Der Städtetag NRW fordert mehr Unterstützung für Kommunen bei der Wärmewende- und planung.

Der Städtetag NRW fordert mehr Unterstützung für Kommunen bei der Wärmewende- und planung.

Bild: © Stadtwerke Tecklenburger Land/ Eva Niestegge

Die Stadtwerke Tecklenburger Land haben das Kapitel Vertrieb geschlossen und wollen sich künftig auf Infrastrukturprojekte und regenerative Wärmeversorgung konzentrieren.

Ihre kommunalen Anteile in Höhe von 52 Prozent an der Vertriebsgesellschaft Stadtwerke Tecklenburger Land Energie hat der Versorger aus dem Münsterland an die Stadtwerke Osnabrück verkauft. Der Übergang der Anteile erfolgt nach Freigabe durch das Bundeskartellamt.

Als strategischer Partner waren die Stadtwerke Osnabrück von Anfang an mit 33 Prozent an der Stadtwerke Tecklenburger Land Energie GmbH beteiligt. Da auch Westenergie seine Anteile an der Ibbenbürener Vertriebsgesellschaft verkauft hat, hält Osnabrück damit alle Anteile am Unternehmen.

Der "Strategische Partner der ersten Stunde" übernehme demnach die Energieversorgung von mehr als 12.000 Kunden", teilte das Unternehmen mit Sitz in Ibbenbüren mit. An den Verträgen der rund 9.300 Strom- und 3.300 Gaskunden in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln werde sich durch den Anteilsverkauf nichts ändern.

Marktherausforderungen zu groß

Die Entscheidung über den Verkauf ihres Vertriebsgeschäfts führen die Stadtwerke auf die massiven Veränderungen auf dem Energiemarkt zurück, der seit 2021 mit kurzfristigen Preisschwankungen und zunehmenden Anforderungen des Gesetzgebers die Unternehmen vor große Herausforderungen stelle. Dieser Umstand betreffe vor allem kleinere Vertriebsgesellschaften.

Deshalb waren sich die Beteiligten einig, dass mit diesem Schritt "ein sinnvoller, für alle Seiten Nutzen bringender Weg eingeschlagen wird", die Vertriebsgesellschaft zukunftsweisend aufzustellen.

Zurück zum strategischen Ursprung

Insgesamt sieben Kommunen aus dem Tecklenburger Land haben die Stadtwerke 2014 gegründet. Das ausgerufene Ziel dieser kommunalen Neugründung war primär die Rekommunalisierung der Versorgungsnetze. Die Aufgabe des Vertriebsgeschäfts ist somit eine Rückkehr zu den Anfängen des Unternehmens.

Die Netze behalten die Stadtwerke in der eigenen Hand und wollen sie durch Modernisierung und Digitalisierung weiter zukunftsfähig entwickeln. Weitere zukunftsweisende Geschäftsfelder bilden aus Sicht der Stadtwerke der Ausbau regenerativer Wärmeversorgung durch Kalte Nahwärme und Nahwärme, die ressourcenschonende Mobilität, der Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie der geförderte Wohnungsbau. (am)

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