Nur ein Drittel der Unternehmen führt Schulungprogramme für Führungskräfte durch, um Kompetenzen für die hybride Arbeitswelt zu entwickeln.

Nur ein Drittel der Unternehmen führt Schulungprogramme für Führungskräfte durch, um Kompetenzen für die hybride Arbeitswelt zu entwickeln.

Bild: © Sebastian Gollnow/dpa

Der Mangel an umfassenden Energie- und Gebäudedaten zu Wohn- und Gewerbeimmobilien stellt bei Banken bei der Finanzierung der Transformation der Energiewende vor große Herausforderungen. Deutschland sollte deshalb schnell mit dem Aufbau einer nationalen Gebäudeenergiedatenbank beginnen, um gezielte Investitionen in die energetische Sanierung zu ermöglichen.

Dies fordern der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), die Bausparkasse Schwäbisch Hall sowie der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) in einem gemeinsamen Positionspapier.

"Ohne Faktenbasis ist jede Regulierung ein Spiel im Nebel"

"Der Gebäudesektor ist entscheidend für die Erreichung der Klimaziele. Ohne eine deutliche Erhöhung der Sanierungsquote und den Zugang zu detaillierten Energiedaten ist eine Dekarbonisierung des Gebäudebestands bis 2050 nicht erreichbar", erklärt Marija Kolak, Präsidentin des BVR.

Mike Kammann, Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Schwäbisch Hall, ergänzt: "Eine nationale Gebäudeenergiedatenbank wäre ein großer Schritt nach vorn, um Immobilienbesitzer oder -käufer individueller ansprechen und beraten zu können."

"Ohne verlässliche Faktenbasis wird jede Regulierung ein Spiel im Nebel. Die Zeit drängt. Der Aufbau einer volldigitalisierten bundesweiten Datenbank muss schnell gelingen", betont Iris Schöberl, Präsidentin des ZIA.

Daten sind auch wichtig für das Risikomanagment

Mit der EPBD wird es in Deutschland künftig neue Energieausweise geben, die sowohl Bedarfs- als auch Verbrauchswerte enthalten und somit deutlich genauer sein sollten. Solche Energieausweise könnten eine gute Basis für die Gebäudeenergiedatenbank sein.

Auch für Finanzinstitute sind die Daten nach eigenen Angaben von großer Bedeutung, da sie diese bereits jetzt zur Erfüllung der gesetzlichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen und des Risikomanagements benötigen.

Koalitionsvertrag sieht Vereinheitlichung der Energieausweise vor

Derzeit sind sie von der Bereitschaft der Kunden, diese zur Verfügung zu stellen, abhängig. Eine zentrale Gebäudedatenbank mit durch den Ersteller hinterlegten Energieausweisen würde diesen Prozess deutlich erleichtern, heißt es weiter in der Pressemitteilung

Der Aufbau nationaler Gebäudedatenbanken wird zudem von der EPBD vorgegeben und wird bereits durch die im Koalitionsvertrag angestrebte Vereinheitlichung und Digitalisierung von Energieausweisen unterstützt. (hoe)

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