Noch haben die nordrhein-westfälischen Städte Essen, Bochum, Duisburg, Oberhausen und Dinslaken ihre Anteile an der Steag. Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) berichtet, könnte sich das aber nun zügig ändern. So plane die Steag, die Anteile der Kommunen zu übernehmen und „sich selbst zu kaufen“. Eine Absichtserklärung dazu habe die Steag-Führung bereits unterschrieben.
Die beteiligten Kommunen sollen den Preis für ihre Anteile allerdings erst erhalten, wenn die Steag sie weiterverkauft hat. Möglich sei laut „WAZ“ eine Stundung der Zahlungen bis 2024. Lediglich Dortmund wolle die von seinen Stadtwerken gehaltenen 36 Prozent an der Steag behalten. Das bestätigte am Mittwoch ein Sprecher der Stadtwerke (DSW21) gegenüber der ZfK. „Sowohl die Stadt Dortmund als auch DSW21 sind weiterhin von der Geschäftsstrategie und den Potentialen der Steag überzeugt. Mit dem klaren Bekenntnis zur Steag setzen Dortmund und DSW21 ihren erfolgreichen Weg fort, Energiebeteiligungen (wie auch die an RWE) stets als langfristig angelegte Investitionen zu betrachten.
Steag übernimmt KSBG-Mehrheitsanteil zunächst zum symbolischen Preis
Technisch solle der Deal so ablaufen, dass die Steag von der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft (KSBG) 64 Prozent übernimmt, zunächst für einen symbolischen Preis, schreibt die WAZ weiter. Die Stadtwerke sollen später den realen Preis für ihre Anteile erhalten, aber nicht ewig warten müssen, deshalb die geplante Stundung bis zum Jahr 2024. Wie viel Geld die Kommunen konkret für ihre Anteile erhalten, soll vorab festgelegt werden, über die genaue Höhe werde demnach mit den Städten individuell derzeit noch verhandelt. Die Steag müsse die zugesagte Summe dann durch den Verkauf des Mehrheitsanteils erlösen. (pm)


