen." Der Gesellschafterbeitritt war möglich, da die Stadtwerke Trier aufgrund einer strategischen Neuausrichtung nach 16 Jahren der Zugehörigkeit ihre Anteile in Höhe von 1,49 Prozent zur Verfügung gestellt haben. Die Trianel und die Trierer würden aber bei vielen Projekten miteinander verbunden bleiben, so Becker weiter. "Die Übernahme der Anteile durch die Stadtwerke Wuppertal und die SVB ist eine gute Lösung."


26.08.2025

Thermondo wird SHK-Partner

Thermondo hat sein Installationsgeschäft für externe Handwerkspartner aus dem Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) geöffnet.Bild: © Thermondo

Wärmepumpen-Installateur Thermondo hat sein Installationsgeschäft für externe Handwerkspartner aus dem Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) geöffnet. Mit dem Schritt vollzieht das Cleantech einen strategischen Kurswechsel: Bislang setzte Thermondo nahezu ausschließlich auf festangestellte Handwerker:innen – nun ergänzen qualifizierte Partnerbetriebe die Wärmepumpen-Installation.

Nach dem Abschluss einer Pilotphase kooperiert Thermondo bereits mit einer zweistelligen Zahl externer SHK-Unternehmen in den Regionen Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern. In den ersten Monaten werden über 100 Installationen mit Partnern umgesetzt; eine weitere Skalierung ist vorgesehen.

"Wir haben mit unseren eigenen Handwerkern bereits bewiesen: Installationsqualität ist skalierbar", sagte Richard von Oldershausen, Vice President Operations bei Thermondo. Durch den gezielten Einsatz ausgewählter externer Partner erweitere das Unternehmen seine Kapazitäten bei der Wärmepumpen-Installation und können unsere Teams bundesweit gleichmäßiger auslasten, hieß es weiter.


25.08.2025

In Landsberg sind die schwierigen Zeiten überwunden

Vorstand Jörg Gründiger initiierte die Umstrukturierung.Bild: © Fotostudio Thomas Mannheim

Dünne Gewinne und Verluste während der Corona-Pandemie: Die Stadtwerke Landsberg hatten in der Vergangenheit zu kämpfen, nun ist man nach eigenen Angaben auf einem nachhaltigen Erfolgskurs. Die Landsberger schließen das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresergebnis von 2,6 Millionen Euro ab. Seit 2023 verzeichnet das Unternehmen wieder eine positive Ergebnisentwicklung und führt das auf seine Umstrukturierung zurück.

Mit der Berufung von Vorstand Jörg Gründinger begann im Jahr 2022 der umfassende Neustrukturierungsprozess. In einem partizipativen Prozess mit den Mitarbeitenden wurden konkrete nächste Schritte für die jeweiligen Geschäftsfelder erarbeitet. Besonderes Augenmerk lag demnach auf der Weiterentwicklung des unternehmerischen Grundkonzepts, der Stärkung der Zukunftsrobustheit sowie der Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen in der Branche.

Um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, haben die Stadtwerke eine zusätzliche Führungsebene in Form von Bereichsleitungen etabliert: eine Bereichsleitung Technik & Netze sowie eine Bereichsleitung Kaufmännischer Service und die Bereichsleitung Marketing, Vertrieb & Beschaffung. Diese Struktur soll eine klarere Aufgabenteilung, optimierte Prozesse und eine insgesamt effizientere Unternehmenssteuerung ermöglichen. Der Alleinvorstand – bis zum Juni 2024 war diese Position noch als Doppelspitze besetzt – soll sich dadurch, neben dem Tagesgeschäft, stärker auf strategische Fragestellungen und die Zukunftsgestaltung der Stadtwerke Landsberg konzentrieren.


18.08.2025

Stadtwerke Offenbach profitieren von Sondereffekten

Blick vom Main auf die Stadtkulisse von Offenbach.Bild: © Igor Link/AdobeStock

Die Stadtwerke Offenbach haben das Geschäftsjahr 2024 über Plan abgeschlossen. Der Gesamtkonzern verzeichnete einen Überschuss von 9,19 Millionen Euro (2023: 10, 5 Millionen). Die Umsatzerlöse des Konzerns betrugen 151,89 Millionen Euro (2023: 136,6 Mio.). Die Eigenkapitalquote konnte erneut leicht gesteigert werden und betrug 40,5 Prozent (Vorjahr: 39,6 Prozent).

Die Muttergesellschaft Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) erzielte einen Gewinn von 6,38 Millionen Euro. Das Ergebnis liegt damit 1,5 Millionen Euro höher als im Vorjahr und ist laut Unternehmensangaben damit das beste Resultat der letzten zehn Jahre. In den vier Geschäftsfeldern der Stadtwerke – Mobilität, Stadtservice, Immobilien und Veranstaltungen – konnten überwiegend stabile Ergebnisse erzielt werden. 

