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Kurz und knackig: Die ZFK hat einen Ticker für Unternehmensnachrichten eingerichtet, um Sie immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Haben Sie Informationen oder Anmerkungen, die Sie teilen möchten? Dann wenden Sie sich gern an unsere Autor:innen Pauline Faust, Artjom Maksimenko oder Hans-Peter Hoeren.


27. Mai 2026

Eon: Interesse an Langfristverträgen ist gestiegen

Eon hat nach einem positiven Quartalsergebnis die Jahresprognose bestätigt.Bild: © Andreas Baumer/ZFK

Eon kündigte an, für Bestandskunden die Energiekosten in 2026 stabil zu halten und beobachtet aktuell einen trend: "Neukunden entscheiden sich aktuell vermehrt für Verträge mit längeren Laufzeiten. Konkret beobachten wir seit Beginn des Iran-Kriegs im März, dass mehr als 50 Prozent unserer Neukunden Tarife mit längeren Laufzeiten von 24 Monaten bei uns nachfragen, um sich vor Preisschwankungen abzusichern", erklärt Martin Endress, CCO und verantwortlich für das Kundengeschäft bei Eon Energie Deutschland. "Auch in Kundengesprächen zeigt sich, dass der Wunsch nach Schutz vor Preissprüngen, Marktschwankungen und nach verlässlicher Planbarkeit zunimmt", so Endress.

Besonders in aktuellen Krisenzeiten schätzen viele Verbraucherinnen und Verbraucher verlässliche Energieanbieter, die ihnen durch eine vorausschauende Beschaffung lange Preisgarantien und damit Stabilität und Sicherheit bieten.

Gleichzeitig bleibe die Nachfrage nach Energielösungen rund ums Zuhause hoch: Die Anfragen nach Solaranlagen haben sich im März und April gegenüber dem Vorjahr in etwa verdoppelt, zudem steige auch das Interesse an Wallboxen für Elektroautos und Wärmepumpen.


27. Mai 2026

Städtischen Werke Magdeburg übernehmen Telekommunikationstochter

MDCC-Chef Guido Nienhaus ist künftig Geschäftsführer eines rein kommunalen Unternehmens.Bild: © MDCC

Die Städtischen Werke Magdeburg (SWM Magdeburg) erhöhen ihre Beteiligung an der MDCC Magdeburg-City-Com (MDCC) auf 100 Prozent und sind damit alleinige Gesellschafter des Magdeburger Telekommunikationsanbieters, das teilte das kommunale Unternehmen mit.

Mit dem Erwerb der bislang noch gehaltenen Anteile in Höhe von 51 Prozent von der Tele Columbus Netz GmbH übernehmen die SWM Magdeburg künftig die alleinige Verantwortung für den weiteren Ausbau leistungsfähiger Telekommunikationsnetze sowie innovativer Dienstleistungen im Konzern der SWM Magdeburg. Ziel ist es laut den SWM Magdeburg, Investitionen, Entscheidungsprozesse und strategische Ausrichtung künftig noch effizienter zu gestalten. Der Stadtrat hat zugestimmt, die Genehmigung der Transaktion durch die Kommunalaufsicht steht noch aus.


27. Mai 2026

Wemag und Stadtwerke Schwerin trennen sich, Deal mit Telekom

Getrennt aber partnerschaftlich wollen die beiden Unternehmen arbeiten. (Archivbild)Bild: © WEMAG/SKRmedia

Die Wemag und die Stadtwerke Schwerin trennen ihr Glasfasergeschäft. Laut gemeinsamer Pressemitteilung wird die bis dato gemeinsam geführte Wemacom künftig eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Wemag sein. Die Stadtwerke Schwerin führen ihr Glasfasergeschäft in Eigenregie fort.

Mit dieser Neuaufstellung wollen beide Unternehmen die Grundlage für eine klare organisatorische und technische Ausrichtung beim Betrieb der Glasfasernetze in Westmecklenburg und der Landeshauptstadt Schwerin schaffen. Ziel sei eine langfristig tragfähige Struktur mit eindeutigen Zuständigkeiten und einer weiterhin partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Seit 1999 besteht die Zusammenarbeit. Bis Ende 2026 werden die beiden Telekommunikationsanbieter die bestehenden Netzstrukturen neu ordnen. Dabei sollen die Stadtwerke Schwerin auch weiterhin die Access-Netze im Stadtgebiet betreibe. Für das übergeordnete Backbone-Netz soll weiterhin die Wemacom verantwortlich sein.

