Kurz und knackig: Die ZFK hat einen Ticker für Unternehmensnachrichten eingerichtet, um Sie immer auf dem neuesten Stand zu halten.
Haben Sie Informationen oder Anmerkungen, die Sie teilen möchten? Dann wenden Sie sich gern an unsere Autor:innen Pauline Faust, Artjom Maksimenko oder Hans-Peter Hoeren.
31. Juli 2026
Stadtwerke Aschaffenburg profitieren von Sondereffekten

Die Stadtwerke Aschaffenburg haben 2025 mit einem Gewinn von rund 4,5 Millionen Euro abgeschlossen –ursprünglich war die kommunale Unternehmensgruppe in ihrer Planung von einem Defizit von 2,1 Millionen Euro ausgegangen. Allerdings geht die Verbesserung laut Unternehmen zu etwa zwei Dritteln auf Sondereffekte zurück. "Das Ergebnis zeigt, dass die Stadtwerke wirtschaftlich solide aufgestellt sind. Gleichzeitig darf der hohe Gewinn nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Jahr durch zahlreiche Sondereffekte geprägt war und wir vor erheblichen Investitions- und Finanzierungsaufgaben stehen", sagt Stefan Maunz, Vorsitzender der Werkleitung.
Wichtigster Ergebnisbringer war die Aschaffenburger Versorgungs GmbH (AVG) mit 11,4 Millionen Euro Gewinn – unter anderem wegen höherer Absatzmengen, geringerer Materialaufwendungen und der Auflösung einer Rückstellung. Gleichzeitig bleibt der Investitionsdruck hoch: Insgesamt investierte der Verbund 24,1 Millionen Euro, davon 10,2 Millionen Euro ins Stromnetz – nach Angaben der Stadtwerke so viel wie noch nie, um Versorgungssicherheit bei steigenden Lasten zu sichern und die Zuwächse im Bereich der Erneuerbaren integrieren zu können.
Kosten aus EU-Emissionshandel sorgen für Minus in Entsorgung
Im ÖPNV meldet das Unternehmen einen Fahrgastrekord von über 6,5 Millionen (plus 2,4 Prozent). Das Defizit des Verkehrsbetriebs sank auf 4,8 Millionen Euro (2024: 6,8 Millionen Euro), begünstigt durch "aperiodische Effekte" rund um das Deutschlandticket. Herausforderungen zeigen sich im Entsorgungsbereich: Dort rutschten die Stadtwerke mit 1,9 Millionen Euro ins Minus – wegen sinkender Erlöse (etwa bei Alttextilien) und steigender Kosten, unter anderem durch den EU-Emissionshandel für die Abfallverbrennung sowie höhere Personalkosten. Ab 2027 werde eine "wesentliche" Erhöhung der Abfallgebühren notwendig. Zudem steht die Wiedereröffnung der sanierten Eissporthalle (Investition 4,5 Millionen Euro) für November 2026 im Plan. Das Defizit der Bäder und Eissporthalle konnte im Geschäftsjahr 2025 auf rund zwei Millionen Euro reduziert werden.
Den Großteil des Überschusses wollen die Stadtwerke zur Finanzierung kommender Aufgaben im Unternehmen halten: 3,9 Millionen Euro sollen in Rücklagen fließen, 0,6 Millionen Euro an die Stadt abgeführt werden.
29. Juli 2026
RWE erhöht die Ergebnisprognose für 2026 und 2027

Der Energiekonzern RWE hat nach einem überraschend gut verlaufenen Halbjahr die Ergebnisprognosen für das laufende Jahr und das Geschäftsjahr 2027 erhöht. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte bei 5,75 bis 6,35 Milliarden Euro liegen, teilte das Unternehmen mit. Zuvor war RWE von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro für das laufende Jahr ausgegangen.
Für das kommende Jahr rechnet RWE insgesamt beim operativen Gewinn mit 6,7 bis 7,3 Milliarden Euro und damit an beiden Enden der Spanne mit einer halben Milliarde mehr als bisher. Das erste Halbjahr habe die Erwartungen des Marktes übertroffen, hieß es in einer Pressemitteilung. Insbesondere die Bereiche Onshore/Solar, Energiehandel sowie Flexible Erzeugung hätten ein außerordentlich gutes Ergebnis erzielt. Grund sei eine starke operative Performance und positive Einmaleffekte. Für das zweite Halbjahr rechnet RWE mit zusätzlichen positiven Ergebnisbeiträgen aus der aufgestockten Beteiligung an Amprion sowie höheren Rohstoffpreisen.
28. Juli 2026
Eon-Vertriebschef begrüßt geplante Änderungen in EEG-Novelle

Der Vertriebschef von Eon Deutschland, Filip Thon, begrüßt die geplanten Änderungen der EEG-Novelle. Mit wachsendem Anteil erneuerbarer Energien müssten auch kleinere PV-Anlagen stärker auf Markt- und Flexibilitätssignale reagieren können. Die Abkehr von der starren Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen sowie ein geplanter Bonus für die Direktvermarktung seien daher wichtige Schritte, um die Einspeisung besser an Marktsignalen auszurichten, Flexibilität wirtschaftlich nutzbar zu machen und Fehlanreize abzubauen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Entscheidend sei ein einfacher, verständlicher und praxistauglicher Übergang für Kundinnen und Kunden; Direktvermarktung müsse massentauglich werden. Thon kündigte an, an kundenfreundlichen Produkten für neu geplante Solaranlagen zu arbeiten – abhängig von der konkreten Ausgestaltung des EEG. Kritisch bewertet er die geplante 50-Prozent-Einspeisebegrenzung: Sie würde Flexibilitätspotenziale pauschal einschränken und die wirtschaftlich sinnvolle Nutzung von Solarstrom erschweren. Statt starrer Vorgaben brauche es intelligente Steuerbarkeit, Preis- und Flexibilitätssignale sowie praxistaugliche Marktmechanismen.
28. Juli 2026
Tübingen integriert Batteriespeicher in seinen größten Solarpark

An der Nordspitze ihres bisher größten Freiflächen-Solarparks Traufwiesen wollen die Stadtwerke Tübingen (SWT) ihr erstes selbst entwickeltes Batterie-Energie-Speicher-System (BESS) integrieren. Der Batteriespeicher-Park Großholz ist im Umfeld mehrerer Energieanlagen geplant, darunter zwei Solarparks, ein E-Auto-Schnellladepark sowie ein Umspannwerk. Die Bauarbeiten sollen im August starten, die Inbetriebnahme ist bereits für den Herbst vorgesehen.
Der Solarpark Traufwiesen erhält damit eine Erweiterung um einen Batteriespeicher mit 13,8 MW Leistung (Be- und Entladung) und 30,1 MWh Speicherkapazität. Die Stadtwerke sprechen von einer auch wirtschaftlich lukrativen Ergänzung und investieren dafür einen hohen einstelligen Millionenbetrag. Der Solarpark Traufwiesen wird damit der dritte Solarpark mit Batteriespeicher im Stadtwerke-Portfolio.
Als "Graustromspeicher" kann der Batteriespeicher sowohl aus dem Solarpark als auch aus dem Stromnetz beladen werden, die Ausspeisung erfolgt ins Netz. Die Vermarktung soll vor allem über den Verkauf des gespeicherten Stroms erfolgen – etwa indem überschüssig produzierter Solarstrom zwischengespeichert und zu Zeiten ohne Sonne und Wind abgegeben wird. Zudem verweisen die SWT darauf, dass große Freiflächen-PV-Anlagen tagsüber teils abgeschaltet werden müssten, wenn zu viel Erneuerbaren-Strom ins Netz fließt; Batteriespeicher könnten in solchen Szenarien überschüssigen Solarstrom aufnehmen.
17. Juli 2026
Uniper plant Teilnahme an zwei Kraftwerksauktionen
und setzt künftig auch auf Rechenzentren