Maßgeblich beigetragen zum Geschäftsergebnis haben neben der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften auch positive Sondereffekte, wie beispielsweise gestiegene Zinserträge. Ebenfalls positiv auf das Gesamtergebnis ausgewirkt haben sich die Einsparungen, die durch den Reorganisationsprozess im Geschäftsfeld Mobilität erzielt werden konnten.


15.08.2025

Naturenergie betreibt künftig Netz für Stadtwerke Müllheim-Staufen

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Müllheim-Staufen, Florian Müller (l.) und der kaufmännische Geschäftsführer der Naturenergie Netze, Boris Philippeit bei der Vertragsunterzeichnung.Bild: @ Naturenergie Netze

Zum 1. Januar 2026 übernimmt die Naturenergie Netze im Auftrag der Stadtwerke Müllheim-Staufen den operativen Betrieb des Stromverteilnetzes, das teilten die Unternehmen mit. Für das Gasnetz ist der Betriebsstart durch Naturenergie Netze ein Jahr später vorgesehen. Zuvor seien noch umfangreiche technische Entflechtungen erforderlich. Die Stadtwerke bleiben in beiden Fällen Eigentümerin und Konzessionsnehmerin.

Nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Badenova Netze über mehrere Jahre sei dieser Neuvergabe ein ergebnisoffenes und aufwendiges Verfahren vorausgegangen. Der neue Pachtvertrag für das Stromnetz läuft bis Ende 2035, der für das Gasnetz bis Ende 2034.


11.08.2025

Geothermie für München, Germering und Puchheim

Geothermie: Wärme aus der Tiefe. (Symbolbild)Bild: © Stockwerk Fotodesign/AdobeStock

Die Geothermiegesellschaft Zukunftswärme M West (ZMW) ist seit dem 30. Juli offiziell gegründet, das teilten die drei Partner Stadtwerke München (SWM) sowie die Städte Germering und Puchheim mit. Aufgabe der ZMW ist die Untersuchung, Planung, Errichtung sowie später der Betrieb einer Tiefengeothermieanlage. Die Beteiligung an der Gesellschaft liegt aktuell für die SWM bei 60 Prozent, für Germering bei 25 Prozent und für Puchheim bei 15 Prozent.

Insgesamt blickten die SWM auf 20 Jahre Erfahrung in der Geothermie zurück und haben bereits sechs Anlagen im Münchener Raum in Betrieb. Germering und Puchheim hätten durch die Beteiligung an der Gesellschaft die Möglichkeit, eine lokale Wärmeversorgung aufzubauen bzw. zu erweitern und unabhängiger von fossilen Energieträgern und externen Energielieferanten zu werden. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Anlage aufgeteilt werden könnten. Die Inbetriebnahme der Geothermieanlage soll nach aktuellem Zeitplan frühestens im Jahr 2033 erfolgen.


06.08.2025

Trotz Hochwasser: Osterholzer Stadtwerke mit "solidem" Ergebnis

Aufsichtsratsvorsitzender Tim Jesgarzewski und Stadtwerkechef Christian Meyer-Hammerström.Bild: © Osterholzer Stadtwerke

Das Jahr 2024 habe für die Osterholzer Stadtwerke viele Herausforderungen bereitgehalten, sagt Christian Meyer-Hammerström, Geschäftsführer der Osterholzer Stadtwerke zum Jahresabschluss 2024: "Mit einigen hatten wir gerechnet, aber andere kamen dann doch unerwartet. Wir wussten zum Beispiel, dass uns die Folgen der Energiekrise weiterhin beschäftigen und dass wir die Ausschreibung der Kommunalen Wärmeplanung gewinnen wollten – aber dass wir zum Jahresbeginn mit dem verheerenden Hochwasser in Lilienthal zu kämpfen hatten oder dass wir es mit einem Wohnungsverwalter zu tun bekommen, der die Nebenkosten für mehrere Wohnobjekte über Monate nicht bezahlt – damit hatten wir nicht gerechnet."

Die gute Nachricht sei: Die Osterholzer Stadtwerke seien solide durch das Jahr gekommen. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 5,3 Millionen Euro. Trotz der teilweisen Verwendung der eigens für die Bewältigung der Energiekrise gebildeten, vorausschauenden Risikovorsorge des Jahres 2023 belief sich die Eigenkapitalquote auf über 40 Prozent. Die Stadtwerke investierten zudem acht Millionen Euro.

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