Die Nue GmbH stellt ihren Geschäftsbetrieb zum 1. Oktober 2024 endgültig ein. Das teilte Jelena Mrvelj, Gründerin des Unternehmens, auf der Homepage mit. Der Insolvenzantrag beim Amtsgericht Charlottenburg sei wegen der drohenden Zahlungsunfähigkeit notwendig geworden.
Trotz intensiver Bemühungen, im Rahmen einer Finanzierungsrunde dringend benötigte Mittel zu sichern, konnten die notwendigen Investitionen nicht aufgebracht werden. Es konnte kein Investor für die Übernahme des Geschäftsbetriebs gefunden werden, hieß es weiter. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Gericht Rüdiger Wienberg bestellt (Aktenzeichen 36n IN 4609/24).
Mehrere Gründe für die Schieflage
Zusätzliche Belastungen für den Unternehmensbetrieb ergaben sich durch die steigende Inflation und ein zurückhaltendes Investitionsklima aufgrund geopolitischer Unsicherheiten.
Die Idee hinter dem Konzept des Start-ups war eine Plattform für die Zertifizierung von so genannten Typ-B-Anlagen mit einer Anschlussleistung ab 135 kW. Diese Plattform sollte als Drehscheibe zwischen Planern, Fachbetrieben, Zertifizierungsstellen und Netzbetreibern sowie Herstellern dienen. Alle Parteien sollten sich dort austauschen können und offene Fragen klären können.
Unter dem Strich sollte die Bearbeitungszeit zur Zertifizierung der Anlagen von durchschnittlich 32 Wochen auf nur vier Wochen reduziert werden. "Wir reden also über eine Zeitersparnis von 85 Prozent und eine immense Kosteneinsparung", ordnete Mrvelj im März dieses Jahres das Konzept ein. (am)