Der Düsseldorfver Energiekonzern Uniper hat seine Transformationsstrategie bekräftigt und den Investitionsfokus nachgeschärft: Zwischen 2025 und 2030 will der Konzern rund 5 Milliarden Euro in Versorgungssicherheit und die Transformation der europäischen Energiesysteme investieren – gut die Hälfte davon in Deutschland. Künftig soll mehr als die Hälfte der Mittel in das Segment Flexible Generation fließen, insbesondere in Neubau, Standortentwicklungen sowie Umrüstung und Modernisierung bestehender Anlagen. Im Fokus steht dabei der klimaneutrale Betrieb, das heißt wasserstofffähige oder CCS-fähige Anlagen.
Ein zentraler Baustein für die Investitionen in Deutschland sollen die Ausschreibungen nach dem StromVKG im September und Dezember 2026 sein. Uniper plant, sich dort mit zwei wasserstofffähigen Kraftwerken mit zusammen rund 1,7 Gigawatt an den Standorten Gelsenkirchen-Scholven und Staudinger zu beteiligen; die Projekte seien in technischen Konzeptplanungen und Standortvorbereitungen weit fortgeschritten. Darüber hinaus nennt Uniper weitere mögliche Neubau-, Modernisierungs-, Laufzeitverlängerungs- und Konversionsprojekte im Gigawatt-Maßstab in Deutschland sowie in Großbritannien, Schweden und den Niederlanden.
Neue Erlöspotenziale durch Rechenzentrums-Ausbau
Als Zukunftsfeld hebt Uniper Rechenzentren hervor: Das Unternehmen will neue Erlöspotenziale aus der Ansiedlung von Rechenzentren an Kraftwerksstandorten erschließen – etwa über Verkauf oder Verpachtung von Flächen, Co-Investments, strukturierte Stromlieferverträge (PPA) und teils direkte Versorgung aus eigener gesicherter Erzeugung. Uniper habe bereits mehr als zehn geeignete Standorte entlang europäischer Daten-Hubs identifiziert; drei Projekte seien in fortgeschrittener Entwicklung, weitere Investitionsentscheidungen würden im Lauf des Jahres 2026 erwartet. Ein erstes Projekt in Großbritannien ist bereits abgeschlossen.
Im Segment Greener Commodities will Uniper sein Gasgeschäft konsequent weiter diversifizieren und hält am Ziel fest, das Gasportfolio mittelfristig überwiegend auf Basis langfristiger Verträge auf 250 bis 300 Terawattstunden auszubauen. Grundlage seien langfristige Lieferverträge, unter anderem mit Woodside (Australien), Tourmaline (Kanada) und Conoco Phillips (USA), sowie ein umfangreiches Portfolio an Gasspeichern.
17. Juli 2026
RWE darf Amprion-Beteiligung aufstocken

Grünes Licht für die Aufstockung der RWE-Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion: Das Bundeskartellamt hat den Erwerb von rund 47 Prozent der Anteile an der M31-Beteiligungsgesellschaft durch RWE freigegeben. M31 hält 74,9 Prozent an Amprion. Mit dem Schritt erhöht sich der "durchgerechnete" RWE-Anteil an Amprion von bislang rund 20 Prozent auf künftig rund 55 Prozent. Alleinige Kontrolle über Amprion erlangt RWE nach Angaben der Behörde wegen eines Konsortialvertrags mit M31 jedoch nicht.
RWE und Amprion seien auf verschiedenen Marktstufen tätig. Bei Zusammenschlüssen solcher Unternehmen könnten Anreize oder Möglichkeiten für eine Bevorzugung des Fusionspartners entstehen, verdeutlichte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt.
Die Prüfung der Wettbewerbsbehörde habe aber ergeben, dass sich durch den Erwerb weiterer Anteile an Amprion durch RWE die Anreize und Möglichkeiten für eine Bevorzugung nicht verändern würden. Zudem unterlägen Unternehmen mit Erzeugung und Netzbetrieb einer sektorspezifischen Regulierung. Im Verfahren habe sich das Bundeskartellamt mit der Bundesnetzagentur zu den Entflechtungsvorgaben ausgetauscht.
17. Juli 2026
Gaggenau und Baden-Baden wollen Kooperation ausbauen

Die Stadtwerke Baden-Baden und die Stadtwerke Gaggenau (beide in Baden-Württemberg) wollen ihre Zusammenarbeit ausweiten und haben dafür eine gemeinsame Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet. Geplant ist, die bisherige Kooperation, etwa im Einkauf und bei Ausbildungsangeboten, auf eine gemeinsame Servicegesellschaft auszudehnen.
Grund für den Schritt sind nach Angaben der Stadtwerke wachsende Herausforderungen für kommunale Versorger: Energie- und Wärmewende, fortschreitende Digitalisierung, steigende regulatorische Anforderungen, Fachkräftemangel und hoher Investitionsbedarf. Mit der engeren Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen ihre Stärken bündeln, Fachwissen besser nutzen, Ressourcen effizienter einsetzen und sich bei personellen Engpässen gegenseitig unterstützen. Ziel sei es, Aufgaben weiter zuverlässig zu erfüllen und neue Anforderungen gemeinsam zu bewältigen, heißt es in der Pressemitteilung.
Konkret sollen das gemeinsame Fachwissen noch besser genutzt und Ressourcen noch effizienter eingesetzt werden. Bei personellen Engpässen will man sich gegenseitig unterstützen. In den kommenden Monaten sollen die konkrete Ausgestaltung der Servicegesellschaft sowie die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erarbeitet werden.
15. Juli 2026
Rheinenergie baut bundesweites Batteriespeicher-Portfolio aus

