Die Thüringer Netkom GmbH ist der Telekommunikationsdienstleister der TEAG Thüringer Energie AG (im Bild die Hauptzentrale). Das Weimarer Unternehmen verfügt über ein hochmodernes Glasfasernetz von über 6.100 Kilometern Länge mit mehr als 200.000 Faserkilometern.

Die Thüringer Netkom GmbH ist der Telekommunikationsdienstleister der TEAG Thüringer Energie AG (im Bild die Hauptzentrale). Das Weimarer Unternehmen verfügt über ein hochmodernes Glasfasernetz von über 6.100 Kilometern Länge mit mehr als 200.000 Faserkilometern.

Bild: © TEAG

Gigabit-Netze, Rechenzentrum, Schnelllader: Der ostdeutsche Regionalversorger Thüringer Energie (Teag) hat sich für das laufende Geschäftsjahr einiges vorgenommen.

Dabei scheinen die Ausgangsbedingungen zu stimmen. 2020 sank der Jahresüberschuss des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr nur leicht auf 74,6 Millionen Euro. Der Umsatz stieg sogar auf knapp zwei Milliarden Euro.

Digitalisierung Thüringens

Deshalb empfehlen Vorstand und Aufsichtsrat, den Aktionären wie schon im Vorjahr eine Dividende von 20 Euro pro Aktie auszuschütten. Die Teag ist zu 100 Prozent kommunal und gehört mehrheitlich etwa 850 Gemeinden und Städten des Freistaats Thüringen.

Zu den derzeit wichtigsten Aufgaben der Teag zählt die fortschreitende Digitalisierung des überwiegend ländlichen thüringischen Freistaats. Mehr als 90 Prozent der Thüringer Haushalte verfügten inzwischen über Breitband, berichtete Teag-Vorstandssprecher Stefan Reindl.

Rechenzentrum im Thüringer Wald

Den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur will der Versorger weiter forcieren. Im Zuge des "Weiße-Flecken-Programms" der Bundesregierung habe die Teag-Tochter Thüringer Netkom Ausbauverträge mit einer Gesamtsumme von mehr als 160 Millionen Euro unterzeichnet, sagte Reindl. Noch in diesem Jahr will der Versorger zudem die Thüringer Gigabit-Netze (100 Mbit pro Sekunde)  deutlich ausbauen.

Ebenfalls in diesem Jahr soll ein Rechenzentrum im Thüringer Wald in Betrieb gehen, das das Unternehmen gemeinsam mit dem sächsischen Versorger Sachsenenergie (früher Drewag) geplant hat. "Unser Ziel ist ein Netz kommunaler Rechenzentren hier in Ostdeutschland", sagte Reindl.

Schnelllader immer wichtiger

Weiter ausbauen will die Teag die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Ende 2020 zählte der Versorger 702 Ladepunkte. Ende 2021 sollen es mehr als 900 sein.

Immer wichtiger würden dabei Schnelllader werden, führte Reindl aus. "Noch vor drei Jahren war jede 100. Säule ein Schnelllader", sagte er. "Gegenwärtig ist es jede fünfte öffentliche Ladesäule. Und in ein, zwei Jahren könnte es schon jede zweite sein."

Siehe auch: Schnellladestationen: TEAG kooperiert mit Ladetechnikspezialist

Gewinn mit Ladesäulen

Noch würde das Geschäftsfeld Ladeinfrastruktur keinen Gewinn abwerfen, gab Reindl zu. "Da haben die Säulen noch Anlaufverluste." Ziel sei es aber, dass die Ladesäulen in drei bis fünf Jahren ein positives Ergebnis erbringen würden. (ab)

Siehe auch: THG-Quote 2.0: So werden unrentable Ladepunkte wirtschaftlich

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