Gestiegene Großhandelspreise dürften Gas und Strom in den nächsten Monaten eher teurer als billiger machen.

Gestiegene Großhandelspreise dürften Gas und Strom in den nächsten Monaten eher teurer als billiger machen.

Bild: © Nikola Johnny Mirkovic/Unsplash

Der durchschnittliche Strompreis für einen durchschnittlichen Haushalt (jährlicher Stromverbrauch von 4000 kWh) ist seit Jahresbeginn leicht gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Vergleichsportal Verivox in einer neuen Analyse.

Demnach habe der Preis im Januar 2021 bei 1171 Euro gelegen. Im Juni seien es 1197 Euro, sprich 26 Euro mehr, gewesen.

Preise in Grundversorgung stabil

Der Anstieg sei vor allem auf die Preise außerhalb der örtlichen Grundversorgung zurückzuführen, heißt es. Denn seit Januar hielten sich die Erhöhungen und Senkungen dort in etwa die Waage.

Laut Verivox haben insgesamt 132 Grundversorger angekündigt, ihren Preis um durchschnittlich drei Prozent zu erhöhen, oder dies bereits getan. Die Mehrzahl der etwa 820 Stromgrundversorger habe die Strompreise bisher nicht geändert. Das Portal geht angesichts steigender Großhandelspreise jedoch davon aus, dass der Trend eher nach oben als nach unten zeige.

Gaspreise steigen

Auch das Heizen mit Gas ist nach Angaben des Vergleichsportals deutlich teurer geworden. Der durchschnittliche Gaspreis für ein Einfamilienhaus von 20.000 kWh sei seit Januar um etwa fünf Prozent angestiegen.

Haben die Gaskosten zu Jahresbeginn bei durchschnittlich 1162 Euro gelegen, seien es nun 1221 Euro. Seit Januar hätten insgesamt 390 Gasgrundversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich sieben Prozent angekündigt oder bereits durchgeführt.

CO2-Preise als Ursache

Im gleichen Zeitraum hätten 16 Gasversorger Preissenkungen von durchschnittlich sechs Prozent angekündigt, was eine jährliche Entlastung von durchschnittlich 84 Euro bedeute.

Die Erhöhungen führt Verivox im Wesentlichen auf den neu eingeführten CO2-Preis auf fossile Brennstoffe zurück. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Gaspreise künftig noch teurer werden dürften. (ab)

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