Die Kölner Rheinenergie hat im niedersächsischen Einbeck einen Großbatteriespeicher erfolgreich in Betrieb genommen und baut damit ihr bundesweites Speicher-Geschäft aus. Die Anlage leistet 24,5 Megawatt und kommt auf 64 Megawattstunden Speicherkapazität. Der Standort liegt zwischen windreichen Erzeugungsregionen im Norden und industriestarken Verbrauchszentren im Süden – der Speicher soll Überschüsse aus hoher erneuerbarer Erzeugung aufnehmen und bei Bedarf wieder einspeisen.
Die Strategie dahinter: Die Rheinenergie will ein deutschlandweites Speicherportfolio aufbauen, ihr Angebot an skalierbaren Energiedienstleistungen ausweiten und zusätzliche Erlöse im Flexibilitätsmarkt erschließen – unter anderem über Netzsystemdienstleistungen sowie Day-Ahead- und Intraday-Handel. Vertriebsvorstand Stephan Segbers nennt Batteriespeicher ein "zentrales Wachstumsfeld“; vermarktet wird über Rheinenergie Trading. Planung, Bau und Wartung übernimmt SMA Altenso; beide Partner wollen weitere Projekte mit mehreren Hundert Megawatt realisieren.
15. Juli 2026
Voxenergie muss Vertragsstrafe zahlen

Voxenergie muss nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen wegen eines Verstoßes gegen eine Unterlassungserklärung eine Vertragsstrafe zahlen. Die Verbraucherzentrale hatte den Anbieter bereits 2019 wegen aus ihrer Sicht irreführender Geschäftspraktiken abgemahnt. Im Fokus standen demnach Umzugsformulare, die den Eindruck erweckt hätten, es würden nur bestimmte Unterlagen – etwa Übergabeprotokolle, Mietverträge oder Ummeldebescheinigungen – als Nachweis akzeptiert.
Zudem soll Voxenergie verlangt haben, Kundinnen und Kunden sollten nach einem Umzug weiter den Grundpreis des bisherigen Vertrags zahlen, auch wenn am neuen Wohnort keine Belieferung erfolge. Eine Erstattung sei erst nach "erfolgreicher Schaltung" in Aussicht gestellt worden.
"Eine abgegebene Unterlassungserklärung ist nicht bloß ein symbolischer Akt. Wer dagegen verstößt, muss mit der Durchsetzung der vereinbarten Vertragsstrafe rechnen", sagte René Zietlow-Zahl, Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Nachdem Voxenergie die Zahlung zunächst verweigert habe, sei der Anbieter auf Klage der Verbraucherzentrale hin vom Landgericht Berlin II zur Zahlung verurteilt worden.
9. Juli 2026
Grünstadter Stadtwerke suchen Partner

Die Grünstadter Stadtwerke im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz sind auf der Suche nach einem Kooperations- oder Fusionspartner, das berichtet die "Rheinpfalz." Nach den Informationen der lokalen Zeitung haben sich Stadtwerke mit Eisenberger Keep (Kommunale Eisenberger Energiepartner) getroffen. Das Unternehmen ist ein Zusammenschluss regionaler E-Werke in der Region.
9. Juli 2026
Stadtwerke Neuss mit Erfolgen im Vertrieb und im Contracting

Die Stadtwerke Neuss haben das Geschäftsjahr 2025 deutlich über Plan abgeschlossen. Der Konzernumsatz konnte laut Pressemitteilung um fünf Millionen Euro auf 323 Millionen Euro gesteigert werden. Als Gründe hierfür wurden unter anderem vertriebliche Erfolge beim Strom- und Gasabsatz, stabile Netzerträge, Wachstum beim Contracting, sehr gute Absätze beim Deutschlandticket und ein Besucherwachstum bei der Stadtwerke-Bäder-Tochter NBE angeführt.
Das Finanzergebnis war jedoch gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Dennoch habe der mehrheitlich kommunale Gesellschafter nach Steuern und nach Ausschüttung an die Minderheitsgesellschafter einen Konzernüberschuss von rund 12 Millionen Euro erwirtschaftet, heißt es weiter. Ein Teil davon kann für Zukunftsaufgaben thesauriert werden.
Die Gesamtinvestitionen der Stadtwerke Neuss lagen im Jahr 2025 ohne Finanzanlagen auf dem rekordhohen Niveau von rund 34,8 Millionen Euro (2024: 25,7 Mio. Euro).
9. Juli 2026
Stadtwerke Heidenheim bauen Erneuerbaren-Portfolio weiter aus

Die Stadtwerke Heidenheim AG – Unternehmensgruppe (Stadtwerke AG) konnte im Geschäftsjahr 2025 mit ihren Hauptgeschäftszweigen Energie- und Trinkwasserversorgung, erneuerbare Energien, Immobilienwirtschaft und Dienstleistungen ein solides Jahresergebnis erwirtschaften. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben weiterhin "konsequent in Projekte" zur Erzeugung regenerativer Energien und in den Aufbau von Wohn- sowie Gewerbeflächen und baute seinen bundesweiten Energievertrieb und seine Dienstleistungsangebote weiter aus.
Das gesamte Erneuerbaren-Portfolio der Stadtwerke AG (EE-Anlagen, an denen die Stadtwerke AG mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist) umfasste 2025 eine Leistung von rund 261 Megawatt (MW). Damit können pro Jahr rund 527 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt werden. Das entspricht knapp dem Dreifachen des gesamten Stromabsatzes im Netzgebiet der Stadtwerke AG.
Insgesamt investierte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 bei einem konsolidierten Konzernumsatz von rund 700 Millionen Euro rund 70 Millionen Euro in die Zukunft der Unternehmensgruppe. Der Jahresüberschuss des Konzerns lag nach Verlustübernahme der defizitären Betriebe Bäder und Verkehr (Parkierung) bei rund 48 Millionen Euro. Insgesamt rund 47 Millionen Euro konnten in die Rücklagen eingestellt werden.
Aus dem Bilanzgewinn der Stadtwerke Heidenheim AG, die als Konzernholding fungiert, werden rund 3,76 Millionen Euro vor Steuern als Dividende an die alleinige Aktionärin, die Stadt Heidenheim, ausgeschüttet.
3. Juli 2026
Stadtwerke München stocken Anteile an der M-Net auf

Die Stadtwerke München (SWM) haben sie ihre Beteiligung an der Telekommunikationstochter M-Net von rund 63,8 Prozent auf rund 76,8 Prozent erhöht. Möglich wurde das durch den Erwerb der Anteile der bisherigen kommunalen Mitgesellschafter N-Ergie Nürnberg, ESTW Erlangen sowie Infra Fürth.
Anteilseigner neben den SWM sind weiterhin das Allgäuer Überlandwerk (AÜW), das seinen Anteil auf 10 Prozent erhöht, sowie die Stadtwerke Augsburg (swa) mit einem Anteil von unverändert 13,2 Prozent.
Die Konsolidierung des Gesellschafterkreises folge einer klaren industriellen Logik und trage operativ den gemeinsamen regionalen Schwerpunkten des Glasfaserausbaus Rechnung: M-Net versorgt in Bayern und im angrenzenden Main-Kinzig-Kreis insgesamt eine knappe Million angeschlossene Haushalte auf Basis von Glasfaserleitungen bis zum Kabelverzweiger (FTTC), bis in die Gebäudekeller (FTTB) oder bis in die einzelnen Wohnungen und Gewerbeeinheiten (FTTH).
Allein in München sind rund 650.000 Haushalte an die Glasfaser-Infrastruktur von M-Net und den SWM angebunden und sollen in den kommenden Jahren durchgängig mit der modernsten Technologie FTTH erschlossen werden. Weitere rund 40.000 glasfaserbasierte Haushalte befinden sich im Versorgungsgebiet von swa und AÜW.
Mit dem Erwerb der zusätzlichen Anteile schaffen die SWM nach eigenen Angaben die Voraussetzung für eine intensivere Zusammenarbeit: Die Vereinheitlichung der Entscheidungsstrukturen reduziere Komplexität und Abstimmungsaufwand und beschleunige die Umsetzung strategischer Projekte. Die weitere Entwicklung der Infrastruktur sowie vertriebliche Maßnahmen könnten auf diese Weise noch stärker verzahnt werden.
"Durch die konsolidierte Gesellschafterstruktur und die klare strategische Anbindung erhalten wir langfristige Planungssicherheit für die weitere Entfaltung des operativen Geschäfts und künftige Investitionen. Damit verbessern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber großen nationalen Anbietern oder anderen regionalen Akteuren bei der Entwicklung von Wachstumschancen in München und ganz Bayern", so Soeren Wendler, Sprecher der Geschäftsführung von M-Net.
3. Juli 2026
Osterholzer Stadtwerke: "Bedeutung regionaler Lösungen wächst"

