Das Übertragungsnetz ist das Rückgrat der Stromversorgung in Deutschland. Das Bild zeigt die Hauptschaltleitung Wendlingen von TransnetBW.

Das Übertragungsnetz ist das Rückgrat der Stromversorgung in Deutschland. Das Bild zeigt die Hauptschaltleitung Wendlingen von TransnetBW.

Bild: © TransnetBW

Die Bundesregierung soll einen Einstieg als Investmentpartner beim Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW erwägen. Dieser könnte über eine Beteiligung der staatlichen Förderbank KfW bei der EnBW-Tochter erfolgen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Gerade mit Blick auf die Umsetzung der Energiewende habe die Regierung ein Interesse, einen Einfluss auf wichtige Säulen der Energieinfrastruktur zu behalten, heißt es weiter in dem Bericht. Bereits 2018 hatte die KfW einen Anteil von 20 Prozent am Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz vom 50Hertz-Mehrheitseigner Elia erworben, um einen Einstieg eines chinesischen Staatskonzerns zu verhindern.

Der deutsche Netzentwicklungsplan sieht allein für TransnetBW in den kommenden Jahren Investitionen von über zehn Milliarden Euro vor, unter anderem für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitung Südlink.

EnBW prüft, Milliardeninvestitionen auf mehrere Schultern zu verteilen

EnBW prüft seit einigen Monaten den Verkauf eines Minderheitsanteils an TransnetBW von maximal 49,9 Prozent an einen Finanzpartner, um die Finanzierungslast für die anstehenden Milliardeninvestitionen in die Netzinfrastruktur auf mehrere Schultern zu verteilen. 

EnBW: "Vorbereitung der Marktansprache geht gut voran"

"Wir sind uns der Attraktivität der TransnetBW aus Investorensicht bewusst und hatten diesbezüglich in den letzten Wochen zahlreiche Anfragen. Die Vorbereitung der Marktansprache geht gut voran und wir planen in den kommenden Wochen die ersten konkreteren Gespräche zu führen", teilt eine EnBW-Sprecherin auf Anfrage mit.

Zu möglichen Überlegungen der KfW können sich die EnBW indes nicht äußern. "Grundsätzlich könnte die KfW aber - wie viele andere Investoren auch - ein möglicher Finanzpartner bei der Transaktion sein."

EnBW werde in jedem Fall langfristig Mehrheitsgesellschafter von TransnetBW bleiben. Die operative Unabhängigkeit des Übertragungsnetzbetreibers bleibe auch mit einem Minderheitspartner bzw. Co-Investor als Finanzpartner gewährleistet. (hoe)

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