„Wir konnten in einer Krisenumgebung die Strompreise vergleichsweise stabil halten und dadurch die Kundenbasis vergrößern“, erklärt der Vorstandsvorsitzende von Sachsenenergie Frank Brinkmann. Der Konzern erwartet für das Jahr 2023 eine Ergebnissteigerung auf über eine Viertelmilliarde Euro.
Die erfolgreiche Beschaffungsstrategie und zielgenaue Verbrauchsprognosen von Sachsenenergie hätten dafür gesorgt, den Gewinn 2022 zu steigern. Der vorläufige Jahresabschluss für 2023 zeige, dass dieser Erfolgskurs weiter gehalten werden konnte, verkündete das Unternehmen am Freitag.
Kunden profitieren von stabilen Preisen
Die Beschaffung war demnach so gut geplant, dass der Dresdner Kommunalversorger zuletzt erklärte, er halte 2024 für seine 650.000 Stromkunden die Preise stabil – trotz steigender Netzentgelte. Auch eine Kompensation für den Wegfall der Gaspreisbremse ist vorgesehen.
Netzausbau und schnelles Internet
Das Ergebnis ermögliche, im aktuellen Jahr über 500 Millionen Euro zu investieren:
- 200 Millionen Euro für den Ausbau der Stromnetze
- 130 Millionen Euro für Maßnahmen zur Dekarbonisierung und den Ausbau der erneuerbaren Energien
- 130 Millionen Euro für den flächendeckenden Glasfaserausbau (1.500 Kilometer Glasfaserkabel und 11.000 neue Anschlüsse)
Neue „SachsenTarife“ für die Versorgung in ganz Sachsen
„Wir tragen Sachsen im Namen und wollen für Sachsen da sein. Deswegen wird Sachsenenergie ab sofort im gesamten Freistaat Strom und Erdgas anbieten. Auch schnelles Internet bieten wir zukünftig nahezu flächendeckend in Sachsen an“, kündigt Brinkmann weiter an.
Gestartet ist der Versorger in dieser Woche mit drei Grundtarifen für Ökostrom (36,54 ct/kWh brutto), Erdgas (11,58 ct/kWh brutto) und Internet von SachsenGigaBit. Weitere Produktangebote sollen 2024 folgen.
Neuer Geschäftsbereich Naturkraft
Zum Jahresbeginn ist in Dresden zudem der neue Geschäftsbereich Naturkraft für Sachsenenergies klimafreundliche Aktivitäten ggegründet worden. Das Geschäftsfeld soll auf über 100 Mitarbeitende anwachsen und seine Expertise im Bereich der Photovoltaikanlagen verstärken.
Ziel ist laut Sachsenenergie, bis 2040 vier bis fünf Terawattstunden grüne Energieerzeugung aufzubauen. Der Konzern betreibt bereits Windkraftanlagen mit über 67 MW Leistung und PV-Anlagen über 17,4 MWp.
Zum Jahreswechsel erwarb Sachsenenergie erstmalig außerhalb Deutschlands eine Photovoltaikanlage.
Weltweite Mitarbeitersuche
Aktuell beschäftigt der Konzern über 3.700 Mitarbeitende. Für diesers Jahr plant Sachsenenergie weitere Neueinstellungen, so dass die Unternehmensgruppe auf über 4.000 Mitarbeitende anwachsen soll.
Um dies unter den aktuellen Rahmenbedingungen des Fachkräftemangels in Deutschland zu bewerkstelligen, will Sachsenenergie verstärkt international rekurtieren.
Übrigens: In der gedruckten Februar-Ausgabe der ZfK erwartet Sie ein exklusives Interview mit Sachsenenergie-Chef Frank Brinkmann.