Auch im Geschäftsjahr 2025 haben sich die Osterholzer Stadtwerke in der Nähe von Bremen in einem weiterhin wettbewerbsintensiven Marktumfeld erfolgreich behauptet. Mit einem Marktanteil von über 75 Prozent in den Wettbewerbssparten Strom und Gas blieb der Kommunalversorger der führende Energieversorger der Region, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei sanken im Wesentlichen witterungsbedingt die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Millionen auf 85,7 Millionen Euro. Neben Konzessionsabgaben und Steuern konnte wie im Vorjahr eine Ausschüttung von rund 4,4 Millionen Euro erwirtschaftet werden.
Ebenso wurden wichtige Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens umgesetzt. "Wir haben auch 2025 wieder gezielt in unsere Infrastruktur investiert", sagt Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström. Dazu gehörten neben klassischen Maßnahmen zur Sicherung der Netze auch Themen wie Digitalisierung, moderne Prozesse und die Vorbereitung auf die Anforderungen der kommenden Jahre. Das Investitionsvolumen lag bei über elf Millionen Euro.
Die Energiebranche bleibe weiterhin von einem hohen Veränderungstempo geprägt, so Meyer-Hammerström. Der Ausbau erneuerbarer Energien, steigende Anforderungen an die Netzinfrastruktur, die Entwicklung zukunftsfähiger Wärmekonzepte sowie neue regulatorische Vorgaben stellten Energieversorger auch weiterhin vor immer neue Aufgaben. Gleichzeitig wachse die Bedeutung regionaler Lösungen, um die Energiewende vor Ort erfolgreich zu gestalten.
Auch die kommunale Wärmeplanung spielte dabei eine wichtige Rolle. Die Stadtwerke haben im vergangenen Jahr ihre regionale Expertise eingebracht und die kommunale Wärmeplanung für die Gemeinden Lilienthal, Ritterhude und die Stadt Osterholz-Scharmbeck erarbeitet. Damit wurde eine wichtige Grundlage geschaffen, um gemeinsam mit den beteiligten Akteuren Perspektiven für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung in der Region zu entwickeln, heißt es weiter.
3. Juli 2026
Enwag übertrifft Vorjahresergebnis

Mit einem Jahresüberschuss von 5,4 Millionen Euro hat die Energie- und Wassergesellschaft mbh (Enwag) ihr Ergebnis von 2024 knapp übertroffen. Die Umsatzerlöse liegen bei rund 99 Millionen Euro (2024: 107 Mio. Euro). "Das ist ein sehr gutes Ergebnis, das zeigt, dass wir uns in einem anspruchsvollen Markumfeld gut positioniert haben", sagt Enwag-Geschäftsführer Berndt Hartmann.
Für kommende Investitionen kann die Enwag ihre Eigenkapitalquote stärken: Dank des Beschlusses der Gesellschafter verbleiben 1,3 Millionen Euro des Jahresüberschusses im Unternehmen, anstatt ausgeschüttet zu werden. Der Fokus bei den kommenden Investitionen der Enwag liegt auf den Strom und Wärmenetzen. Ziel der Enwag ist es laut Pressemitteilung, mit dem Ausbau der Wärmenetze Schritt für Schritt den Einsatz dezentraler fossiler Heizsysteme zu reduzieren. Aber auch das Wassernetz ist – wie vielerorts in Deutschland – in die Jahre gekommen und muss sukzessive erneuert werden. Daneben bilden aber auch die Entwicklung neuer Energiedienstleistungen wie Wärmelösungen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität und der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen Schwerpunkte in der Investitionsplanung der enwag.
26. Juni 2026
"Einzigartige Konsortialfinanzierung" in Berlin gelungen

Die BEW Berliner Energie und Wärme hat die Finanzierung zentraler Transformationsprojekte weitgehend gesichert, verkündete das kommunale Unternehmen. Ein Konsortium aus neun Banken stelle dafür Kredite von in Summe einer Milliarde Euro bereit.
Die Finanzierung verbinde langfristige Förderkonditionen der KfW mit der Kreditbereitstellung durch ein Bankenkonsortium. Volumen, Struktur und Laufzeiten von 20 Jahren setzten hierbei im deutschen Kreditmarkt für Energieinfrastrukturunternehmen neue Maßstäbe. Auch für ein Fernwärmeunternehmen in Deutschland ist eine Konsortialfinanzierung in dieser Form bislang einmalig. Unter Führung der IKB Deutsche Industrie Bank und der KfW IPEX-Bank stellen nationale und internationale Großbanken, Förder-, Landes- und Genossenschaftsbanken die Darlehen zur Verfügung. Die aktuelle Finanzierungsrunde baut auf der 2025 abgeschlossenen Brückenfinanzierung der BEW auf und überführt diese in eine langfristig stabile Struktur.
Möglich wird dies laut BEW durch die Einstufung der Transformationsprojekte der BEW in den Programmen der KfW als besonders förderwürdig. Je nach KfW-Programm konnten die vorgesehenen Höchstgrenzen um ein Vielfaches überschritten und Investitionen nach Abzug von Zuschüssen somit vollständig finanziert werden. Begleitet wird die Transaktion von der Finanzierungsberatung HKCF und der Anwaltskanzlei Noerr.
26. Juni 2026
Energieversorgung Mittelrhein gewinnt viele Neukunden

Die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Das Unternehmen mit Sitz in Koblenz habe sich im Jahr 2025 als führender Energieversorger im nördlichen Rheinland-Pfalz behaupten können und rund 9400 Kundinnen und Kunden hinzugewonnen. Insgesamt versorgt die EVM demnach 340.000 Kunden mit Strom und Erdgas. Dieser Vertriebserfolg habe auch dazu geführt, dass der Regionalversorger erneut ein außerordentlich gutes Jahresergebnis ausweisen kann. Nach Steuern lag das Ergebnis bei 56,1 Millionen Euro und damit 4,8 Millionen unter dem Vorjahres-Rekordwert.
Vom Erfolg des Energieversorgers profitieren laut EVM nicht zuletzt die kommunalen Anteilseigner. 48,5 Millionen Euro schüttet das Unternehmens an die Städte und Gemeinden aas, die an der EVM beteiligt sind. Den verbleibenden Anteil von 7,5 Millionen Euro führt die EVM nach einem Beschluss der Hauptversammlung ihren Rücklagen zu und stärkt damit die Eigenkapitalbasis.
25. Juni 2026
GP Joule fokussiert sich auf drei Kernbereiche

