Die Hansestadt Stade räumt seinem hundertprozentig kommunalen Versorger, der Stader Versorgungs- und Bädergesellschaft, einen Kommunalkredit in Höhe von rund 10 Millionen Euro ein. So soll die Liquidität der Stadtwerke Stade sichergestellt werden, erklärte die Hansestadt auf Anfrage.
"Dabei handelt es sich lediglich um eine Option für unsere Stadtwerke, einen Kredit im genannten Umfang bis April 2024 zu nutzen", erklärte Stadtrat Carsten Brokelmann, der im Verwaltungsvorstand für Finanzen zuständig ist. "Bisher wurde von dieser Möglichkeit nicht Gebrauch gemacht und wir gehen davon aus, dass es dabei auch bleibt."
Zwischenzeitlich sei es allerdings bei der Entscheidung über den Kreditrahmen zu einer Eilbedürftigkeit gekommen. Dies hing mit einer Software-Umstellung bei den Stadtwerken Stade zusammen: Die neue Software konnte zunächst die Energiepreisbremsen nicht bei den Abrechnungen der Kunden berücksichtigen.
Lieber keine Beträge als zu hohe Beträge
Um nicht zuerst zu hohe Beträge abzubuchen, die dann erstattet werden müssen und damit für Unmut zu sorgen, zogen die Stader Stadtwerke keine Gebühren von den entsprechenden Kundinnen und Kunden ein, erhielten also zwischenzeitlich entsprechend weniger Einnahmen bei gleichbleibenden Aufwendungen.
"Das führte kurzzeitig dazu, dass die Stadtwerke eventuell auf einen Kredit zur Liquiditätssicherung angewiesen hätten sein können", erklärte Brokelmann. "So kam es dann allerdings doch nicht." Mittlerweile sei das Software-Problem behoben und die angepassten Abrechnungen können verschickt werden. (pfa)