Die Wemacg verlündete zudem, ihr Glasfasernetz für die Telekom zu öffnen. Diese erhält Open-Access-Zugang zum geförderten Glasfasernetz.


19. Mai 2026

Rheinenergie gründet mit Immobilienunternehmen ein Joint Venture

Braucht viel Energie: In der Versorgung von Rechenzentren sieht die Rheinenergie ein Geschäftsfeld.Bild: © Gorodenkoff/AdobeStock

In einem neuen Joint Venture wollen die Rheinenergie und das Immobilienunternehmen Osmab ihre Kompetenzen für Energielösungen für energieintensive Immobilien bündeln. Das gab der Kölner Energiekonzern bekannt. Konkret solle die neu gegründete "Remab Energie" Rechenzentren- und Logistikstandorte entwickeln.

Die Anforderungen an moderne Logistikimmobilien und Rechenzentren wüchsen stetig, erklärte Osmab. Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und nachhaltige Konzepte würden immer stärker zu zentralen Faktoren erfolgreicher Projektentwicklung. Hier soll Remab ansetzten: Von Photovoltaik-Aufdachanlagen über Mieterstrommodelle bis hin zu intelligenten Versorgungskonzepten und Lösungen zur Abwärmenutzung sollen Immobilien energetisch ganzheitlich gedacht werden.


13. Mai 2026

Eon steigert Ergebnis

Eon hat nach einem positiven Quartalsergebnis die Jahresprognose bestätigt.Bild: © Andreas Baumer/ZFK

Der Essener Energiekonzern Eon hat einen guten Start in das Geschäftsjahr 2026 hingelegt. Das Unternehmen hat "in herausforderndem Umfeld" sein bereinigtes Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um zwei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gesteigert. Der bereinigte Konzernüberschuss ist im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um sieben Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gewachsen.

"Wir sind mit Tempo ins Jahr 2026 gestartet. Unsere Strategie greift, unsere Investitionen wirken und wir liefern operativ zuverlässig. Gerade in einem geopolitisch volatilen Umfeld zeigt sich die Stärke unseres Geschäftsmodells", sagte Eons CEO Nadia Jakobi.

Alle drei Geschäftsfelder – Energy Networks, Energy Infrastructure Solutions und Energy Retail – entwickelten sich laut Eon im Rahmen der Erwartungen. Für das Gesamtjahr bestätigt Eon seine Prognose und rechnet weiterhin mit einem bereinigten Konzern-Ebitda von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro und einem bereinigten Konzernüberschuss zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro.

In den ersten drei Monaten des Jahres investierte der Essener Energiekonzern insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Damit reagiere Eon auf den hohen Infrastrukturbedarf im europäischen Energiesystem. Der Schwerpunkt lag dabei erneut auf dem Ausbau, der Modernisierung und der Digitalisierung der Energieinfrastruktur sowie auf gezielten Wachstumsinvestitionen in den Geschäftsfeldern.


13. Mai 2026

RWE mit gutem Jahresauftakt

RWE hat im ersten Quartal sein Ebitda um 300 Millionen gesteigert und bestätigt die Jahresprognose.Bild: © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Essener Energiekonzern RWE hat sein Ergebnis im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gesteigert. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 legte das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 300 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro zu. Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung waren laut RWE die gegenüber dem Vorjahr verbesserten Windverhältnisse in Europa.

Ebenfalls positiv wirkte sich auf die Quartalsperformance das gewachsene Erneuerbarenportfolio des Konzerns aus. Seit Ende März 2025 verfügt RWE über zusätzliche Windparks, Solarparks und Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt 2,3 Gigawatt. Ein positiver Einmaleffekt ergab sich zudem aus einer Entschädigungszahlung des niederländischen Staates. Ergebnismindernd wirkte hingegen eine schwache Performance im Energiehandel.

In den Ausbau des Erzeugungsportfolios investierte RWE im ersten Quartal 2,3 Milliarden Euro. Auf das Jahr gesehen liegen die anvisierten Investitionen zwischen sechs und acht Milliarden Euro. Aktuell befinden sich neue Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 10,4 Gigawatt im Bau.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 bedeutet das: "Nach einem guten Start ins Jahr bekräftigen wir unsere Ergebnisprognose. Aufgrund der guten finanziellen Performance und des positiven Einmaleffektes konnten wir bereits ein Drittel unseres prognostizierten Ergebnisses je Aktie erreichen", sagte Michael Müller, Finanzvorstand der RWE AG.