Der integrierte Energieversorger GP Joule hat eine neue Gesellschafterstruktur. Das Unternehmen will sich laut einer Pressemitteilung künftig auf die drei Kernbereiche Projektentwicklung, Anlagenbau sowie Betrieb und Services konzentrieren.
Das Dach der Gruppe bildet die GP-Joule-Holding. Deren Mehrheitsgesellschafter ist seit diesem Jahr Alexander Lehmann. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der familiengeführten Unternehmensgruppe Minol-Zenner und bereits seit 2020 Mitgesellschafter der GP-Joule-Holding.
Ove Petersen, der Gesellschafter der GP-Joule-Holding bleibt, leitet weiterhin als CEO das operative Geschäft von GP Joule. Gemeinsam mit CFO Torben Menke bildet er zukünftig die Geschäftsführung.
Heinrich Gärtner, Mitgründer und bislang CTO bei GP Joule, hat die Holding als Gesellschafter verlassen. Er konzentriert sich ganz auf das Geschäft der GP Joule Wärme GmbH & Co. KG, an der er nun die Mehrheit der Anteile hält.
23. Juni 2026
SW Lübeck thesaurieren und bekommen Zuschuss

Die Stadtwerke Lübeck rüsten sich für die Zukunft – dabei hilft das aktuelle Ergebnis: Das Geschäftsjahr 2025 schließt die Stadtwerke-Lübeck-Gruppe mit einem Umsatz von 577 Miollionen Euro (601 Millionen Euro in 2024) ab. Das Eigenkapital der Stadtwerke erhöht sich durch den erzielten Jahresüberschuss von 5,7 Millionen Euro auf 71,7 Millionen Euro (EK im Konzern: 208 Millionen Euro). Für 2026 hat die Hansestadt Lübeck zudem eine Kapitaleinlage in Höhe von sieben Millionen Euro beschlossen. Auch ist ein ertragswirksamer Zuschuss in Höhe von fünf Millionen Euro für die ÖPNV-Tochter Stadtwerke Lübeck Mobil vorgesehen.
23. Juni 2026
MVV Trading bringt Windpark in Sekundärregelleistung

Der Windpark Kürrenberg erfüllt die technischen Voraussetzungen, um Regelenergie bereitzustellen. MVV Trading und Re Cap sehen darin einen Baustein für Systemsicherheit und Energiewende.
MVV Trading und das Schweizer Asset-Management-Unternehmen Re Cap Global Investors haben einen Windpark für die Sekundärregelleistung präqualifiziert. Der Onshore-Windpark Kürrenberg im nördlichen Rheinland-Pfalz kommt auf eine Leistung von 15,2 Megawatt.
Mit der Präqualifikation könne der Windpark sicher und zuverlässig mit dem zuständigen Übertragungsnetzbetreiber kommunizieren und seine Einspeiseleistung flexibel an den aktuellen Netzbedarf anpassen, teilten die Unternehmen mit. MVV Trading betont damit die Rolle erneuerbarer Anlagen für die Systemsicherheit: "Gemeinsam zeigen wir, dass erneuerbare Energien nicht nur nachhaltig Strom erzeugen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Systemsicherheit leisten können", sagte Sarah Jungbauer, Leiterin Green Solutions bei MVV Trading.
Die Maßnahme baut auf der seit 2012 bestehenden Zusammenarbeit beider Partner auf. Der Projektpartner Re Cap sieht in der Teilnahme am Markt neben dem Systemnutzen auch zusätzliche Erlöspotenziale: "Wir erschließen durch die Präqualifikation des Windparks Kürrenberg zusätzliche Erlöspotenziale und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Netzstabilität", so Adrian Renfer, Head of Energy Markets Optimisation.
Im Sekundärregelmarkt wird Leistung vorgehalten, um Frequenzabweichungen im Stromnetz kurzfristig auszugleichen und das System stabil zu halten. Abruf und Vergütung laufen über standardisierte Verfahren der Übertragungsnetzbetreiber – teilnehmen dürfen nur Anlagen, die zuvor ihre technische Steuerbarkeit und Kommunikationsfähigkeit in der Präqualifikation nachgewiesen haben.
27. Mai 2026
Eon: Interesse an Langfristverträgen ist gestiegen

Eon kündigte an, für Bestandskunden die Energiekosten in 2026 stabil zu halten und beobachtet aktuell einen trend: "Neukunden entscheiden sich aktuell vermehrt für Verträge mit längeren Laufzeiten. Konkret beobachten wir seit Beginn des Iran-Kriegs im März, dass mehr als 50 Prozent unserer Neukunden Tarife mit längeren Laufzeiten von 24 Monaten bei uns nachfragen, um sich vor Preisschwankungen abzusichern", erklärt Martin Endress, CCO und verantwortlich für das Kundengeschäft bei Eon Energie Deutschland. "Auch in Kundengesprächen zeigt sich, dass der Wunsch nach Schutz vor Preissprüngen, Marktschwankungen und nach verlässlicher Planbarkeit zunimmt", so Endress.
Besonders in aktuellen Krisenzeiten schätzen viele Verbraucherinnen und Verbraucher verlässliche Energieanbieter, die ihnen durch eine vorausschauende Beschaffung lange Preisgarantien und damit Stabilität und Sicherheit bieten.
Gleichzeitig bleibe die Nachfrage nach Energielösungen rund ums Zuhause hoch: Die Anfragen nach Solaranlagen haben sich im März und April gegenüber dem Vorjahr in etwa verdoppelt, zudem steige auch das Interesse an Wallboxen für Elektroautos und Wärmepumpen.
27. Mai 2026
Städtischen Werke Magdeburg übernehmen Telekommunikationstochter

Die Städtischen Werke Magdeburg (SWM Magdeburg) erhöhen ihre Beteiligung an der MDCC Magdeburg-City-Com (MDCC) auf 100 Prozent und sind damit alleinige Gesellschafter des Magdeburger Telekommunikationsanbieters, das teilte das kommunale Unternehmen mit.
Mit dem Erwerb der bislang noch gehaltenen Anteile in Höhe von 51 Prozent von der Tele Columbus Netz GmbH übernehmen die SWM Magdeburg künftig die alleinige Verantwortung für den weiteren Ausbau leistungsfähiger Telekommunikationsnetze sowie innovativer Dienstleistungen im Konzern der SWM Magdeburg. Ziel ist es laut den SWM Magdeburg, Investitionen, Entscheidungsprozesse und strategische Ausrichtung künftig noch effizienter zu gestalten. Der Stadtrat hat zugestimmt, die Genehmigung der Transaktion durch die Kommunalaufsicht steht noch aus.
27. Mai 2026
Wemag und Stadtwerke Schwerin trennen sich, Deal mit Telekom

