Mit eigenen Erneuerbarenanlagen decken die Stadtwerke München den rechnerischen Strombedarf der Stadt München ab.

Mit eigenen Erneuerbarenanlagen decken die Stadtwerke München den rechnerischen Strombedarf der Stadt München ab.

Bild: © prescott09/AdobeStock

Im Geschäftsjahr 2025 ist der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Stadtwerke München (SWM) im Vorjahresvergleich von 575 Millionen auf 478 Millionen Euro zurückgegangen. Das führen die Stadtwerke unter anderem auf ein "sehr hohes Defizit" im Bereich Mobilität zurück, zu dem der Betrieb von U-Bahn, Bus und Tram zählt.

Der Umsatz gab um 600 Millionen nach und erreichte 2025 rund 6,3 Milliarden Euro. Die SWM begründen dies mit der Entkonsolidierung der Bayerngas Energy GmbH, "die strategisch aus dem Erdgasvertrieb und -handel ausgestiegen ist und aus dem Konzernabschluss ausgebucht wird", hieß es aus München.

SWM zeigen sich zufrieden

Trotz der rückläufigen Zahlen blicken die SWM nach eigener Aussage auf ein erfolgreiches Jahr zurück. In einem herausfordernden Jahr, geprägt von geopolitischen Spannungen, volatilen Energiemärkten, regulatorischen Veränderungen und intensivem Wettbewerb, zeigte sich Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM-Geschäftsführung, zufrieden: "Das gute Ergebnis macht es möglich, wichtige Investitionsprogramme in die Zukunft Münchens fortzusetzen, vom ÖPNV über Bäder und Glasfaser bis zu klimaneutraler Energieversorgung".

2025 investierten die Stadtwerke 1,1 Milliarden Euro "in die Sicherung der Daseinsvorsorge und die Zukunft Münchens". Ein wichtiger Investitionsschwerpunkt bleibt der Ausbau der Erneuerbaren. Da Münchens Strombedarf im Rahmen der Energie- und Verkehrswende sowie der zunehmenden Digitalisierung weiter wachsen werde, setzen die SWM den Ausbau konsequent fort. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Region.

Eigene Erzeugung deckt Strombedarf Münchens

2025 erreichten die SWM das 2009 vom Stadtrat ausgerufene Ausbauziel. Die Erneuerbarenanlagen der SWM erzeugen nominal so viel Ökostrom, wie München verbraucht. Auch beim Ziel der Dekarbonisierung der Fernwärme treiben die Münchner ihren Transformationsplan voran. Die SWM wollen die Fernwärme bis spätestens 2040 CO₂-neutral decken und setzen hier insbesondere auf die Tiefengeothermie.

Für das laufende Jahr wollen die SWM aufgrund zahlreicher geopolitischer Unsicherheiten noch keine exakte Prognose wagen. Dazu zählt der andauernde Angriff Russlands auf die Ukraine sowie der Krieg im Iran. Dessen ungeachtet setzen die SWM ihre Arbeit an den Zukunftsaufgaben für München engagiert fort. Im Fokus steht weiterhin der Ausbau der erneuerbaren Energien und der stadtverträglichen öffentlichen Mobilität. In Summe würden die SWM nach jetziger Planung weiterhin Jahr für Jahr etwa eine Milliarde Euro in die Zukunft Münchens investieren.

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