Konkret bedeutet das, dass das bereinigte Ebitda sich in einer Bandbreite von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro bewegen werde. Das Nettoergebnis soll laut Prognose zwischen 1,55 und 2,05 Milliarden Euro liegen, heißt es in dem Geschäftsbericht des Energiekonzerns.


12. Mai 2026

ENBW sieht sich dank PPAs gut aufgestellt

EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer spricht von einem robusten Ergebnis.Bild: © EnBW

Die EnBW meldet ihre Zahlen für das erste Geschäftsquartal und hebt die risikoarmen Einnahmequellen hervor. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe das Unternehmen ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) von 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr 1,4 Milliarden Euro) erzielt. "Der Großteil unseres Ergebnisses stammt aus den risikoarmen Geschäftsbereichen Netze und Erneuerbare Energien", erklärt Thomas Kusterer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand. Bei Letzteren, etwa bei den Offshore-Windparks, seien die Erlöse größtenteils über langfristige Stromlieferverträge abgesichert (PPAs). "Unser aktuelles Großprojekt 'He Dreiht' schreitet gut voran: Bis heute wurden 45 von 64 Turbinen installiert", so Kusterer. Für den Großteil der Kapazität seien bereits PPAs abgeschlossen. Die Breite des Portfolios und die integrierte Aufstellung sorge für hohe Stabilität und Robustheit. Gerade in einer geopolitisch angespannten Zeit mit einem schwierigen Marktumfeld bleibe EnBW so verlässlich und ertragsstark.


12. Mai 2026

MVV mit deutlichem Ergebnisrückgang

MVV Energie hält an ihrer Jahresprognose fest.Bild: © MVV Energie AG

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG hat das erste Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Oktober bis 31. März 2026) mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen abgeschlossen. "Geopolitische Konflikte, volatile Energiemärkte und eine insgesamt eingetrübte konjunkturelle Lage bestimmen derzeit die Rahmenbedingungen für die Energiebranche", erklärte Gabriël Clemens, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG, bei der Vorstellung der Zahlen.

Das operative Ergebnis (Adjusted Ebit) lag mit 188 Millionen Euro erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahresniveau von 273 Millionen Euro. Negativ wirkten sich laut MVV insbesondere eine geringere Anlagenverfügbarkeit im Umweltgeschäft sowie Ergebnisrückgänge in der Erzeugung, im Privat- und Gewerbekundenbereich und im Geschäftsfeld Commodity Services aus. Ergebniszuwächse kamen hingegen "aus Windenergieanlagen sowie durch eine kühlere Witterung", hieß es weiter aus Mannheim.


12. Mai 2026

Uniper trotzt Energiepreis-Kapriolen – Jahresziele bestätigt

11. März 2026: Michael Lewis, Vorstandsvorsitzender von Uniper, während der Uniper-BilanzpressekonferenzBild: © Federico Gambarini/dpa

Uniper ist mit den Erdgas-Preissprüngen auf den Weltmärkten infolge des Iran-Kriegs im ersten Quartal gut zurechtgekommen: "Uniper ist gegenüber extremen Marktbewegungen resilienter aufgestellt als in der Vergangenheit", sagte Vorstandschef Michael Lewis am Dienstag laut Mitteilung in Düsseldorf. "Wir beziehen derzeit kein LNG aus dem Nahen Osten." Das Gas- und LNG-Beschaffungsportfolio sei gegenüber geopolitischen Risiken und daraus resultierenden Marktschwankungen breit aufgestellt.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) betrug im ersten Quartal 407 Millionen Euro nach einem Minus von 139 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch das bereinigte Nettoergebnis war wieder positiv und lag bei 231 Millionen Euro, nachdem Deutschlands größter Gasgroßhändler ein Jahr zuvor noch einen Verlust von 143 Millionen Euro verzeichnet hatte. Uniper bestätigte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr. Das schwedische Wasser- und Kernkraftgeschäft des Konzerns habe von einem höheren Preisniveau profitiert, so Uniper weiter. Dies habe an einer geringeren Windstromproduktion und trockenem Wetter in Skandinavien gelegen. Belastend wirkten eine ungeplante Abschaltung des schwedischen Kernkraftwerks Oskarshamn 3. Auch unerwartet geringe Wasserzuflüsse in der deutschen Wasserkraft beeinträchtigten den Angaben zufolge das Ergebnis. Im Gasgeschäft fielen hingegen Optimierungskosten aus den Vorjahren weg. In der Flexiblen-Erzeugung halfen höhere Ergebnisbeiträge aus dem britischen Kapazitätsmarkt. (mit dpa)


