Seit Anfang des Jahres gilt in Deutschland das Gebäudeenergiegesetz (GEG). In den breiten Bevölkerungsschichten herrscht weitgehend Ahnungslosigkeit darüber, welche Bedeutung das Gesetz für die Wärmeversorgung der Zukunft hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Onlineumfrage von Yougov Deutschland im Auftrag des Energieversorgers Lekker.
Demnach fühlen sich nur 21 Prozent von den über 1000 befragen Mieterinnen und Mietern "gut" oder "sehr gut" über das GEG informiert. 84 Prozent haben noch gar keine Informationen von ihrem Vermieter erhalten.
Viele Unsicherheiten auf dem Wärmemarkt
Unter anderem sorge das GEG für Verunsicherung: sowohl in der Wohnungswirtschaft als auch bei Vermietern. Der Absatz von Wärmepumpen ist eingebrochen, viele Wohnungsunternehmen und Vermieter hielten sich mit Investitionen zurück. Ob und wann ein Anschluss an die Fernwärme erfolgt, sei ebenfalls nicht klar und hänge von den Ergebnissen der kommunalen Wärmeplanung ab, so die Kritik von Lekker Energie
"Für das Gelingen der Wärmewende muss auch um Zustimmung in der Bevölkerung geworben werden. Insofern ist es bedenklich, dass Mieterinnen und Mieter ein massives Informationsdefizit beim Gebäudeenergiegesetz haben", betonte Josef Thomas Sepp, Sprecher der Geschäftsführung von Lekker Energie.
Eine weitere Erkenntnis aus der Yougov-Umfrage ist eine eher pessimistische Erwartungshaltung der Befragten bei der Heizkostenentwicklung. Ihre deutliche Mehrheit geht nach der Umstellung auf eine Wärmepumpe oder Fernwärme von steigenden Heizkosten aus. Das denken 40, beziehungsweise 37 Prozent der Befragten. Von sinkenden Heizkosten gehen hingegen 14, beziehungsweise 12 Prozent der Befragten aus. (am)



