Neben den Bereichen Energiewirtschaft, Telekommunikation und Versorgungsinfrastruktur zählen Mobilitäts- und Entsorgungsdienstleister zum Kundenkreis der beiden.

Neben den Bereichen Energiewirtschaft, Telekommunikation und Versorgungsinfrastruktur zählen Mobilitäts- und Entsorgungsdienstleister zum Kundenkreis der beiden.

Bild: © TSUNG-LIN WU/AdobeStock

Die Stadtwerke Bad Harzburg und der Energieversorger Harz-Energie schließen sich zusammen. Die Fusion erfolge auf Augenhöhe. Die Stadtwerke lieferten für ihre Größe nach wie vor vernünftige Ergebnisse und seien technisch wie personell gut aufgestellt, versicherten der Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Vollrodt und Aufsichtsrats-Chef Hans-Peter Dreß gegenüber der „Goslarschen Zeitung“.

So lag das Ergebnis nach Steuern laut Bundesanzeiger in den Jahren 2020 und 2021 jeweils über drei Mio. Euro. Dennoch sei der Zusammenschluss ein unvermeidbarer Schritt in eine sichere Zukunft, so Vollrodt weiter. Das Stadtwerke Bad Harzburg seien als Einheit mittelfristig zu klein, um am Markt bestehen zu können.

Der Kommunalversorger versorgt aktuell 14.000 Strom- und rund 5000 Gaskunden. Der Jahresumsatz liegt bei rund 28 Mio. Euro. Die Harz-Energie ist im Vergleich dazu über zehn Mal so groß. Ihr Jahresumsatz liegt bei mehr als 300 Mio. Euro, sie versorgt aktuell 90.000 Strom- und 60.000 Gaskunden. Die Mitarbeiterzahl liegt bei circa 400. Die beiden Unternehmen arbeiten beim gemeinsamen Energieeinkauf bereits seit Längerem zusammen.

"Verhandlungsposition wird von Jahr zu Jahr schlechter"

Die Verantwortlichen in Bad Harzburg sehen aktuell noch ein einigermaßen gutes Zeitfenster, um attraktive Konditionen für eine Fusion auszuhandeln. „Die Verhandlungsposition wird von Jahr zu Jahr schlechter“, verdeutlichte Vollrodt. 51 Prozent der Anteile an den Stadtwerken gehören den Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetrieben (KTW). Nach dem Zusammenschluss werden die Stadtwerkeanteile in eine entsprechende Beteiligung an der Harz-Energie umgewandelt.

Grundlage hierfür ist ein Wertgutachten für beide Unternehmen, das noch erstellt wird. Die Stadtwerke sollen ihren Namen erhalten und der Mitarbeiterstamm im Großen und Ganzen erhalten bleiben. Niemand werde seinen Arbeitsplatz verlieren, heißt es weiter. Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Vollrodt, der auch der KTW vorsteht, wird in zwei Jahren in den Ruhestand gehen, auch hieraus ergeben sich zusätzliche Einsparpotenziale. (hoe)

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