11. Mai 2026

Endkundenpreise: Gas könnte moderat steigen, Strom sinken

Klaus Müller ist Präsident der Bundesnetzagentur
Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, sieht die Endkundenpreise für Gas moderat steigen.Bild: © Bundesnetzagentur

Wegen des Iran-Kriegs kann es nach Worten des Chefs der Bundesnetzagentur zu moderaten Preissteigerungen beim Gas kommen. "Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren alle, die an den Börsen Gas beschaffen müssen", sagte Klaus Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Für die meisten privaten Haushalte gelten hingegen Preisgarantien für zwölf Monate oder länger." Es könne bei Anschlussverträgen zu Preissteigerungen kommen. Müller ergänzte: "Aber nicht in der Dimension wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine." Müller mahnte zugleich, mit Gas sorgsam umzugehen. "Gas ist ein wertvolles Gut."

Beim Strom sieht es anders aus. "Im Strombereich haben wir sinkende Preise durch einen – auch jahreszeitlich bedingt – deutlichen Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energie", sagte Müller. (dpa)


11. Mai 2026

Verivox: Zwei Drittel der Deutschen sparen Energie

Laut Verivox geben Verbaucher an, infolge des Irankrieges Energie einzusparen.Bild: © momius/AdobeStock.com

Zwei Drittel der Deutschen reagieren auf die infolge des Irankriegs steigenden Energiepreise mit Sparmaßnahmen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Besonders verbreitet sind demnach einfache Einsparungen im Alltag.

Gut zwei Drittel der Befragten geben an, aufgrund der gestiegenen Kosten bewusster mit Energie umzugehen. Davon vermeiden 56 Prozent den Stand-by-Betrieb, 52 Prozent reduzieren gezielt ihren Stromverbrauch. 55 Prozent drehen die Heizung herunter, 47 Prozent sparen beim Warmwasser und auch beim Verkehr zeigt sich ein Effekt: 48 Prozent lassen wegen hoher Spritpreise häufiger das Auto stehen und steigen öfter aufs Fahrrad um (29 Prozent) oder nutzen häufiger Bus und Bahn (24 Prozent).

Gut ein Viertel spart nach eigenen Angaben keine Energie ein. Als Hauptgrund nennt rund die Hälfte dieser Gruppe, bereits zuvor sparsam gewesen zu sein und kein weiteres Potenzial zu sehen. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung laut Befragung bei den 70- bis 79-Jährigen.


11. Mai 2026

Eon baut UK-Geschäft mit Übernahme aus

Eon ist Deutschlands größter Energieversorger.Bild: © Andreas Baumer/ZFK

Eon kündigte heute an, den britischen Energieanbieter OVO zu übernehmen. Eon versorgt in Großbritannien rund 5,6 Millionen Kundinnen und Kunden, mit OVO sollen weitere rund vier Millionen Kunden hinzukommen. Mit dieser Kundenbasis in einem "weit entwickelten und hochdynamischen Marktumfeld" könne Eon Innovationen für neue Energielösungen entwickeln und europaweit skalieren.

"Die geplante Übernahme von OVO stärkt unser Endkundengeschäft und unterstreicht unseren Anspruch, für unsere Kundinnen und Kunden der Partner der Wahl zu sein", sagte Marc Spieker, Chief Operating Officer Commercial bei Eon.

Im Mittelpunkt der geplanten Transaktion stünde der weitere Ausbau eines kundenzentrierten und zunehmend digitalen Energiegeschäfts. Mit etwa sieben Millionen installierten Smart Metern erreichten Eon und OVO in Großbritannien eine Abdeckung von mehr als 60 Prozent ihrer Kundinnen und Kunden. Dieser hohe Digitalisierungsgrad schaffe eine starke Basis für weitere Innovationen in den Bereichen Elektrizität, Wärmeversorgung und Elektromobilität.