Die Wemag und die Stadtwerke Schwerin trennen ihr Glasfasergeschäft. Laut gemeinsamer Pressemitteilung wird die bis dato gemeinsam geführte Wemacom künftig eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Wemag sein. Die Stadtwerke Schwerin führen ihr Glasfasergeschäft in Eigenregie fort.
Mit dieser Neuaufstellung wollen beide Unternehmen die Grundlage für eine klare organisatorische und technische Ausrichtung beim Betrieb der Glasfasernetze in Westmecklenburg und der Landeshauptstadt Schwerin schaffen. Ziel sei eine langfristig tragfähige Struktur mit eindeutigen Zuständigkeiten und einer weiterhin partnerschaftlichen Zusammenarbeit.
Seit 1999 besteht die Zusammenarbeit. Bis Ende 2026 werden die beiden Telekommunikationsanbieter die bestehenden Netzstrukturen neu ordnen. Dabei sollen die Stadtwerke Schwerin auch weiterhin die Access-Netze im Stadtgebiet betreibe. Für das übergeordnete Backbone-Netz soll weiterhin die Wemacom verantwortlich sein.
Die Wemacg verlündete zudem, ihr Glasfasernetz für die Telekom zu öffnen. Diese erhält Open-Access-Zugang zum geförderten Glasfasernetz.
19. Mai 2026
Rheinenergie gründet mit Immobilienunternehmen ein Joint Venture

In einem neuen Joint Venture wollen die Rheinenergie und das Immobilienunternehmen Osmab ihre Kompetenzen für Energielösungen für energieintensive Immobilien bündeln. Das gab der Kölner Energiekonzern bekannt. Konkret solle die neu gegründete "Remab Energie" Rechenzentren- und Logistikstandorte entwickeln.
Die Anforderungen an moderne Logistikimmobilien und Rechenzentren wüchsen stetig, erklärte Osmab. Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und nachhaltige Konzepte würden immer stärker zu zentralen Faktoren erfolgreicher Projektentwicklung. Hier soll Remab ansetzten: Von Photovoltaik-Aufdachanlagen über Mieterstrommodelle bis hin zu intelligenten Versorgungskonzepten und Lösungen zur Abwärmenutzung sollen Immobilien energetisch ganzheitlich gedacht werden.
13. Mai 2026
Eon steigert Ergebnis

Der Essener Energiekonzern Eon hat einen guten Start in das Geschäftsjahr 2026 hingelegt. Das Unternehmen hat "in herausforderndem Umfeld" sein bereinigtes Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um zwei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gesteigert. Der bereinigte Konzernüberschuss ist im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um sieben Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gewachsen.
"Wir sind mit Tempo ins Jahr 2026 gestartet. Unsere Strategie greift, unsere Investitionen wirken und wir liefern operativ zuverlässig. Gerade in einem geopolitisch volatilen Umfeld zeigt sich die Stärke unseres Geschäftsmodells", sagte Eons CEO Nadia Jakobi.
Alle drei Geschäftsfelder – Energy Networks, Energy Infrastructure Solutions und Energy Retail – entwickelten sich laut Eon im Rahmen der Erwartungen. Für das Gesamtjahr bestätigt Eon seine Prognose und rechnet weiterhin mit einem bereinigten Konzern-Ebitda von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro und einem bereinigten Konzernüberschuss zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro.
In den ersten drei Monaten des Jahres investierte der Essener Energiekonzern insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Damit reagiere Eon auf den hohen Infrastrukturbedarf im europäischen Energiesystem. Der Schwerpunkt lag dabei erneut auf dem Ausbau, der Modernisierung und der Digitalisierung der Energieinfrastruktur sowie auf gezielten Wachstumsinvestitionen in den Geschäftsfeldern.
13. Mai 2026
RWE mit gutem Jahresauftakt

Der Essener Energiekonzern RWE hat sein Ergebnis im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gesteigert. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 legte das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 300 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro zu. Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung waren laut RWE die gegenüber dem Vorjahr verbesserten Windverhältnisse in Europa.
Ebenfalls positiv wirkte sich auf die Quartalsperformance das gewachsene Erneuerbarenportfolio des Konzerns aus. Seit Ende März 2025 verfügt RWE über zusätzliche Windparks, Solarparks und Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt 2,3 Gigawatt. Ein positiver Einmaleffekt ergab sich zudem aus einer Entschädigungszahlung des niederländischen Staates. Ergebnismindernd wirkte hingegen eine schwache Performance im Energiehandel.
In den Ausbau des Erzeugungsportfolios investierte RWE im ersten Quartal 2,3 Milliarden Euro. Auf das Jahr gesehen liegen die anvisierten Investitionen zwischen sechs und acht Milliarden Euro. Aktuell befinden sich neue Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 10,4 Gigawatt im Bau.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 bedeutet das: "Nach einem guten Start ins Jahr bekräftigen wir unsere Ergebnisprognose. Aufgrund der guten finanziellen Performance und des positiven Einmaleffektes konnten wir bereits ein Drittel unseres prognostizierten Ergebnisses je Aktie erreichen", sagte Michael Müller, Finanzvorstand der RWE AG.
Konkret bedeutet das, dass das bereinigte Ebitda sich in einer Bandbreite von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro bewegen werde. Das Nettoergebnis soll laut Prognose zwischen 1,55 und 2,05 Milliarden Euro liegen, heißt es in dem Geschäftsbericht des Energiekonzerns.
12. Mai 2026
ENBW sieht sich dank PPAs gut aufgestellt

Die EnBW meldet ihre Zahlen für das erste Geschäftsquartal und hebt die risikoarmen Einnahmequellen hervor. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe das Unternehmen ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) von 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr 1,4 Milliarden Euro) erzielt. "Der Großteil unseres Ergebnisses stammt aus den risikoarmen Geschäftsbereichen Netze und Erneuerbare Energien", erklärt Thomas Kusterer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand. Bei Letzteren, etwa bei den Offshore-Windparks, seien die Erlöse größtenteils über langfristige Stromlieferverträge abgesichert (PPAs). "Unser aktuelles Großprojekt 'He Dreiht' schreitet gut voran: Bis heute wurden 45 von 64 Turbinen installiert", so Kusterer. Für den Großteil der Kapazität seien bereits PPAs abgeschlossen. Die Breite des Portfolios und die integrierte Aufstellung sorge für hohe Stabilität und Robustheit. Gerade in einer geopolitisch angespannten Zeit mit einem schwierigen Marktumfeld bleibe EnBW so verlässlich und ertragsstark.
12. Mai 2026
MVV mit deutlichem Ergebnisrückgang

