Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk (links) und Thomas Bächle, Geschäftsführer Verbund "Energy4Business" Germany, haben den Gründungsvertrag unterzeichnet.

Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk (links) und Thomas Bächle, Geschäftsführer Verbund "Energy4Business" Germany, haben den Gründungsvertrag unterzeichnet.

Bild: © Stadtwerke Münster

Von Artjom Maksimenko

Die Stadtwerke Münster und Verbund "Energy4Business" bündeln ihre Kompetenzen für eine resiliente und nachhaltige Stromversorgung. Beide Unternehmen haben einen Vertrag zur Gründung der Gesellschaft Batteriespeicher Münster unterzeichnet. Im Joint Venture bündeln die Partner unterschiedliche, sich ergänzende Stärken.

Bei dem ersten Batteriespeicherprojekt mit 16 Megawatt Leistung übernehmen die Stadtwerke die Projektentwicklung bis zur Baugenehmigung sowie nach Inbetriebnahme des Speichers die technische Betriebsführung, Verbund plant und baut den Großbatteriespeicher und übernimmt nach der Inbetriebnahme die Vermarktung. "Beim Klimaschutz gilt: Kooperation ist der neue Wettbewerb", sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk bei der Vertragsunterzeichnung. Mit dem Batteriespeicher wollen die Stadtwerke die lokale Energiewende vorantreiben.

Batteriespeicher für mehr Flexibilität

Beim Thema Erneuerbarenausbau machen die Stadtwerke Münster derzeit deutliche Fortschritte. "Gerade haben wir beispielsweise drei neue Windenergieanlagen in Südlohn in Betrieb genommen, weitere 16 sind genehmigt beziehungsweise im Bau", erläuterte eine Stadtwerkesprecherin auf ZfK-Nachfrage. In fünf Jahren will Münster dann jährlich mindestens 280 Gigawattstunden Strom aus Windenergie und 100 Gigawattstunden aus Sonnenenergie erzeugen.

Mit dem Erneuerbarenanteil erhöht sich die Volatilität der Stromerzeugung. Der Batteriespeicher soll in Münster helfen, die Energiewende intelligent und effizient umzusetzen. Er ist in der Lage, die wetterbedingte Schwankungen der Erzeugung auszugleichen, indem er den überschüssigen Strom zwischenspeichert und bei Bedarf wieder abgibt. Das Stromsystem bekommt die nötige Flexibilität und der Speicherbetreiber profitiert davon am Strommarkt. "Batteriespeicher sind aus strategischer Sicht ein zentraler Baustein für die lokale Energiewende", hieß es aus Münster.

Langjährige Kooperation im Stromhandel

Das österreichische Unternehmen ist in Münster nicht unbekannt. Die Unternehmen verbinde "eine langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung im Bereich des Stromhandels und der Flexibilitätsoptimierung von Bestandsanlagen", sagte die Unternehmenssprecherin weiter. Dabei zähle Verbund zu den führenden Unternehmen im Bereich Batteriespeicher in der DACH-Region und verfüge über fundiertes Wissen, Erfahrung und ein Netzwerk.

Darüber hinaus verbindet unsere beiden Unternehmen bereits eine langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung im Bereich des Stromhandels und der Flexibilitätsoptimierung von Bestandsanlagen – viele gute Gründe dafür, warum wir uns Verbund als strategischen Partner für das Batteriespeicherprojekt ausgesucht haben. Im Batteriespeichergeschäft beschränkt sich die Kooperation bislang auf den Batteriespeicher im Hansa-Business-Park. Das Projekt laufe sehr gut. Weitere gemeinsame Batteriespeicherprojekte befinden sich bereits in einem frühen Planungsstadium.

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