Ein PV-Heimspeicher des Herstellers Senec

Ein PV-Heimspeicher des Herstellers Senec

Bild: © Senec

Von Artjom Maksimenko und Julian Korb

Für das Geschäftsjahr 2023 weist Senec einen Verlust von 663 Millionen Euro aus, davon sind 556 Millionen nicht durch Eigenkapital gedeckt. "Sie spiegeln die Herausforderungen eines dynamischen und sich wandelnden Marktes wider, in dem wir uns als Unternehmen konsequent positionieren und auf nachhaltiges Wachstum ausrichten", kommentierte das Unternehmen die Zahl auf Anfrage der ZfK.

Einer der Gründe für den Einbruch des Ergebnisses war der teure Austausch der defekten Speichersysteme der EnBW-Tochtergesellschaft. Im März 2022 kam es zu mehreren Bränden von Senec-Batteriespeichern. Darauf reagierte das Unternehmen mit einem großangelegten Austauschprogramm. Insgesamt mussten etwa 100.000 der Speicher der Modelle V2.1 und V3 ausgetauscht werden.

Fortschritte beim Austausch

Stand 30. Juni 2025 sind inzwischen 83 Prozent der betroffenen Heimspeicher ausgetauscht, sagte eine Unternehmenssprecherin der ZfK. Der Fokus liege dabei auf einer "gründlichen und zuverlässigen Umsetzung, um die Sicherheit und Zufriedenheit" der Kunden zu gewährleisten.  

Die hohen Verluste im Jahr 2023 führt das Unternehmen nicht ausschließlich auf die Rückstellungen für den Speichertausch zurück. Denn sie beinhalten auch Aufwendungen aus Lagerbeständen sowie Abschreibungen auf Forderungen, die "insbesondere durch die aktuellen Marktbedingungen und die allgemeine Marktentwicklung bedingt sind", hieß es weiter.

Auch im ersten Halbjahr 2024 hatte der Mutterkonzern EnBW bei der Vorstellung seiner Halbjahreszahlen auf die höheren Belastungen durch Senec hingewiesen. Im Herbst 2024 hatte der Leipziger Speicherhersteller dann sein neues Produktportfolio vorgestellt und blickt seitdem optimistisch auf die Geschäftsentwicklung. Seitdem arbeite das Unternehmen konsequent an der Stärkung des Marktanteils, hieß es auf Anfrage.

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