Vattenfall baut derzeit Deutschlands aktuell größtes Agri-PV-Projekt "Tützpatz" in Mecklenburg-Vorpommern.

Vattenfall baut derzeit Deutschlands aktuell größtes Agri-PV-Projekt "Tützpatz" in Mecklenburg-Vorpommern.

Bild: © Vattenfall

Vattenfall baut die Stromerzeugung aus Photovoltaik in Deutschland weiter aus. Dazu investiert der schwedische Energiekonzern in einen 46-MW-Freiflächen-Solarpark in Nauen bei Berlin sowie in ein 23-MW-Solarprojekt in Silberstedt in Schleswig-Holstein, wie Vattenfall mitteilt. Die zuständigen Konzerngremien hätten nun grünes Licht gegeben.

Beide Solarparks kommen demnach ohne staatliche Förderung aus. Der erzeugte Solarstrom soll über langfristige Stromlieferverträge (PPA) vermarktet werden. Die beiden Anlagen kommen laut Vattenfall-Angaben gemeinsam auf eine jährliche Stromerzeugung von rund 70 Mio. kWh.

Solarprojekte mit 150 MW

Nach derzeitigem Stand der Planungen soll der Solarpark in Silberstedt, der rund 130 Kilometer nördlich von Hamburg liegt, im Dritten Quartal 2024 errichtet sein. Der Solarpark in Nauen 40 Kilometer westlich von Berlin soll Anfang 2025 fertiggestellt werden, heißt es.

Damit hat Vattenfall in Deutschland im Jahr 2023 förderfreie Solarprojekte mit einer installierten Leistung von insgesamt 150 MW auf den Weg gebracht. Bereits seit September in Bau ist Deutschlands aktuell größtes Agri-PV Projekt Tützpatz in Mecklenburg-Vorpommern mit 79 MW installierter Leistung. Vattenfall hat nach eigenen Angaben das Ziel, die Stromerzeugung aus Photovoltaik in seinen Märkten pro Jahr um 300 bis 500 MW auszubauen.

Keine Handelsbarrieren

"Der Ausbau der Solarenergie ist ein entscheidender Faktor, um die Fossilfreiheit zu erreichen, die die Gesellschaft voranbringt", sagt Claus Wattendrup, Chef der Geschäftseinheit "Solar & Batteries", Vattenfall.

Die Ausbauziele seien jedoch nur zu erreichen, wenn die Genehmigungsverfahren beschleunigt, das Stromnetz weiter ausgebaut und keine Handelsbarrieren für importierte Solarmodule aufgebaut würden. Nur dann bleibe ein wirtschaftlicher Bau und Betrieb solcher Projekte möglich, so Wattendrup weiter. (jk)

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