28. April 2026

"Grüner Strom Label" erfreut sich zunehmender Beliebtheit

Erneuerbare Energien: Verbraucher und Verbraucherinnen vertrauen gerne auf Label.Bild: © Massimo Cavallo /AdobeStock

238 Ökostromtarife von 39 Energieversorgern tragen inzwischen das "Grüner Strom Label". Das seien laut Eigenauskunft rund dreimal so viele wie vor zehn Jahren.

Was alle zertifizierten Tarife garantieren, sei 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Zusätzlich gibt es verpflichtende Investitionen pro Kilowattstunde. Jeder zertifizierte Tarif unterstützt somit Energiewendeprojekte wie zum Beispiel neue Wind- oder Solaranlagen sowie Effizienzmaßnahmen.

"Energieanbieter lassen ihre Tarife zertifizieren, weil sie ihren Kundinnen und Kunden endlich klar belegbare Qualität bieten wollen", sagt Christian Knops, Geschäftsführer des Vereins. Die Kriterien legt der "Grüner Strom Label e. V." gemeinsam mit seinen Trägerverbänden fest – darunter unter anderem Nabu, BUND und die Verbraucher-Initiative.


24. April 2026

Wärmewende: Wichtige Weichenstellung in Konstanz

In Konstanz wird die Wärmewende vor allem durch den Neubau neuer Wärmenetze umgesetzt. Die Grafik zeigt, wo genau die einzelnen Netze entstehen sollen.Visualisierung: © Stadtwerke Konstanz

Wichtige Weichenstellung in Konstanz: Die Stadt stärkt die Eigenkapitalbasis der Stadtwerke mit insgesamt 30 Millionen Euro – verteilt über einen Zeitraum von 15 Jahren (2027 bis 2041). Ziel ist es, den Ausbau klimafreundlicher Wärmenetze in geeigneten Konstanzer Stadtgebieten zu ermöglichen.

Die städtischen Mittel sollen je zur Hälfte als Gesellschafterdarlehen und als Kapitalzuführung fließen. Ein wesentlicher Baustein der Gesamtfinanzierung ist zudem die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), über die bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten gedeckt werden können.

Die kommunale Wärmeplanung, die der Gemeinderat bereits im Januar 2024 beschlossen hatte, sieht den Neubau überwiegend erneuerbar betriebener Wärmenetze in geeigneten Stadtquartieren vor. Die Stadtwerke gehen für die kommenden 15 Jahre von einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 550 Millionen Euro aus.

Solide Finanzierungsstruktur

Die Wärmenetze werden durch eigens gegründete Projektgesellschaften errichtet und betrieben, an denen neben den Stadtwerken weitere Gesellschafter mit Kapital und Kompetenz beteiligt sind. Rund 70 Prozent der verbleibenden Investitionskosten sollen fremdfinanziert werden – über Bankdarlehen, Förderkredite sowie Bürgerbeteiligungsmodelle wie Genussscheine oder Nachrangdarlehen. Die restlichen 30 Prozent entfallen auf Eigenkapital der Gesellschafter.

Der auf die Stadtwerke Konstanz entfallende Eigenkapitalanteil beträgt rund 59 Millionen Euro – 30 Millionen davon trägt die Stadt über den nun beschlossenen Grundsatzbeschluss bei, weitere 29 Millionen sollen die Stadtwerke aus eigener Kraft erwirtschaften.

10. April 2026

Augsburger SWA und Energie Schwaben gründen Wasserdienstleister

Stoßen – natürlich mit Wasser – auf die Gründung der neuen Dienstleistungsgesellschaft "Schwaben Wasser" an: die beiden Geschäftsführer Christian Rose (li.) und Nihat Anaç.Bild: © SWA/Thomas Hosemann

Die Stadtwerke Augsburg (SWA) und Energie Schwaben vereinen ihre Kompetenzen und haben eine gemeinsame Gesellschaft für Wasserdienstleistungen gegründet. "Schwaben Wasser" will für Wasserversorger und Kommunen in der Region Bayerisch-Schwaben ein umfassendes und attraktives Paket an Dienstleistungen zur Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser anbieten. Geschäftsführer sind Christian Rose, Geschäftsführer der SWA Netze, und Nihat Anaç, Geschäftsführer von Schwaben Netz.

Von der Risikoanalyse und Zustandsbewertung der Wasserversorgung bis zu einer vollständigen technischen Betriebsführung soll Kommunen ein umfassendes Paket an Dienstleistungen angeboten werden. Basis dafür seien das Know-how der Stadtwerke Augsburg im Bereich der Trinkwasserversorgung sowie die regionale Präsenz von Energie Schwaben in den Kommunen vor Ort.


