Blick auf das Uniper-Kohlekraftwerk Datteln.

Blick auf das Uniper-Kohlekraftwerk Datteln.

Bild: © Bernd Thissen/dpa

Der Düsseldorfer Energieversorger Uniper kann sich vorstellen, sein Steinkohlekraftwerk Datteln 4 auch früher als 2038 abzuschalten.

"Sollten zukünftige Bundesregierungen den bis [dahin] zu vollziehenden Kohleausstieg beschleunigen wollen, sind wir zu lösungsorientierten Gesprächen jederzeit bereit, um einen fairen Interessenausgleich zu finden", sagte CEO Klaus-Dieter Maubach auf der Hauptversammlung des Konzerns.

Gewinnbringer Datteln 4

Gleichwohl werde Uniper "dieses moderne und hocheffiziente" Kohlekraftwerk betreiben, solange dies wirtschaftlich möglich sei und  ein deutscher Gesetzgeber dies gestatte, führte er aus.

Auch dank Datteln 4 hatte Uniper im ersten Quartal 2021 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Das Kohlekraftwerk war Ende Mai vergangenen Jahres in Betrieb gegangen.

"Angemessene finanzielle Kompensation"

Maubach verwies darauf, dass ein Interessensausgleich eine technisch mögliche und wirtschaftlich wettbewerbsfähige Perspektive für Uniper-Kunden vorsehen müsse. Zudem müsse eine Verständigung die Belange der Beschäftigten vor Ort berücksichtigen und eine "angemessene finanzielle Kompensation" für eine frühere Stilllegung von Datteln 4 beinhalten.

Beschlossen ist bereits das Abschalten der Steinkohleblöcke in Heyden, Scholven, Staudinger und Wilhelmshaven. Dadurch nimmt Uniper in den kommenden Jahren eine Gesamtleistung von drei Gigawatt (GW) vom Netz.

Knapp eine Milliarde Gewinn

Das vergangene Geschäftsjahr hatte Uniper mit knapp einer Milliarde Euro Gewinn (bereinigtes Ebit) abgeschlossen. (Die ZfK berichtete.)

Die Hauptversammlung folgte dem Vorschlag der Unternehmensführung, die Dividende um etwa 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,37 Euro pro Aktie anzuheben.

Siehe auch: Wind bis Wasserstoff: Uniper und Fortum teilen Geschäftsfelder neu auf

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