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG hat das erste Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Oktober bis 31. März 2026) mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen abgeschlossen. "Geopolitische Konflikte, volatile Energiemärkte und eine insgesamt eingetrübte konjunkturelle Lage bestimmen derzeit die Rahmenbedingungen für die Energiebranche", erklärte Gabriël Clemens, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG, bei der Vorstellung der Zahlen.
Das operative Ergebnis (Adjusted Ebit) lag mit 188 Millionen Euro erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahresniveau von 273 Millionen Euro. Negativ wirkten sich laut MVV insbesondere eine geringere Anlagenverfügbarkeit im Umweltgeschäft sowie Ergebnisrückgänge in der Erzeugung, im Privat- und Gewerbekundenbereich und im Geschäftsfeld Commodity Services aus. Ergebniszuwächse kamen hingegen "aus Windenergieanlagen sowie durch eine kühlere Witterung", hieß es weiter aus Mannheim.
12. Mai 2026
Uniper trotzt Energiepreis-Kapriolen – Jahresziele bestätigt

Uniper ist mit den Erdgas-Preissprüngen auf den Weltmärkten infolge des Iran-Kriegs im ersten Quartal gut zurechtgekommen: "Uniper ist gegenüber extremen Marktbewegungen resilienter aufgestellt als in der Vergangenheit", sagte Vorstandschef Michael Lewis am Dienstag laut Mitteilung in Düsseldorf. "Wir beziehen derzeit kein LNG aus dem Nahen Osten." Das Gas- und LNG-Beschaffungsportfolio sei gegenüber geopolitischen Risiken und daraus resultierenden Marktschwankungen breit aufgestellt.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) betrug im ersten Quartal 407 Millionen Euro nach einem Minus von 139 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch das bereinigte Nettoergebnis war wieder positiv und lag bei 231 Millionen Euro, nachdem Deutschlands größter Gasgroßhändler ein Jahr zuvor noch einen Verlust von 143 Millionen Euro verzeichnet hatte. Uniper bestätigte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr. Das schwedische Wasser- und Kernkraftgeschäft des Konzerns habe von einem höheren Preisniveau profitiert, so Uniper weiter. Dies habe an einer geringeren Windstromproduktion und trockenem Wetter in Skandinavien gelegen. Belastend wirkten eine ungeplante Abschaltung des schwedischen Kernkraftwerks Oskarshamn 3. Auch unerwartet geringe Wasserzuflüsse in der deutschen Wasserkraft beeinträchtigten den Angaben zufolge das Ergebnis. Im Gasgeschäft fielen hingegen Optimierungskosten aus den Vorjahren weg. In der Flexiblen-Erzeugung halfen höhere Ergebnisbeiträge aus dem britischen Kapazitätsmarkt. (mit dpa)
11. Mai 2026
Endkundenpreise: Gas könnte moderat steigen, Strom sinken

Wegen des Iran-Kriegs kann es nach Worten des Chefs der Bundesnetzagentur zu moderaten Preissteigerungen beim Gas kommen. "Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren alle, die an den Börsen Gas beschaffen müssen", sagte Klaus Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Für die meisten privaten Haushalte gelten hingegen Preisgarantien für zwölf Monate oder länger." Es könne bei Anschlussverträgen zu Preissteigerungen kommen. Müller ergänzte: "Aber nicht in der Dimension wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine." Müller mahnte zugleich, mit Gas sorgsam umzugehen. "Gas ist ein wertvolles Gut."
Beim Strom sieht es anders aus. "Im Strombereich haben wir sinkende Preise durch einen – auch jahreszeitlich bedingt – deutlichen Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energie", sagte Müller. (dpa)
11. Mai 2026
Verivox: Zwei Drittel der Deutschen sparen Energie

Zwei Drittel der Deutschen reagieren auf die infolge des Irankriegs steigenden Energiepreise mit Sparmaßnahmen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Besonders verbreitet sind demnach einfache Einsparungen im Alltag.
Gut zwei Drittel der Befragten geben an, aufgrund der gestiegenen Kosten bewusster mit Energie umzugehen. Davon vermeiden 56 Prozent den Stand-by-Betrieb, 52 Prozent reduzieren gezielt ihren Stromverbrauch. 55 Prozent drehen die Heizung herunter, 47 Prozent sparen beim Warmwasser und auch beim Verkehr zeigt sich ein Effekt: 48 Prozent lassen wegen hoher Spritpreise häufiger das Auto stehen und steigen öfter aufs Fahrrad um (29 Prozent) oder nutzen häufiger Bus und Bahn (24 Prozent).
Gut ein Viertel spart nach eigenen Angaben keine Energie ein. Als Hauptgrund nennt rund die Hälfte dieser Gruppe, bereits zuvor sparsam gewesen zu sein und kein weiteres Potenzial zu sehen. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung laut Befragung bei den 70- bis 79-Jährigen.
11. Mai 2026
Eon baut UK-Geschäft mit Übernahme aus

Eon kündigte heute an, den britischen Energieanbieter OVO zu übernehmen. Eon versorgt in Großbritannien rund 5,6 Millionen Kundinnen und Kunden, mit OVO sollen weitere rund vier Millionen Kunden hinzukommen. Mit dieser Kundenbasis in einem "weit entwickelten und hochdynamischen Marktumfeld" könne Eon Innovationen für neue Energielösungen entwickeln und europaweit skalieren.
"Die geplante Übernahme von OVO stärkt unser Endkundengeschäft und unterstreicht unseren Anspruch, für unsere Kundinnen und Kunden der Partner der Wahl zu sein", sagte Marc Spieker, Chief Operating Officer Commercial bei Eon.
Im Mittelpunkt der geplanten Transaktion stünde der weitere Ausbau eines kundenzentrierten und zunehmend digitalen Energiegeschäfts. Mit etwa sieben Millionen installierten Smart Metern erreichten Eon und OVO in Großbritannien eine Abdeckung von mehr als 60 Prozent ihrer Kundinnen und Kunden. Dieser hohe Digitalisierungsgrad schaffe eine starke Basis für weitere Innovationen in den Bereichen Elektrizität, Wärmeversorgung und Elektromobilität.
28. April 2026
"Grüner Strom Label" erfreut sich zunehmender Beliebtheit

238 Ökostromtarife von 39 Energieversorgern tragen inzwischen das "Grüner Strom Label". Das seien laut Eigenauskunft rund dreimal so viele wie vor zehn Jahren.
Was alle zertifizierten Tarife garantieren, sei 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Zusätzlich gibt es verpflichtende Investitionen pro Kilowattstunde. Jeder zertifizierte Tarif unterstützt somit Energiewendeprojekte wie zum Beispiel neue Wind- oder Solaranlagen sowie Effizienzmaßnahmen.
"Energieanbieter lassen ihre Tarife zertifizieren, weil sie ihren Kundinnen und Kunden endlich klar belegbare Qualität bieten wollen", sagt Christian Knops, Geschäftsführer des Vereins. Die Kriterien legt der "Grüner Strom Label e. V." gemeinsam mit seinen Trägerverbänden fest – darunter unter anderem Nabu, BUND und die Verbraucher-Initiative.
24. April 2026
Wärmewende: Wichtige Weichenstellung in Konstanz