12. Februar 2026

MVV mit rückläufigen Quartalszahlen

Weniger Umsatz und ein geringeres operatives Ergebnis: Der Mannheimer Energieversorger MVV Energie AG hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (1. Oktober 2025 bis 30. September 2026) deutliche Rückgänge gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet.

Die bereinigten Umsatzerlöse sanken auf 1,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,9 Milliarden Euro). Als Hauptgründe für diesen Rückgang werden niedrigere Großhandelspreise und geringere Gasabsatzmengen angegeben.

Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) lag bei 80 Millionen Euro und damit unter dem Wert des Vorjahresquartals von 122 Millionen Euro. Die kühlere Witterung hatte einen positiven Einfluss auf das Ergebnis. Eine geringere Anlagenverfügbarkeit im Umweltgeschäft sowie Ergebnisrückgänge im Erzeugungsbereich und im Geschäftsfeld Commodity Services hätten sich hingegen negativ ausgewirkt.

"Unser Start ins Geschäftsjahr 2026 liegt angesichts des anspruchsvollen Marktumfelds im erwarteten Rahmen", sagte Gabriël Clemens, Vorstandsvorsitzender von MVV. Für das Gesamtgeschäftsjahr bestätigt das Energieunternehmen aber seine Prognose und geht weiterhin davon aus, dass das Adjusted EBIT zwischen 200 und 240 Millionen Euro liegen wird.


5. Februar 2026

EnBW sichert sich PPA mit Google

Die EnBW und Google haben in einem langfristigen Stromabnahmevertrag (PPA) vereinbart, dass die EnBW Google über einen Zeitraum von 15 Jahren mit 100 Megawatt sauberem Strom aus dem Offshore-Windpark He Dreiht beliefern wird.

Google beabsichtigt, seine weltweiten Standorte bis 2030 mit Erneuerbaren Energien zu betreiben.


5. Februar 2026

EVM überarbeitet Portfoliostrategie mit Trianel

Die Stadtwerke‑Kooperation Trianel begleitet die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Gesamtportfoliostrategie, das teilten die Unternehmen mit. Ziel der EVM sei es, bereits bis 2035 den gesamten Strombedarf ihrer Privat‑ und Gewerbekunden vollständig aus lokaler erneuerbarer Erzeugung zu decken und die Positionierung als Grünstromanbieter auszubauen.

Die Basis des Projekts bil

det eine umfassende Analyse der bestehenden Anlagen der EVM sowie die Ableitung einer Roadmap bis 2030. Im ersten Projektschritt wurden das EVM-Zielbild sowie Annahmen zu langfristigen Preisentwicklungen, Markterwartungen und regulatorischen Rahmenbedingungen analysiert und ein Abgleich mit der internen Asset‑Strategie von Trianel durchgeführt.

Dabei wurden ein optimaler Asset‑Mix, mögliche Vermarktungswege – einschließlich der Nutzung eines virtuellen Kraftwerks – sowie kurzfristig umsetzbare Maßnahmen identifiziert. Das Ergebnis sei ein diversifiziertes Portfolioziel für eigene Anlagen und PPAs, das die Grünstromstrategie der EVM unterstützt.

Auf dieser Basis sollen nun die Potenziale einer Bewirtschaftung über ein virtuelles Kraftwerk vertiefend geprüft werden. Das virtuelle Kraftwerk von Trianel dient dabei als Referenzmodell. Abschließend soll eine gemeinsame Entscheidung über eine Make‑or‑Buy‑Strategie erfolgen, da der Aufbau eigener Strukturen, etwa für den Intraday‑Handel, eine hohe Komplexität verbunden mit zusätzlichen Kosten aufweist und anhand verschiedener Kriterien sorgfältig bewertet werden müsse.


16. Januar 2026

Tennet-Teilverstaatlichung: Haushaltsausschuss macht Weg frei

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Mittel zum Kauf signifikanter Anteile am größten deutschen Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany freigegeben. Das wurde der ZfK von mehreren Mitgliedern des Haushaltsausschusses bestätigt.

Konkret will der Bund 25,1 Prozent der Anteile erwerben. Dafür veranschlagt sind in den kommenden Jahren rund 7,6 Milliarden Euro. Tennet ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. An 50Hertz und Transnet BW ist der Bund bereits beteiligt.

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