Blick auf das Hauptgebäude der Stadtwerke Münster am Hafenplatz. (Symbolbild)

Blick auf das Hauptgebäude der Stadtwerke Münster am Hafenplatz. (Symbolbild)

Bild: © Stadtwerke Münster

Die Stadtwerke Münster werden das pannenanfällige Windrad in Loevelingloh verkaufen. Voraussichtlich Mitte Februar beabsichtige das Windenergie-Unternehmen „iTerra energy“ aus Gießen, die Windenergieanlage im Süden Münsters zu übernehmen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke.

"Wir freuen uns, mit iTerra energy einen renommierten Projektierer gefunden zu haben, der viel Erfahrung im Betrieb des Anlagentyps mitbringt und zudem Bezüge zu Münster hat", betont Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.

Nachbesserungen des Herstellers blieben ohne Erfolg

Der nordrhein-westfälische Kommunalversorger hatte die Windenergieanlage 2017 in Betrieb genommen – nach ausführlicher Prüfung des Standortes durch die Bezirksregierung Münster, wie im Pressestatement betont wird.

Bereit kurz nach der Inbetriebnahme habe sich aber gezeigt, dass die Anlage bei bestimmten Windlagen tonhaltig war und Nachbesserungen seitens des Herstellers General Electrics ohne Erfolg blieben.

Aufgrund dieser und anderer technischer Probleme (Lokalmedien berichten auch von lauten Betriebsgeräuschen und Beschwerden der Anwohner) nahmen die Stadtwerke die Anlage freiwillig außer Betrieb, auch um eine Einigung mit General Electrics herbeizuführen. Nach dem Verkauf wird die Stadt Münster als zuständige Aufsichtsbehörde die weiteren Schritte bis zur Wiederinbetriebnahme begleiten.

Stadtwerke errichten im Herbst drei Windanlagen im Westmünsterland

Die durch den Verkauf freigewordenen Ressourcen wollen die Stadtwerke Münster nutzen, um Erfolg versprechende Windenergie- und Photovoltaikprojekte voranzutreiben. "Wir bündeln unsere Kräfte: Bis 2030 wollen wir soviel grünen Strom erzeugen, dass wir damit alle Privathaushalte Münsters versorgen könnten", erläutert Maximilian Wolf, Abteilungsleiter Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken.

Dafür ist neben einem massiven Photovoltaik-Ausbau auch der Ausbau von Windenergie nötig – von derzeit 20 Anlagen (ohne Loevelingloh) auf insgesamt 42. Das erste geplante Windenergieprojekt ist bereits genehmigt worden: So werden in diesem Herbst drei Anlagen in Südlohn-Eschlohn im Westmünsterland errichtet, die rein rechnerisch ab Frühjahr 2025 grünen Strom für rund 10.000 Haushalte pro Jahr liefern. (hoe)

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