Wichtige Weichenstellung in Konstanz: Die Stadt stärkt die Eigenkapitalbasis der Stadtwerke mit insgesamt 30 Millionen Euro – verteilt über einen Zeitraum von 15 Jahren (2027 bis 2041). Ziel ist es, den Ausbau klimafreundlicher Wärmenetze in geeigneten Konstanzer Stadtgebieten zu ermöglichen.
Die städtischen Mittel sollen je zur Hälfte als Gesellschafterdarlehen und als Kapitalzuführung fließen. Ein wesentlicher Baustein der Gesamtfinanzierung ist zudem die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), über die bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten gedeckt werden können.
Die kommunale Wärmeplanung, die der Gemeinderat bereits im Januar 2024 beschlossen hatte, sieht den Neubau überwiegend erneuerbar betriebener Wärmenetze in geeigneten Stadtquartieren vor. Die Stadtwerke gehen für die kommenden 15 Jahre von einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 550 Millionen Euro aus.
Solide Finanzierungsstruktur
Die Wärmenetze werden durch eigens gegründete Projektgesellschaften errichtet und betrieben, an denen neben den Stadtwerken weitere Gesellschafter mit Kapital und Kompetenz beteiligt sind. Rund 70 Prozent der verbleibenden Investitionskosten sollen fremdfinanziert werden – über Bankdarlehen, Förderkredite sowie Bürgerbeteiligungsmodelle wie Genussscheine oder Nachrangdarlehen. Die restlichen 30 Prozent entfallen auf Eigenkapital der Gesellschafter.
Der auf die Stadtwerke Konstanz entfallende Eigenkapitalanteil beträgt rund 59 Millionen Euro – 30 Millionen davon trägt die Stadt über den nun beschlossenen Grundsatzbeschluss bei, weitere 29 Millionen sollen die Stadtwerke aus eigener Kraft erwirtschaften.
10. April 2026
Augsburger SWA und Energie Schwaben gründen Wasserdienstleister

Die Stadtwerke Augsburg (SWA) und Energie Schwaben vereinen ihre Kompetenzen und haben eine gemeinsame Gesellschaft für Wasserdienstleistungen gegründet. "Schwaben Wasser" will für Wasserversorger und Kommunen in der Region Bayerisch-Schwaben ein umfassendes und attraktives Paket an Dienstleistungen zur Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser anbieten. Geschäftsführer sind Christian Rose, Geschäftsführer der SWA Netze, und Nihat Anaç, Geschäftsführer von Schwaben Netz.
Von der Risikoanalyse und Zustandsbewertung der Wasserversorgung bis zu einer vollständigen technischen Betriebsführung soll Kommunen ein umfassendes Paket an Dienstleistungen angeboten werden. Basis dafür seien das Know-how der Stadtwerke Augsburg im Bereich der Trinkwasserversorgung sowie die regionale Präsenz von Energie Schwaben in den Kommunen vor Ort.
12. Februar 2026
MVV mit rückläufigen Quartalszahlen
Weniger Umsatz und ein geringeres operatives Ergebnis: Der Mannheimer Energieversorger MVV Energie AG hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (1. Oktober 2025 bis 30. September 2026) deutliche Rückgänge gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet.
Die bereinigten Umsatzerlöse sanken auf 1,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,9 Milliarden Euro). Als Hauptgründe für diesen Rückgang werden niedrigere Großhandelspreise und geringere Gasabsatzmengen angegeben.
Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) lag bei 80 Millionen Euro und damit unter dem Wert des Vorjahresquartals von 122 Millionen Euro. Die kühlere Witterung hatte einen positiven Einfluss auf das Ergebnis. Eine geringere Anlagenverfügbarkeit im Umweltgeschäft sowie Ergebnisrückgänge im Erzeugungsbereich und im Geschäftsfeld Commodity Services hätten sich hingegen negativ ausgewirkt.
"Unser Start ins Geschäftsjahr 2026 liegt angesichts des anspruchsvollen Marktumfelds im erwarteten Rahmen", sagte Gabriël Clemens, Vorstandsvorsitzender von MVV. Für das Gesamtgeschäftsjahr bestätigt das Energieunternehmen aber seine Prognose und geht weiterhin davon aus, dass das Adjusted EBIT zwischen 200 und 240 Millionen Euro liegen wird.
5. Februar 2026
EnBW sichert sich PPA mit Google
Die EnBW und Google haben in einem langfristigen Stromabnahmevertrag (PPA) vereinbart, dass die EnBW Google über einen Zeitraum von 15 Jahren mit 100 Megawatt sauberem Strom aus dem Offshore-Windpark He Dreiht beliefern wird.
Google beabsichtigt, seine weltweiten Standorte bis 2030 mit Erneuerbaren Energien zu betreiben.
5. Februar 2026
EVM überarbeitet Portfoliostrategie mit Trianel
Die Stadtwerke‑Kooperation Trianel begleitet die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Gesamtportfoliostrategie, das teilten die Unternehmen mit. Ziel der EVM sei es, bereits bis 2035 den gesamten Strombedarf ihrer Privat‑ und Gewerbekunden vollständig aus lokaler erneuerbarer Erzeugung zu decken und die Positionierung als Grünstromanbieter auszubauen.
Die Basis des Projekts bil
det eine umfassende Analyse der bestehenden Anlagen der EVM sowie die Ableitung einer Roadmap bis 2030. Im ersten Projektschritt wurden das EVM-Zielbild sowie Annahmen zu langfristigen Preisentwicklungen, Markterwartungen und regulatorischen Rahmenbedingungen analysiert und ein Abgleich mit der internen Asset‑Strategie von Trianel durchgeführt.
Dabei wurden ein optimaler Asset‑Mix, mögliche Vermarktungswege – einschließlich der Nutzung eines virtuellen Kraftwerks – sowie kurzfristig umsetzbare Maßnahmen identifiziert. Das Ergebnis sei ein diversifiziertes Portfolioziel für eigene Anlagen und PPAs, das die Grünstromstrategie der EVM unterstützt.
Auf dieser Basis sollen nun die Potenziale einer Bewirtschaftung über ein virtuelles Kraftwerk vertiefend geprüft werden. Das virtuelle Kraftwerk von Trianel dient dabei als Referenzmodell. Abschließend soll eine gemeinsame Entscheidung über eine Make‑or‑Buy‑Strategie erfolgen, da der Aufbau eigener Strukturen, etwa für den Intraday‑Handel, eine hohe Komplexität verbunden mit zusätzlichen Kosten aufweist und anhand verschiedener Kriterien sorgfältig bewertet werden müsse.
16. Januar 2026
Tennet-Teilverstaatlichung: Haushaltsausschuss macht Weg frei
Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Mittel zum Kauf signifikanter Anteile am größten deutschen Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany freigegeben. Das wurde der ZfK von mehreren Mitgliedern des Haushaltsausschusses bestätigt.
Konkret will der Bund 25,1 Prozent der Anteile erwerben. Dafür veranschlagt sind in den kommenden Jahren rund 7,6 Milliarden Euro. Tennet ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. An 50Hertz und Transnet BW ist der Bund bereits beteiligt.